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Evangelische Gemeindediakonie Floß: Seit 123 Jahren im Dienst des Nächsten

Floß. Seit mehr als 123 Jahren erfüllt die Evangelische Gemeindediakonie ihre satzungsgemäßen Aufgaben. Es ist eine zeitgemäße
Form christlichen Dienens und die Förderung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke. Das kommt durch die Übernahme der freigemeinnützigen Trägerschaft des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ besonders zum Ausdruck.

Evangelische Gemeindediakonie Floß: Seit 123 Jahren im Dienst des Nächsten

So setzt sich das neue Vorstandsgremium der Gemeindediakonie für die nächsten drei Jahre zusammen: Jürgen Bär, Manfred Venzl, Pfarrer Wilfried Römischer und Markus Schieder (vordere Reihe von links); Günter Reinl, Harald Schönberger und Manfred Bock (hintere Reihe von links). Foto: Fred Lehner

Noch bis 1974 war Diakonisse Irma Putz in der Krankenpflege des Marktes segensreich tätig und noch heute ist es das besondere Verdienst des früheren Vorsitzenden der Gemeindediakonie, Fritz Stahl aus Gailertsreuth, dass der evangelische Kindergarten zu einer im Markt unverzichtbaren Einrichtung geworden ist. Vorsitzender Manfred Venzl aus Kalmreuth hat dieses Erbe übernommen. Er ist mit allen Mitgliedern des Gremiums bestrebt, den Aufgabenbereich nach besten Kräften weiter zu erfüllen.

Deutlich wurde dies erneut in der Jahreshauptversammlung am Sonntag im Gemeindehaus, bei der Venzl einen umfangreichen und detaillierten Jahresbericht erstattete. Freude drückte der Vorsitzende über die Anwesenheit von Pfarrer Wilfried Römischer, Heidi Hippmann vom Kindergarten, Bürgermeister Robert Lindner und Kirchenpflegerin Erika Bock aus. Die Diakonie erfahre für den Kindergarten immer wieder großzügige Spenden und Unterstützungen, darunter von Erich Schieder, dem Frauenbund, dem OV-Sozialverband und von den Flosser Banken. Gelder, die sinnvoll angelegt und verwendet werden, unterstrich auch Heidi Hippmann bei ihrem sehr ausführlichen Bericht über die Arbeit im Kindergarten.

Verwaltungsarbeit und Aufgaben werden nicht weniger, der Aufwand immer größer, was die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften für die Sicherheit und Gesundheit von Kindern und Personal betrifft. Das erforderte letztlich auch die Einstellung einer eigenen Verwaltungskraft. Inga Hinz erfülle ihre übernommenen Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit. Eine Beitragserhöhung bleibe den Eltern der Kinder im neuen Kindergartenjahr erspart, kündigte der Vorsitzende an. Geringfügig wird es für Krippenkinder eine Erhöhung geben. Überaus zufrieden ist die Diakonie mit der Arbeit von Hausmeister Günter Reinl.

Kaufverhandlungen abgeschlossen

Abgeschlossen wurden die Kaufverhandlungen über die Veräußerung des Anwesens in der Flosser Freiherr-von-Lichtenstern-Straße. Die Nachfolgenutzung des Hauses war für den Abschluss des Kaufgeschäfts entscheidend. Der Kauferlös werde einer sinnvollen Verwendung zugeführt, sicherte der Vorsitzende zu. Darüber stehen Verhandlungen derzeit an.

Breiten Raum der Berichterstattung des Vorsitzenden nahm die seit Jahren anstehende Erweiterung des Kindergartens für die Kinderkrippe ein. Nunmehr gab es durch das Landratsamt Neustadt/WN grünes Licht. Derzeit stehen Verhandlungen mit dem Markt Floß über eine Nutzungsvereinbarung an. Sobald diese abgeschlossen sind ist die Regierung der Oberpfalz am Zug. Sie muss noch über die Höhe der öffentlichen Förderung des Bauprojekts entscheiden.

Manfred Venzl ist zuversichtlich, dass nach Zustimmung durch die Regierung der Oberpfalz im Herbst dieses Jahres die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen könne. Fest eingeplant ist der dringend notwendige Erweiterungsbau für die Kinderkrippe im Haushaltsjahr 2024.

Zoigltermine
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Zuversichtlich sind die Verantwortlichen der evangelischen Gemeindediakonie, dass im Herbst dieses Jahres die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen und im Frühjahr 2024 die Erweiterung des Kindergartens vollzogen werden kann. Foto: Fred Lehner

Als Bauträger kann der Verein den erforderlichen und festgelegten Eigenleistungsanteil aufbringen. Venzl sprach von einer sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit, wofür es Dank an die Mitglieder im Vorstand, an das gesamte Team des Kindergartens und an die Personalleitung gab. Auch Heidi Hippmann dankte nach ihrem Jahresbericht für ein harmonisches und vertrauensvolles Miteinander. Das wirke sich für Kinder und Eltern sehr positiv aus.

Kassier Jürgen Bär hatte sich viel Mühe gemacht und erläuterte die Einnahmen und Ausgaben der Diakonie und des Kindergartens im abgelaufenen Vereinsjahr 2022. Es wurde gut und sparsam gewirtschaftet, so dass die kommenden Herausforderungen auch finanziell gemeistert werden können, was die Revisoren Hermann Lederer und Wolfgang Lang bestätigten. Wichtig war aufgrund der abgeschlossenen Kaufgeschäfte, die Entlastung des Vorstandes. Sie erfolgte einstimmig. Konstant blieb der Mitgliederzahl von 137 Mitgliedern.

Ergebnis der Neuwahlen

  • 1. Vorsitzender: Manfred Venzl
  • 2. Vorsitzender: Wilfried Römischer
  • Kassier: Jürgen Bär
  • Schriftführer: Markus Schieder
  • Ausschuss: Manfred Bock, Günter Reinl, Harald Schönberger
  • Revisoren: Hermann Lederer, Wolfgang Lang

    Satzungsänderungen

    Bei den Satzungsänderungen wurde festgelegt, dass die Wahldauer der Vorstandschaft künftig drei statt bisher vier Jahre beträgt. Einladungen zur Generalversammlung werden nicht mehr schriftlich erfolgen, sondern vielmehr 14 Tage vorher in den Gottesdiensten bekannt gegeben.

    Aufmunternd waren auch die Dankesworte durch Pfarrer Wilfried Römischer, der das ehrenamtliche Engagement besonders herausstellte. Bürgermeister Robert Lindner hatte in seinem Grußwort von einem guten Miteinander gesprochen. Der Markt werde zu seinen Verpflichtungen stehen. Das betreffe den Erweiterungsbau und die anteilige Übernahme der Betriebskosten.