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Lebenshilfe richtet Vorstand neu aus

Amberg. Die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach steht vor großen Veränderungen. In der jüngsten Mitgliederversammlung wurden wichtige Entscheidungen für die Zukunft des gemeinnützigen Vereins gefällt.

Amberg. Die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach steht vor großen Veränderungen. In der jüngsten Mitgliederversammlung wurden wichtige Entscheidungen für die Zukunft des gemeinnützigen Vereins gefällt.
Der neu gewählte Aufsichtsrat der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach e. V. Foto: Mariella Kramer

Lebenshilfe richtet Vorstand neu aus

Eine der zentralen Neuerungen ist die Einführung eines hauptamtlichen Vorstandsvorsitzenden, der die bisherige ehrenamtliche Position ablösen wird. Diese Veränderung geht Hand in Hand mit der Schaffung eines Aufsichtsrats, der die Tätigkeiten des neuen Vorstands überwachen wird.

Gründe für den strukturellen Wandel

Eduard Freisinger, der derzeitige Vorstandsvorsitzende, unterstrich die Notwendigkeit dieser Neuausrichtung. Er erinnerte daran, dass die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach ursprünglich als kleine Elternvereinigung ins Leben gerufen wurde, “um unseren Kindern mit geistiger Behinderung Teilhabe zu ermöglichen.” Über die Jahre hat sich der Verein deutlich weiterentwickelt. Mittlerweile sind mehr als 950 Mitarbeiter beschäftigt, die sich um über 1600 Menschen mit Förderbedarf kümmern. Darüber hinaus hat der Verein einen Jahreshaushalt von rund 50 Millionen Euro.

Freisinger führte weiter aus, dass die Lebenshilfe inzwischen “verschiedenste Dienste in mehr als 20 Einrichtungen” anbietet. Angesichts anstehender Sanierungen und Neubauten sieht er die Notwendigkeit einer professionellen und strategischen Steuerung. “Diese umfangreichen Aufgaben sind von einem ehrenamtlich tätigen Vorstandsvorsitzenden nicht mehr leistbar”, erklärte Freisinger.

Wahl des neuen Aufsichtsrats

Die Mitgliederversammlung stimmte der Satzungsneufassung zu und wählte im Anschluss den neuen Aufsichtsrat. Martin Schafbauer wurde zum ersten Vorsitzenden und Alexander Seitz zum zweiten Vorsitzenden ernannt. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrats sind Ulrike Breuer, Hermann Falk, Petra Maier, Ralph Schmitt, Dr. Stefan Täschner und Bernhard Vahle. Nach Eintragung der Satzungsneufassung in das Vereinsregister wird der Aufsichtsrat einen neuen Vorstand benennen. Bis dahin bleiben Freisinger und Vahle in ihren bisherigen Positionen ehrenamtlich tätig.

Eduard Freisinger plant, nach der Übergabe sein Amt niederzulegen, was das Ende seiner 26-jährigen Tätigkeit als ehrenamtlicher Vorsitzender markiert. “Nach 26 Jahren als ehrenamtlicher Vorsitzender und im Alter von 70 Jahren ist es Zeit, die Verantwortung in andere Hände zu legen”, teilte er mit. Während der Übergangsphase wird Bernhard Vahles Aufsichtsratsmandat ruhen.

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