Sternsinger trotzen schlechtem Wetter in Eslarn

Sternsinger trotzen schlechtem Wetter in Eslarn
Die Ministrantinnen und Ministranten halten mit ihren Hausbesuchen als „Heilige Drei Könige“ seit vielen Jahren einen altüberlieferten christlichen Brauch aufrecht. Unter dem diesjährigen Motto des Dreikönigssingens „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ bitten sie um Gaben und setzen sich damit besonders für notleidende Kinder weltweit ein.
Sternsinger-Aktion startet trotz schlechten Wetters
Warm gekleidet und darüber das Sternsingerkostüm ging es ab Freitag mit dem Stern trotz schlechten Wetters in Dreiergruppen durch Eslarn.
Nach dem alten Volksbrauch der „Hausweihe“ überreichten die katholischen Messdiener nach der Verkündigung der frohen Botschaft einen Aufkleber mit den Buchstaben C+M+B, den jeder an Türen und Toren anbringen konnte. Die Schriftsymbole stehen allerdings nicht für die Namen der „Heiligen Drei Könige“, sondern sind die Abkürzung des lateinischen Segensspruchs „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“. Die Aufkleber weisen jeden Gast optisch auf den Besuch der Sternsinger und die Geburt Jesu hin.
Die katholische Kirche verehrt die „drei Könige“ Caspar, Melchior und Balthasar als Heilige und feiert sie mit dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Sie sind als die Heiligen Drei Könige in die Geschichte eingegangen und gehören mit dem Christuskind in der Krippe im Beisein von Maria und Josef zu jeder Weihnachtskrippe.
Herkunft der Weisen und der Stern von Bethlehem
Die drei Männer stammten aus dem sogenannten Morgenland, dem heutigen Nahen Osten. Dort waren sie als besonders weise beschriebene Wissenschaftler vermutlich als Sterndeuter tätig. In dieser Funktion beobachteten sie zur Weihnachtszeit das Aufgehen eines neuen Sterns.
Der Name Caspar stammt aus dem Persischen und bedeutet so viel wie „Hüter des Schatzes“, und er überreicht Myrrhe als Geschenk – ein Symbol für das Menschsein. Melchior ist ein hebräischer Name und steht für „König des Lichts“. Das Geschenk „Gold“ wird als kostbarstes Gut angesehen, das einem König, dem Sohn Gottes, würdig ist. Auch der Name Balthasar stammt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie „Gott schütze sein Leben“ oder „Gott schütze den König“. Er überbringt Weihrauch, der als göttliches Symbol gilt.
Matthäus-Evangelium: Ursprung der Weihnachtsgeschichte
Die Weihnachtsgeschichte mit den Heiligen Drei Königen hat ihren Ursprung im Matthäus-Evangelium. Denn dort ist nachzulesen, dass Weise, Magier und Sterndeuter aus dem Osten kamen, um dem neugeborenen König durch einen Besuch ihre Ehre zu erweisen. Ähnlich wie die Hirten waren sie dem am Himmel neu aufgegangenen, leuchtenden Stern gefolgt, der sie bis zum Krippenstall der Heiligen Familie brachte. Der Stern hatte sie zu einer besonderen Geburt geführt, der Geburt Jesu.
Seit den letzten Jahrzehnten erinnern die Minis als Heilige Drei Könige an die Geburt Jesu. Nach Abschluss der Aktion werden die Sternsingerinnen und Sternsinger im Rahmen der Eucharistiefeier am 6. Januar um 10 Uhr in der Pfarrkirche offiziell wieder empfangen, und Pfarrer Udo Klösel dankt allen Akteuren im Rahmen einer Eucharistiefeier mit einem herzlichen Vergelt’s Gott für ihren Einsatz.




