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Jüngster Gemeinderat aller Zeiten in Speinshart

Speinshart. Das Klosterdorf stellt den jüngsten Gemeinderat aller Zeiten: vier Neulinge rücken nach. Roland Hörl bleibt einstimmig Vize, Bürgermeister Albert Nickl lenkt nach 30 Jahren Projekte von Kita bis Breitband.

Speinshart. Das Klosterdorf stellt den jüngsten Gemeinderat aller Zeiten: vier Neulinge rücken nach. Roland Hörl bleibt einstimmig Vize, Bürgermeister Albert Nickl lenkt nach 30 Jahren Projekte von Kita bis Breitband.
Mit vier neuen Ratsmitgliedern ist das Gremium in der Wahlperiode 2026/2032 deutlich jünger aufgestellt. Bürgermeister Albert Nickl vereidigte Christopher Schleicher, Andrea Wiesend, Christofer Neukam und Lukas Braun (von rechts). Foto: Robert Dotzauer

Jüngster Gemeinderat aller Zeiten in Speinshart

Speinshart leuchtet. Das Klosterdorf entwickelt sich zu einem internationalen Hotspot der Wissenschaft. Das Gesicht der Gemeinde verändert sich. Neue Gesichter gibt es auch im Rat. Ein Drittel des Gremiums sind Neulinge – und: Altbewährtes regiert weiter.

Jüngster Gemeinderat in Speinshart

Rundum zufrieden zeigte sich in der konstituierenden Sitzung des Speinsharter Gemeinderates, Bürgermeister Albert Nickl, mit Blick auf seine neue Mannschaft. „Es ist eine gute Mischung zwischen erfahrenen Mitgliedern und einem hoffnungsvollen Nachwuchs“, kommentierte der Gemeindechef die Neubesetzung. Vier junge Ratsmitglieder sind neu im Gremium. Das verändert den Altersdurchschnitt nach unten. „Jetzt haben wir den jüngsten Gemeinderat aller Zeiten“, stellte der Sitzungsleiter fest. Mit der klassischen Eidesformel „Ich schwöre …, so wahr mir Gott helfe.“ war es für Andrea Wiesend (CSU) als einzige Frau im Gremium und Lukas Braun, Christofer Neukam und Christopher Schleicher (alle Junge Liste) der erste Schritt in die kommunale Verantwortung.

Einstimmiges Votum für Vizebürgermeister Roland Hörl

Ein nächster Schritt folgte sogleich. Die Wahl des Zweiten Bürgermeisters oder gleich mehrerer Stellvertreter stand auf der kurzen Tagesordnung. Einig war sich das Kollegium, wie bisher nur einen Stellvertreter an die Seite von Albert Nickl zu stellen. Die Meinung des Rates war einhellig. Einstimmigkeit herrschte auch bei der geheimen Abstimmung. Von CSU-Fraktionssprecher Christian Höllerl vorgeschlagen, gab es für den bewährten und langjährigen Zweiten Bürgermeister Roland Hörl, den Stimmenkönig der Gemeinderatswahl, bei zwölf zu null Stimmen ein klares Votum.

Roland Hörl dankte dem Gremium mit einem Signal an alle Ortsteile: „Wir schaffen das Beste mit Unterstützung aller Ortsteile, denn nur alle Ortschaften zusammen bilden die Gemeinde.“ Einig war sich das Gremium in neuer Besetzung, die bisherige Geschäftsordnung des Rates vom 15. Mai 2020 bis zum Erlass einer neuen Satzung weiter gelten zu lassen. Vorgesehen ist die Beschlussfassung einer neuen Hauptsatzung und der Geschäftsordnung in der nächsten Sitzung.

Mit zu verdanken ist die gute Entwicklung der Klostergemeinde laut Bürgermeister vier Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr antraten. Albert Nickl (Bildmitte) verabschiedete Richard Neukam, Johann Mayer, Gabi Scherl und Wolfgang Merkl (von rechts). Foto: Robert Dotzauer
Das neue Gremium formierte sich in der konstituierenden Sitzung im großen Saal des Speinsharter Gemeindezentrums. Foto: Robert Dotzauer
Der wiedergewählte Zweite Bürgermeister Roland Hörl würdigte Bürgermeister Albert Nickl zum 30-jährigen Dienstjubiläum als Urgestein des kommunalen Wirkens. Als Erinnerungsgeschenk überreichte Hörl dem leidenschaftlichen Hobbygärtner und Kreisvorsitzenden der Obst- und Gartenbauvereine ein farbiges Gemeindewappen aus Glaskunst. Foto: Robert Dotzauer

