NEW Perspektiven: Wenn andere Abschied nehmen - Arthur zeigt seinen Alltag als Bestatter
NEW Perspektiven: Wenn andere Abschied nehmen - Arthur zeigt seinen Alltag als Bestatter
Wer beim Beruf des Bestatters ausschließlich an die Beerdigung auf dem Friedhof denkt, sieht nur einen Teil der Arbeit. Rund um einen Todesfall müssen zahlreiche Aufgaben koordiniert werden. Verstorbene werden überführt und versorgt, Angehörige beraten, Termine abgestimmt und Trauerfeiern vorbereitet.
Dazu kommen organisatorische und rechtliche Abläufe. Gleichzeitig findet die Arbeit in einer Situation statt, in der Angehörige oft unter einer enormen emotionalen Belastung stehen. Für Bestatter bedeutet das, professionell zu handeln und trotzdem ein Gespür dafür zu haben, was Menschen in diesem Moment brauchen.
Ein Beruf ganz nah am Menschen
Kaum ein anderer Beruf begleitet Menschen in einem vergleichbaren Moment. Innerhalb kurzer Zeit müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Gleichzeitig geht es um einen Menschen, um Erinnerungen und um die Frage, wie ein passender Abschied aussehen kann.
Genau darin liegt eine Besonderheit des Berufs: Technische und organisatorische Abläufe müssen funktionieren, dürfen aber nie die persönliche Situation aus dem Blick verlieren. Beratung und Betreuung der Angehörigen sind deshalb ein fester Bestandteil des Berufsbildes.
Arthur gibt Einblicke hinter die Kulissen
Für Menschen wie Arthur gehört der Umgang mit Tod und Abschied zum Berufsalltag. Was für andere eine außergewöhnliche Situation ist, verlangt von einem Bestatter deshalb Routine – ohne dass der einzelne Mensch dadurch zur Routine werden darf.
Wie sieht ein solcher Berufsalltag tatsächlich aus? Welche Aufgaben gehören dazu? Und wie geht ein Mensch damit um, regelmäßig mit Tod und Trauer konfrontiert zu sein? Arthur zeigt, was hinter einem Beruf steckt, den zwar fast jeder kennt, über den aber nur wenige wirklich etwas wissen:
Ein anderer Blick auf ein schwieriges Thema
NEW Perspektiven zeigen damit auch eine Arbeitswelt, die sonst selten öffentlich sichtbar wird. Denn Tod und Bestattung gehören ebenso zum gesellschaftlichen Leben wie Geburt, Ausbildung, Arbeit oder Familie.
Der Bundesverband Deutscher Bestatter sieht deshalb auch die Enttabuisierung von Tod und Trauer als eine seiner Aufgaben. Gleichzeitig hat sich das Bestattungswesen zu einem vielseitigen Dienstleistungs- und Handwerksbereich entwickelt.
Arthurs Einblick macht einen Beruf sichtbar, bei dem es nicht nur um den letzten Weg eines Menschen geht. Es geht vor allem darum, andere Menschen auf einem der schwierigsten Wege ihres Lebens ein Stück zu begleiten.
Berufsbild Bestattungsfachkraft
Die anerkannte Berufsausbildung zur Bestattungsfachkraft dauert drei Jahre. Ausgebildete Fachkräfte arbeiten vor allem in Bestattungsunternehmen und Friedhofsverwaltungen.
Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Beratung und Betreuung von Angehörigen, die Organisation von Bestattungen und Trauerfeiern, die hygienische Versorgung Verstorbener sowie Überführung, Aufbewahrung und Aufbahrung. Hinzu kommen friedhofstechnische Arbeiten, Verwaltungsaufgaben, rechtliche Vorgaben und Fragen der Bestattungsvorsorge.
Als berufliche Weiterbildung ist unter anderem die Qualifikation zum Bestattermeister beziehungsweise zur Bestattermeisterin möglich.




