Rotaract Weiden besucht die 2BE Ranch in Halmesricht bei Weiden
Rotaract Weiden besucht die 2BE Ranch in Halmesricht bei Weiden
Die 2BE Ranch ist auf den ersten Blick ein riesiges Areal für Pferde bei Neunkirchen oberhalb Weidens gelegen. Doch was steckt dahinter? Rund 20 Mitglieder und Gäste des Rotaract Clubs Weiden haben im Rahmen eines Clubabends die 2BE Ranch in Halmesricht besucht und sich informiert. Die Tochter des Gründerehepaares Pauline Engel führte die Gruppe durch den auf Zucht und Training von Reining-Pferden spezialisierten Betrieb und gab Einblicke in Tierhaltung, Trainingsbedingungen und Arbeitsorganisation.
Geschichte der 2BE Ranch
Die Geschichte der 2BE Ranch begann Ende 2015. Damals gründete Bernice Engel gemeinsam mit Patryk Peszke Engel Performance Horses, um sich professionell dem Training und der Präsentation von Reining-Pferden auf Turnieren zu widmen. Schon bald zeigte sich, dass für die weitere Entwicklung ein eigener, speziell auf die Anforderungen des Reining-Sports zugeschnittener Betrieb überaus sinnvoll war.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Christian Engel entwickelte Bernice Engel deshalb die Idee für eine eigene Trainings- und Zuchtanlage. Bei der Planung standen von Anfang an professionelle Trainingsbedingungen, eine durchdachte Pferdehaltung und effiziente Arbeitsabläufe im Mittelpunkt.
Anfang 2020 begann der Bau der 2BE Ranch. Noch Ende desselben Jahres konnten Bernice und Christian Engel mit ihren Pferden die neue Anlage beziehen. Damit wurde der lange gehegte Wunsch nach einer eigenen Ranch für die Zucht und das Training von Reining-Pferden Wirklichkeit.
Einblicke in die 2BE Ranch
Bei der Führung über die 2BE Ranch stand zunächst die moderne Infrastruktur des Betriebs im Mittelpunkt. Die Anlage verfügt unter anderem über rund 65 Pferdeboxen, eine 80 mal 40 Meter große Reithalle mit Wettkampfmaßen sowie weitläufige Flächen für Zuchtstuten und Jungpferde.
Pauline Engel erklärte den Besuchern, dass die Ranch von Beginn an so geplant worden sei, dass Arbeitsabläufe möglichst effizient gestaltet und zugleich die körperliche Belastung der Mitarbeiter reduziert werde. Viele kleine Details im Stallalltag sollen die tägliche Arbeit erleichtern und gleichzeitig mehr Zeit für die Versorgung der Pferde und die Pflege der Anlage schaffen.
Reining verlangt Präzision und Vertrauen
Die 2BE Ranch ist auf Zucht und Training von Reining-Pferden spezialisiert. Reining ist eine Disziplin des Westernreitens, bei der Pferd und Reiter eine festgelegte Abfolge verschiedener Manöver absolvieren. Dazu gehören unter anderem schnelle und langsame Zirkel, Galoppwechsel, Spins, Rollbacks und der sogenannte Sliding Stop.
Beim Sliding Stop bremst das Pferd aus dem Galopp stark ab und gleitet dabei kontrolliert mit der Hinterhand über den Boden. Reining verlangt ein hohes Maß an Balance, Durchlässigkeit und eine sehr feine Abstimmung zwischen Pferd und Reiter. Ziel ist es, die Übungen möglichst präzise und scheinbar mühelos auszuführen.
Tierwohl als Teil der Betriebsphilosophie
Im Mittelpunkt der Führung stand auch die Philosophie der Ranch. „Unsere Philosophie beruht darauf, dass Pferde genau wie Menschen nur dann langfristig Höchstleistungen erbringen können, wenn sie nicht nur körperlich, sondern auch mental gesund sind“, erklärte Pauline Engel.
Dieser Gedanke zieht sich durch das gesamte Haltungskonzept der 2BE Ranch. Während die Trainingspferde trotz Einzelboxen möglichst viel Kontakt zu Artgenossen haben, wachsen Zuchtstuten und Jungpferde Tag und Nacht in Herden auf. Die Fohlen können so gemeinsam mit ihren Müttern ihr Sozialverhalten entwickeln und sich mit viel Bewegungsfreiheit natürlich entfalten.
Familiäres Miteinander im Team
Neben dem Tierwohl sprach Pauline Engel auch über das Miteinander auf der Ranch. „Wir sind besonders stolz darauf, dass unsere Mitarbeiter alle langjährig bei uns sind und unsere Philosophie teilen. Wir arbeiten hier alle zusammen in einem familiären Umfeld in einer Branche, die viel Herzblut verlangt.“
Um den Zusammenhalt zu stärken, esse das Team jeden Mittag gemeinsam. Dadurch werde der Austausch gefördert und Probleme könnten schnell an die richtigen Ansprechpartner weitergegeben werden.
Beim anschließenden Ausklang bedankte sich der Präsident des Rotaract Clubs Weiden, Luca Weidlich, bei Pauline Engel für die Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke in den innovativen Betrieb.


