Pfarrei Thurndorf überreicht am Neujahrsempfang eine Spende an Comboni-Missionare

Pfarrei Thurndorf überreicht am Neujahrsempfang eine Spende an Comboni-Missionare
Gleich am ersten Tag des neuen Jahres luden die Verantwortlichen der Pfarrei zum Neujahrsgottesdienst in die Pfarrkirche mit anschließendem Empfang im Pfarrheim. Pater Samuel Patton war es ein Anliegen, die Gläubigen zu ermutigen, sich für eine lebendige Pfarrei zu engagieren und Bereitschaft zu zeigen, bei den anstehenden Wahlen zum Pfarrgemeinderat für eine Kandidatur zur Verfügung zu stehen. Für den weiteren Betrieb des Kindergartenbusses wies Kirchenpfleger Franz Eller auf eine notwendige Neuorganisation hin, um einen regulären Betrieb zu ermöglichen.
Aus diesem Grund hatten die betroffenen Eltern der Kindergartenkinder einen Verein gegründet. Auch für den Unterhalt des Pfarrheims steht man vor planerischen und finanziellen Herausforderungen. Für Pfarreien dieser Größe können seitens des Bistums keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung gestellt werden. Nun gilt es, neue Wege zu finden, um auch weiterhin einen Mittelpunkt zur Zusammenkunft im Dorf beziehungsweise in der Pfarrei zu haben.
Neujahrsempfang in Thurndorf: Aufruf zum Engagement
Bürgermeister Ewald Plössner wies auf den Umstand hin, dass er es in „seiner“ Gemeinde gleich mit zwei Bistümern zu tun habe und er darüber sehr froh sei. Das Wichtigste sei es in der politischen und kirchlichen Gemeinschaft, dass es eine gute und reibungslose Zusammenarbeit gebe, vor allem immer dann, wenn es notwendig ist.
Comboni-Missionare berichten über Lage im Sudan
Pater Markus Körber, Leiter beziehungsweise Prokurator der Comboni-Missionare in Ellwangen, schilderte deren Arbeit im Sudan. Zum einen leiden die Menschen unter dem seit Langem anhaltenden Bürgerkrieg und darüber hinaus unter den klimatischen Widrigkeiten. Zu allem Unglück werden die Menschen im Bezirk Fangak als „Rebellen“ und somit als Feinde eingestuft, deswegen kam es im vergangenen Frühjahr zu einem Angriff des Militärs. Daraus resultierte wiederum eine Fluchtbewegung großer Teile der Bevölkerung.
Zudem sind in Zentralafrika schwere Regenfälle aufgetreten, woraus folgt, dass der Pegel des Nils stark angestiegen ist. Dazu kam noch ein Dammbruch, in dessen Folge ein größeres Wohngebiet samt der dazugehörigen Missionsstation überflutet wurde. Nach Auskunft der dortigen Behörden wird eine Rückkehr der Menschen in ihre angestammten Gebiete in diesem Jahr nicht möglich sein. Durch die Überflutungen wurden die Ernten vernichtet.
Spende aus Thurndorf unterstützt Fischfang-Projekt
Aber wo es Wasser gibt, kann man auch Fischfang betreiben. Dafür werden Fischnetze und Seile benötigt. Die Comboni-Missionare wollen hier bei der Beschaffung behilflich sein. Für dieses Projekt konnten der Pfarrgemeinderat und die KLJB der Pfarrei 1.300 Euro als Spende überreichen. Der Betrag konnte von beiden Gremien aus dem Erlös vom Fastenessen und dem Verkauf von Kuchentüten erzielt werden. Das Essen war von der örtlichen BRK-Gruppe zubereitet worden.




