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Spenden statt schenken beim Fischereiverein

Etzenricht. In der letzten Monatsversammlung hatte sich zu den Anglern des Etzenrichter Fischereivereins eine Frau gesellt, die mit ihren Worten eine seltene, nachdenkliche Atmosphäre auslöste.

Spenden statt schenken beim Fischereiverein

Vorsitzender Fritz Kick (rechts) und sein Stellvertreter Gerhard Lederer übergeben an Susanne Wagner vom Hospiz Sankt Felix eine Spende. Foto: Sylvia Wallinger

Vorsitzender Fritz Kick erläuterte, dass es sich bei dem Gast um Susanne Wagner, Leiterin des Hospizzentrums Sankt Felix, handelt. Der Fischereiverein hat sich dazu entschlossen, statt Weihnachtsgeschenke an Verpächter zu geben, Sozialeinrichtungen zu unterstützen. In diesem Jahr geht das Geld an das Hospiz Sankt Felix. Kick bekundete dabei seinen hohen Respekt für die Arbeit in der Einrichtung.

Ein Einblick in die Einrichtung

Um den vielen anwesenden Anglern einen Einblick zu geben, erzählte Frau Wagner von der Tätigkeit, die durch ein Hospiz geleistet wird. Ein Teil sei die stationäre Einrichtung, ein weiterer wichtiger Teil gehe über den ambulanten Hospizdienst. Hier wird ein Hospizbegleiter gestellt, der für schwerstkranke Menschen eine große Hilfestellung darstellt.

„Es bedeutet nicht, dass Menschen im Hospiz nur die letzten Stunden vor dem Tod sind.“ „Manchmal kann es sein, dass die kranken Menschen dort über Wochen, Monate oder auch Jahre verweilen können.“ „Für die ‚Gäste‘, die bei uns sind, soll eine lebenswerte Zeit und ein wenig Freude geschaffen werden“, so Frau Wagner.

„Manchmal braucht der Mensch Ruhe, um den Gedanken sterben zu müssen, anzunehmen.“

Susanne Wagner

Die Stille und die Spende

Während ihrer kurzen Ansprache konnte man wahrlich eine Stecknadel fallen hören. Jedes Wort von Frau Wagner wurde von den Anwesenden aufgesogen und erzählte ein vollkommen anderes Bild dieser Einrichtung, als von vielen vermutet.

„Wer möchte, darf gerne vorbeischauen und das Hospiz kennenlernen“, lud Frau Wagner ein.

Sie bedankte sich außerordentlich für die Zuwendung von 250 € durch den Fischereiverein, denn es sei nötig, Spenden zu sammeln. Jährlich gingen etwa 5 Prozent der Finanzierung für die Hospizarbeit nur über Spendengelder.

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