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Hans – das neue Mehrzweckfahrzeug der Etzenrichter Feuerwehr

Etzenricht. Wenn es nach 27 Jahren ein neues Mehrzweckfahrzeug für die Feuerwehr gibt, ist der Anlass dafür eine Feier mit Fahrzeugweihe zu haben eine gerechtfertigte Sache.

Hans – das neue Mehrzweckfahrzeug der Etzenrichter Feuerwehr

Als Zeichen der Wertschätzung für den Namensgeber Hans Eggmeier, überreichten Kommandant Michael Roith (links) und sein Stellvertreter Thomas Feige (rechts) einen Blumenstrauß an die Witwe Lina Eggmeier. Ihr Sohn Michael und der Enkel Patrick sind ebenfalls in der Feuerwehr in leitenden Positionen vertreten. Foto: Sylvia Wallinger

Kommandant Michael Roith durfte zur Feierlichkeit Ehrengäste begrüßen und zahlreiche Fahnenabordnungen, Kommandanten sowie Kameradinnen und Kameraden der umliegenden Feuerwehren, mit denen die Etzenrichter Feuerwehr eine enge, kameradschaftliche und verlässliche Zusammenarbeit verbindet.

Sowohl der offizielle Akt, als auch die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten wurden von der Etzenrichter Blaskapelle unter der Leitung von Michael Erfurt würdevoll und mit viel Freude getragen.

Kommandant Michael Roith gibt einen Rückblick

„Heute dürfen wir mit der Weihe und offiziellen Indienststellung des neuen Mehrzweckfahrzeugs, ein besonderes Kapitel in der Geschichte unserer Feuerwehr aufschlagen.“ Eröffnete Kommandant Michael Roith seine Worte zum Ereignis.

Der Weg zum neuen MZF begann bereits im Oktober 2023. Besichtigungen, Überlegungen und Planungen führten im Mai 2024 zur Verabschiedung der Ausschreibung durch den Gemeinderat.

Der Kommandant dankte hier dem Bürgermeister und dem Gemeinderat für die konstruktiven Gespräche und vor allem dafür, dass die Notwendigkeit einer moderneren und zukunftsfähigen Ausstattung erkannt und unterstützt wurde. „Diese Unterstützung ist keineswegs selbstverständlich und zeigt die hohe Wertschätzung gegenüber dem Ehrenamt.“ „Hier gilt auch unserem Kreisbrandrat Marco Saller ein Dank, der mit seiner Erfahrung beratend zur Seite stand.

Mit der Beschaffenheit des Fahrzeugs wurde nicht einfach ein Antrag genehmigt, sondern Verantwortung übernommen, dass die Feuerwehr die notwendige Ausstattung hat, um den Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich, rund um die Uhr zu erfüllen.

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Das alte Fahrzeug hat viel erlebt

Stellvertretender Kommandant Thomas Feige gab einen kurzen Rückblick auf die besonderen Einsätze des alten MZF „Hugo“, das in unzähligen Stunden genutzt wurde und nach 27 Jahren Dienstzeit und fast 99000 Kilometern auf dem Tacho in den Ruhestand geschickt wird.

Das alte Fahrzeug war in ganz Deutschland unterwegs. Ob im Norden bis Syke in Niedersachsen mit der Wettkampfgruppe, im Osten bis Oberhof mit den Atemschutzträgern, im Süden bis zur Patengemeinde Algund und im Westen bis ins Ahrtal zum Katastrophenschutz.

In den 27 Jahren hat „Hugo“ viel erlebt und kann deshalb auch viele Geschichten erzählen und darf in den Ruhestand gehen.

Das neue Fahrzeug erhält einen Namen

„Ein Feuerwehrfahrzeug braucht aber nicht nur Technik und Ausstattung, es braucht auch einen Namen“, so der Kommandant. Das neue MZF trägt den Namen Hans, nach Hans Eggmeier, der von 1980 bis 1986 stellvertretender Kommandant, von 1986 bis 1998 Kommandant und von 1998 bis 2006 Vorstand der Etzenrichter Feuerwehr war. „In dieser Zeit wurden mehrere Fahrzeuge in Dienst gestellt und das Gerätehaus gebaut. Meilensteine, die unsere Feuerwehr bis heute prägen. Leider verstarb Hans am 28.12.2006. Deshalb ist es uns eine Ehre, sein großes Engagement dauerhaft in Erinnerung zu halten und das neue Fahrzeug auf seinen Namen zu taufen.

