Nachruf: Flosser Amt trauert um Elisabeth Krapf
Nachruf: Flosser Amt trauert um Elisabeth Krapf
Sie war durch ihre stets freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Art eine sehr beliebte und geschätzte Bürgerin. Das evangelische Pfarrhaus war ihre Heimstatt. Am 25. September 1928 in Döbra/Oberfranken geboren, kam sie mit ihren Eltern 1935 nach Floß. Ihr Vater war von 1935 bis 1961) Flosser Pfarrer. Mit ihren sechs Geschwistern, die bis auf Schwester Sieglinde ihr alle im Tode vorausgegangen sind, verbrachte sie ihre Kinder- und Jugendzeit im evangelischen Pfarrhof und wurde von ihrem Vater in Floß konfirmiert. Er gab ihr den Konfirmationsspruch: „Lasst uns lieben; denn Er hat uns zuerst geliebt“ mit auf dem weiteren Lebensweg.
Sie besuchte das Lyzeum in Weiden. Auf dem Zollberg im Flosser Land leistete sie ihr Pflichtjahr und heiratete 1948 den selbständigen Landwirt Erhard Krapf aus Schönberg. So wurde aus der Pfarrerstochter eine tüchtige Bäuerin. Die Ehe blieb kinderlos.
Bescheiden und zufrieden durchs Leben
Die Hofübergabe an ihren Neffen Hermann Bieber aus Gailertsreuth erfolgte 1981. Der Tod ihres Mannes 2018 war für sie ein schwerer Schicksalsschlag. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie gewollt im Seniorenwohnheim „Am Reiserwinkel“. Dort besuchte die musikliebende Bürgerin jeden Gottesdienst beider Konfessionen. Ihr fester und unerschütterlicher Glaube führte sie bescheiden und zufrieden durchs Leben. Im Trauergottesdienst am Freitag in der evangelischen Kirche St. Johannes Baptista schilderte Pfarrer Wilfried Römischer in sehr bewegender Weise die Lebensstationen der gläubigen Verstorbenen.
An der Osterkerze zündete er das Licht des Friedens und der Hoffnung an. Mit den Liedern “So nimm denn meine Hände” und “Jesu, geh voran” verabschiedete sich der Kirchenchor unter Leitung von Kantor Andreas Kunz, während die Trauergemeinde das von der Verstorbenen gewünschte Lied “Jerusalem, du hochgebaute Stadt” sang. Im evangelischen Friedhof fand mit den Gesängen des Kirchenchores die Urnenbeisetzung statt.


