Nachruf Hans Rewitzer: Er war wahrlich ein Gewächs Pleysteins
Nachruf Hans Rewitzer: Er war wahrlich ein Gewächs Pleysteins
Hans Rewitzer wurde am 2. Februar 1932 als Sohn der Eheleute Heinrich und Cäcilia Rewitzer in Pleystein geboren. An seinem Geburtsort wuchs er mit seiner Schwester Anna und seinem Bruder Josef auf, der aber bereits im Alter von fünf Jahren an Kinderlähmung verstarb. Mit vierzehn Jahren trat Rewitzer ins Berufsleben ein und begann bei der Firma Bausch in der Pingermühle eine Lehre als Schreiner. Ab 1965 bis zum Eintritt in die Rente war er bei der Firma Drabsch tätig. Seinen Beruf machte er zu seinem Hobby, mit Holz zu arbeiten, gehörte zur Lieblingsbeschäftigung.
Ein stolzer Opa
1955 heiratete Hans Rewitzer Ida Lang, aus der Ehe gingen die Kinder Angela, Eva, Hans-Jürgen und Josef hervor. Ein schwerer Schicksalsschlag war im Jahr 1999 der Tod von Tochter Eva. Die Kinder beschreiben den Verstorbenen als liebevollen Vater, der für alle, ebenso für die Schwiegerkinder, immer da war. Die größte Freude bereiteten Hans Rewitzer seine drei Enkelkinder, die umgekehrt ihren Opa auch über alles liebten.
Nie aufgegeben
In den letzten Lebenswochen bereitete ihm das Gehen zunehmende Probleme. Aber aufgegeben hat der Verstorbene nie und war bemüht, das Beste aus seiner Situation zu machen. Hans und Ida Rewitzer haben 68 gemeinsame Ehejahre verbracht, eine Zeit, wie sie nicht vielen Menschen vergönnt ist. Stadtpfarrer Adam Karolczak beschrieb im Requiem mit diesen Worten das Leben des Verstorbenen. Die große Zahl der Besucher des Trauergottesdienstes würdigte der Geistliche als Zeichen der Verbundenheit Hans Rewitzers mit seinem Heimatort und auch in wie viel Vereinen er aktiv tätig war: “Er war wahrlich ein Gewächs Pleysteins“.
Viele tröstliche Worte
Das zeigte sich in den anschließenden Nachrufen. Hans Müllhofer sprach für den KAB-Ortsverband Pleystein, dem Hans Rewitzer schon 1968 beigetreten war. Er habe sich im Vorstandsgremium über viele Jahre hinweg engagiert und sich für die Rechte und Belange der Arbeitnehmerschaft eingesetzt. Als ehemaliger Nachbar sprach Hans Müllhofer auch private Worte und betonte die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit des Verstorbenen.
Der Fotoclub Pleystein trauere um seinen Gründungsleiter, sagte Alois Hubmann, Vorsitzender des Fotoclubs Pleystein, der 1973 gegründet wurde. Bei den ersten Farbdiavorträgen über Pleystein und Umgebung, Flora und Fauna, sei Hans Rewitzer maßgeblich mit seinen Bildern beteiligt gewesen. Sein Augenmerk beim Fotografieren galt Pleystein und seiner Natur. Erst vor kurzem sei Hans Rewitzer noch zum Ehrenmitglied des Fotoclubs ernannt und für die 55-jährige Gründungsmitgliedschaft geehrt worden, sagte Hubmann.
Die Lebenserfahrung geteilt
Hans Rewitzer, Vorsitzender der Feuerwehr Pleystein, erinnerte, dass der jetzt Verstorbene seit 52 Jahren Mitglied der Wehr war. CSU-Ortsvorsitzender Rainer Rewitzer nannte den Verstorbenen, seit 1973 Mitglied des Ortsverbandes, stets am politischen Leben in seiner Heimat interessiert. Er habe seine Lebenserfahrung bei Gesprächen mit eingebracht und zeigte damit auf, wie eine Kommune entwickelt werden kann.
Johann Walbrunn sprach die Nachrufe für den Krieger- und Soldatenverein Pleystein und für den Männergesangverein 1895 Pleystein e. V., dem er 1977 beigetreten war, der sich über die Unterstützung Hans Rewitzers als förderndes Mitglied freuen durfte. Der Männergesangverein werde anschließend am Grab den Choral „Über den Sternen wohnet Gottes Frieden“ als Dank für die langjährige Treue singen, sagte Johann Walbrunn.