Weihe und Schlüsselübergabe

Pfarrer Berthold Heller bat Gott um den Segen für das Fahrzeug und die Feuerwehrleute, die damit unterwegs sein werden. Pfarrerin Heidi Landgraf sprach ebenfalls Segensworte für das neue Fahrzeug.

Bei einer feierlichen Schlüsselübergabe von Bürgermeister Martin Schregelmann an den Kommandanten Michael Roith wünschte das Gemeindeoberhaupt eine immerwährende gute Heimfahrt bei den anstehenden Einsätzen.

Mit der Schlüsselübergabe von Bürgermeister Martin Schregelmann an Kommandant Michael Roith wurde das neue Mehrzweckfahrzeug „Hans“ offiziell in den Dienst gestellt. Foto: Sylvia Wallinger

Worte der Gäste

Stellvertretender Landrat Albert Nickl hatte neben lobenden Worten eine Spende des Landkreises dabei. MdL Dr. Stephan Oetzinger betonte auch noch einmal die Notwendigkeit einer modernen Ausstattung für die Feuerwehr, um bei allen Einsätzen und Katastrophen, zum Schutz der Bevölkerung gewappnet zu sein.

Auch Kreisbrandrat Marco Saller sprach kurze Worte, sowie die Vertreter der Patenwehr Grafenwöhr und von der Feuerwehr der Patengemeinde Algund.

Bei herrlichem Maiwetter, strahlendem Sonnenschein und lauen Temperaturen, feierten alle Feuerwehrgäste und die Bevölkerung bei kühlen Getränken, Köstlichkeiten vom Grill und flotten Klängen der Etzenrichter Blaskapelle die Fahrzeugweihe des neuen Mehrzweckfahrzeugs.

Bei herrlichem Sonnenschein durfte das neue MZF seinen Dienst antreten. Foto: Sylvia Wallinger

Technische Daten

Thomas Feige informierte über die technische Ausstattung des neuen MZF.

Transporter-Fahrgestell Modell TGE der Fa. MAN. Motor 160 PS, Automatik, Allrad. Zahlreiche Assistenzsysteme, welche im Vergleich zum alten Fahrzeug gewöhnungsbedürftig sind, aber den Fahrer unterstützen und einen Sicherheitsgewinn bringen.
Lackierung ist Verkehrsrot mit reflektierenden gelben Streifen an den Seiten und die Rückseite ist komplett mit reflektierender Warnbeklebung versehen, um sichtbar zu sein.
Die Sondersignalanlage ist nach dem Stand der Technik komplett in LED ausgeführt, ebenso die Arbeitsscheinwerfer, die Umfeldbeleuchtung und die Heckabsicherung.
Das Martinshorn wurde geschützt unter der Motorhaube verbaut.
Unser MZF bietet Platz für eine Staffelbesatzung und somit sechs Sitzplätze.
Für die Lagerung der Ausrüstung wurde im Geräteraum ein Wechselsystem eingebaut. Ein Großteil der Beladung wird in Containern gelagert, welche je nach Einsatzart ausgetauscht
werden können. Die Lagerung ist auch komplett entfernbar, sodass der Laderaum fast vollständig für Transportzwecke genutzt werden kann.
Die standardisiert mitgeführten Gerätschaften bestehen neben der Normbeladung zusätzlich aus einem kompletten Beleuchtungssatz und einem Gasmessgerät.
Bei größeren Einsatzlagen können wir eine Führungsstelle aufbauen. Hierzu sind im Mannschaftsraum ein LTE-Router, ein Telefon und ein Bildschirm fest verbaut. Des Weiteren ist neben dem Einsatztablet noch ein Notebook verladen. Mittels dieser Informationstechnik können wir an der Einsatzstelle auf Onlinedienste zugreifen, sind telefonisch erreichbar und können auch digitale Karten darstellen.

Zum Abschluss der technischen Vorstellung möchte ich mich bei den Mitgliedern des Planungsteams bedanken. Das Team hat etliche Stunden in dieses Projekt investiert, und dabei viele eigene Ideen eingebracht, und es wurden produktive Diskussionen geführt. Das
Ergebnis sehen Sie hier, unseren neuen Florian Etzenricht 11/1.