SPD plant Marktplatzumbau und Gemeinschaftshaus in Mantel

SPD plant Marktplatzumbau und Gemeinschaftshaus in Mantel
Die bevorstehenden Kommunalwahlen und die kommunalpolitischen Ziele der zukünftigen SPD-Marktratsmitglieder in den kommenden sechs Jahren standen neben einem Referat von Karolina Forster zur Landkreispolitik im Zentrum einer öffentlichen Diskussionsrunde des SPD-Ortsvereins Mantel.
SPD Mantel diskutiert kommunale Ziele und Landkreispolitik
Eingangs erhoben sich die Besucher zum Totengedenken für das langjährige SPD-Vorstandsmitglied Alfred Schaller, der kürzlich überraschend verstarb. Vorsitzende Andrea Bertelshofer beschrieb Alfred Schaller als großherzigen, immer freundlichen und arbeitsamen Menschen, der unvergessen bleiben wird.
Kandidatenliste der SPD Mantel vorgestellt
Danach übernahm die Listenführerin und Fraktionsvorsitzende Daniela Fuhrmann die Vorstellung der 14-köpfigen Kandidatenliste. Diese enthalte einen gelungenen Querschnitt der Mantler Bevölkerung. Die Liste weise sechs Frauen und acht Männer der unterschiedlichsten Berufssparten auf. Bis Platz zwölf sei die Liste abwechselnd männlich und weiblich besetzt. Auch seien alle Altersgruppen auf der Liste vertreten.
Marktplatz und Gemeinschaftshaus als Herzstück
Im Mittelpunkt der zukünftigen kommunalen Arbeit müsse die schon lange diskutierte und beplante Erneuerung des Marktplatzes und insbesondere der überfällige, denkmalgerechte Umbau des schon lange leerstehenden Gasthauses zur Post zu einem Gemeinschaftshaus für alle Mantler Bürgerinnen und Bürger stehen. Dies könne aus Mitteln der Städtebauförderung und anderen Fördertöpfen bezuschusst werden.
Neben einer ansprechenden Gastronomie stellt sich die SPD im Erdgeschoss eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren vor, außerdem weitere Räume für Jugend- und Selbsthilfegruppen, einen Veranstaltungsraum für Vereine sowie einen Biergarten mit öffentlich zugänglichen Toiletten. Der Marktplatz sollte außerdem mit einem überdachten Bushäuschen und schattenspendenden Bäumen aufgewertet werden. So könne der Marktplatz zu einem Ort der Begegnung werden.
Weitere Schwerpunkte: Vereine, Wege und Infrastruktur
Weitere Arbeitspunkte für die nächsten sechs Jahre sollten die Vereinsförderung, ob durch Zuschüsse oder die Bereitstellung von Räumen, sein. Eine weitere wichtige Forderung sei die Entschotterung der Waldwege um Mantel, damit diese wieder für Radfahrer und Fußgänger nutzbar würden.
Wichtig seien auch ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Kanal- und Straßensanierung sowie der Breitbandausbau. Außerdem sollen die gemeindlichen Quellen für die Wasserversorgung sichergestellt werden.
Nachhaltige Energie und digitale Zukunft
Nötig sei auch eine nachhaltige Energiegewinnung. So fordert die Mantler SPD, dass öffentliche Gebäude mit Photovoltaik ausgestattet werden. Außerdem sind andere Formen der nachhaltigen Energiegewinnung zu prüfen. Abschließend verwies sie noch auf die unter www.spdmantel.de völlig neugestaltete Website des Ortsvereins, die aktuelle Berichte und ausführliche Porträts der Kandidatinnen und Kandidaten enthält.
Kritik an Kurswechsel beim Gasthaus zur Post
In der anschließenden Diskussion bemängelte Dr. Manfred Klier Äußerungen des Chefs der Freien Wähler Friedrich Janner, einem der großen Befürworter des Kaufs des Gasthauses zur Post. Jetzt will Janner den Umbau des Gasthauses ganz hinten auf die Aufgabenliste setzen und somit den Verfall dieses dringend benötigten Gebäudes riskieren. Klier: „Warum er dann damals so stark für den Kauf der Gebäude mitvotiert hat, bleibt wohl ein Rätsel“.
Kreisweite Ziele: Familien, Umwelt, Kliniken und Mobilität
Anschließend beschrieb Karolina Forster, Kreisrätin und Bürgermeisterkandidatin von Eschenbach, die auch stellvertretende Landrätin ist, die Ziele der Kreis-SPD für die Landkreisarbeit in den kommenden Jahren. Oberstes Ziel sei der Ausbau des Landkreises zum familienfreundlichsten Landkreis in Bayern. So bräuchten Familien Sicherheit im Alltag, zuverlässige Rettungsdienste und gute Krisenvorsorge. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Erhalt einer intakten Umwelt. So müssten der Biotopverbund und die Naherholungsräume ausgebaut und alle öffentlichen Gebäude mit Photovoltaik ausgestattet werden. Die Kliniken Nordoberpfalz müssten modernisiert und gesichert werden. Im Bereich der Mobilität müssten das BAXI-System speziell abends und am Wochenende ausgebaut werden. Die Schulen im Landkreis müssten erhalten und gestärkt sowie eine starke Jugend- und Familienarbeit betrieben werden. Abschließend rief Forster zur Wahl des Busunternehmers und SPD-Kandidaten Tino Bayer als Landrat auf, da dieser ein höchst engagierter Kandidat sei.




