Ukrainische Klänge berühren in der Josefskirche
Ukrainische Klänge berühren in der Josefskirche
Mit traditionellen ukrainischen Melodien, internationalen Liedern und virtuosen Instrumentalstücken begeisterte die Folkloregruppe „Sbrutsch“ am Freitagabend die Besucher in der Josefskirche. Die siebenköpfige Formation aus der Westukraine verbindet ihre alljährliche Europatournee seit vielen Jahren mit einem Auftritt in Franken und jetzt in der Oberpfalz. Es ist eine Tradition, die eng mit Pfarrer Hans Klier verbunden ist.
Krankenhausseelsorger knüpfte den Kontakt
Der katholische Geistliche, heute Krankenhausseelsorger am Klinikum Weiden, hatte den Kontakt zur Gruppe bereits während seiner Zeit als Pfarrer in Fichtelberg geknüpft. Dort lernte er über eine Familie mit einem ukrainischen Au-pair-Mädchen die Musiker kennen. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine bis heute bestehende Freundschaft. Später gastierte die Gruppe auch in Selb, seit Kliers Wechsel nach Weiden führt sie ihr Weg regelmäßig in die Max-Reger-Stadt.
Immer am letzten Freitag im Juni
„Sie kommen jedes Jahr am letzten Freitag im Juni“, erzählte Pfarrer Klier. Dass dieser Termin diesmal mit zahlreichen anderen Veranstaltungen konkurrierte, machte sich allerdings bemerkbar. Die Zahl der Besucher blieb hinter den Erwartungen zurück. Die anwesenden Gäste erlebten jedoch einen musikalischen Abend auf höchstem Niveau.
Ausgebildete Musiker
Alle Mitglieder der Gruppe sind ausgebildete Musiker. Zum Ensemble gehören unter anderem ein Pianist von internationalem Format, zwei Sängerinnen, die zugleich die für die Ukraine typische Bandura spielen, sowie ein Saxophonist. Mit großem Können und viel Gefühl präsentierten sie ein abwechslungsreiches Programm, das von folkloristischen Klängen bis zu bekannten internationalen Melodien reichte.
Europatournee
Der Auftritt in Weiden war Teil einer zwei- bis dreiwöchigen Europatournee. Mehrere Ensembles sind dabei gleichzeitig unterwegs und geben Benefizkonzerte. Die gesammelten Spenden kommen Waisenhäusern und Seniorenheimen in der Ukraine zugute. Nach Abschluss der Tour kehren die Musiker wieder in ihre Heimat zurück.
Ukrainische Kultur
Die Musik vermittelte ein Stück ukrainischer Kultur und wurde zugleich zu einem Zeichen der Verbundenheit mit einem vom Krieg gezeichneten Land. Ermöglicht wurde dies durch die langjährige Initiative und das persönliche Engagement von Pfarrer Klier.