Spielregeln für ein gutes Miteinander

Fair miteinander umgehen, sachlich bleiben und das Wohl der gesamten Gemeinde im Blick haben: Mit diesen Kriterien eines kollegialen und vertrauensvollen Miteinanders auch in der neuen Wahlperiode hatte Bürgermeister Albert Nickl einleitend auf einige Spielregeln kommunaler Arbeit hingewiesen. Der Wähler habe die Verantwortung für eine gute Fortentwicklung der Gemeinde vertrauensvoll in die Hände des neuen Gremiums gelegt. Diesen Auftrag gelte es mit einer demokratischen Mitmach-Kultur zu erfüllen.

Vier Ratsmitglieder verabschiedet

Albert Nickl verwies zudem auf die harmonische Zusammenarbeit im bisherigen Gremium, um in diesem Zusammenhang vier Ratsmitglieder, die bei der jüngsten Kommunalwahl nicht mehr angetreten waren, zu verabschieden. Als Mitglied in einer reinen Männerrunde verzichtete Gabi Scherl (CSU) bereits nach einer Wahlperiode auf eine weitere Kandidatur. Der Dank des Bürgermeisters an eine stets freundliche und charmante Persönlichkeit mit bereichernden Vorschlägen war Gabi Scherl gewiss. „Auf ihn war stets Verlass“, fasste der Gemeindechef die Laudatio für Wolfgang Merkl zusammen. Als „Baron von Dobertshof“ habe Merkl in zwölf Jahren Gemeinderatsarbeit „unheimlich fleißig mitgewirkt“.

Grammer Solar
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Der Dank der Gemeinde galt anschließend dem „grünen Wastl, einem echt Spoinsader Gewächs“. Nickl bescheinigte Johann Mayer in zwölf Jahren Ratstätigkeit eine stets klare Kante zu Fragen des Klimaschutzes und zu vielen weiteren Themen. Auch der „große Praktiker“ Richard Neukam nahm Abschied aus der Kommunalpolitik. 24 Jahre Ratsmitglied, bezeichnete der Bürgermeister den Zettlitzer als „Mann ohne große Worte, aber mit großer Wirkung und mit vielen Ideen“. Mit dem Dank der Gemeinde verband Albert Nickl nicht nur Blumen und Gutscheine. Auch ohne offizielles Amt wünschte sich der Gemeindechef von den Ex-Ratsmitgliedern auch künftig weitere Anregungen zum Wohl der Kommune. „Wir brauchen jeden!“

30 Jahre Bürgermeister

1990 zum Bürgermeister gewählt, „regiert“ Albert Nickl seit 30 Jahren das Klosterdorf. Die Kommunalpolitik wurde für den Speinsharter zur Berufung. Die erste Sitzung in der neuen Wahlperiode nahm Zweiter Bürgermeister Roland Hörl zum Anlass, dem Urgestein der kommunalen Selbstverwaltung und dienstältesten Gemeindechef des Landkreises und weit darüber hinaus für 30 Amtsjahre im Dienst der Gemeinde zu würdigen und die bleibenden Leistungen „eines Mannes mit unheimlichem Power“ hervorzuheben. Die Anmerkungen zur „Erfolgsgeschichte Nickl“ verband Hörl mit einer kurzen Video-Präsentation von Wertschätzungen aus dem Kreis vieler Kommunalpolitiker. Seit 1990 ist Albert Nickl auch Mitglied des Kreistages. Seit 2014 ist er erster Stellvertreter von Landrat Andreas Meier.

Der Bürgermeister informiert

Die Sitzung endete mit Informationen zu laufenden Baumaßnahmen und Einladungen zu diversen Festen. Albert Nickl berichtete über die abschließenden Restarbeiten im Rahmen der Sanierung der Kindertagesstätte, würdigte die weitgehend planmäßigen Fortschritte beim Wasserleitungsbau mit einer voraussichtlichen Aufhebung von Straßensperrungen im Juni 2026 und verwies auf die Fortschritte beim Breitbandausbau. Verursacht durch Verkehrsumleitungen mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der „Betonstraße“ kündigte der Bürgermeister Bankett-Ausbesserungen im Sommer an. Vollzug meldete Albert Nickl zur Ausbesserung von Gemeinde- und Flurwegen und zur Säuberung von Flurgräben.

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