Sprach-Kita hinterlässt bleibende Spuren – Veränderungen in der Kindertagesstätte Don Bosco Vohenstrauß

Sprach-Kita hinterlässt bleibende Spuren – Veränderungen in der Kindertagesstätte Don Bosco Vohenstrauß
Seit 2017 nimmt die Kindertagesstätte Don Bosco am Programm „Sprach-Kitas“ teil – zunächst als Bundesprogramm und ab 2023 als Landesprogramm. Von 2020 bis 2026 begleitete es Angelina Voith als Sprach-Kita-Fachkraft und setzte gemeinsam mit dem pädagogischen Team zahlreiche Projekte und Impulse um. Zum 31. Dezember 2026 läuft das Programm aus, viele seiner Inhalte werden jedoch weiterhin den Kita-Alltag prägen.
Im Mittelpunkt der Sprach-Kita standen die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit den Familien. Sprache wurde dabei nicht nur in gezielten Angeboten aufgegriffen, sondern als fester Bestandteil des gesamten Kita-Alltags verstanden. Im gemeinsamen Spiel, bei Gesprächen, in Projekten und mithilfe unterschiedlicher Medien erhielten die Kinder vielfältige Möglichkeiten, sich auszudrücken, miteinander in Kontakt zu treten und ihre Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse mitzuteilen. Über die Jahre entstanden zahlreiche Projekte zu Sprache, Inklusion und Elternarbeit. So halfen beispielsweise die „Farbenmonster“ und eine Corona-Handpuppe den Kindern dabei, Gefühle und Veränderungen während der Pandemie kindgerecht zu verarbeiten. Auch die Kinderrechte wurden aufgegriffen, sodass die Kinder lernten, ihre Meinung zu äußern, mitzubestimmen und eigene sowie fremde Grenzen zu achten.
Sprach-Restaurant vertieft Kommunikation im Alltag
Ein besonderes Highlight war und ist das Sprach-Restaurant im Eingangsbereich des Kindergartens. Die Idee entstand aus den Interessen und Alltagserfahrungen der Kinder, da Restaurantbesuche, Einkaufen, Kochen und gemeinsames Essen vielen von ihnen vertraut sind. Im gemeinsamen Spiel erleben sie, welche Aufgaben und Berufe es in einem Restaurant gibt, wie eine Bestellung aufgegeben wird und wie Menschen höflich miteinander sprechen. Dabei können die Kinder eigene Erlebnisse einbringen, verschiedene Rollen ausprobieren und ihren Wortschatz ganz nebenbei erweitern. Das inzwischen fest im Kita-Alltag verankerte Projekt wird auch über das Ende des Sprach-Kita-Programms hinaus fortgeführt.
Da Sprache eine wichtige Grundlage für Inklusion, Integration und gesellschaftliche Teilhabe darstellt, wird Julia Dobmaier das Projekt zukünftig als Fachkraft für Integration und Inklusion übernehmen. Damit kommt es im beliebten Restaurant gewissermaßen zu einem „Pächterwechsel“. Im März 2026 schloss Julia Dobmaier zudem ihre Ausbildung zur Fachkraft für bayerische Kindertageseinrichtungen erfolgreich ab.
Abschlussandacht und Übergang in die Kindergartengruppen
Veränderungen und neue Wege gehören jedoch nicht nur zum Alltag im Kindergarten. Auch für einige Kinder aus der Krippe beginnt bald ein neuer Lebensabschnitt: Im September wechseln sie aus ihren bisherigen Krippengruppen in die Kindergartengruppen der Einrichtung. Aus diesem Anlass fand am Freitag, 31. Juli 2026, gemeinsam mit Herrn Dekan Hösl eine Abschlussandacht für die zukünftigen Kindergartenkinder statt. In der Mitte war ein großes Haus aufgebaut, dessen Fenster in den Farben der jeweiligen Kindergartengruppen gestaltet waren.
In den Fenstern befanden sich Kerzen und Bilder der Kinder, die symbolisch bereits ihren neuen Platz im Kindergarten zeigten. Im Verlauf der Andacht durfte jedes Kind über eine Brücke gehen. Diese stand für den Weg von der Krippe in den Kindergarten und machte den bevorstehenden Übergang für die Kinder sichtbar und erlebbar. Der Gang über die Brücke verdeutlichte noch einmal, welch großer Entwicklungsschritt vor ihnen liegt: Vertrautes wird zurückgelassen, während gleichzeitig neue Räume, Beziehungen und Erfahrungen auf sie warten.
So endet für die Kindertagesstätte Don Bosco zwar zum Jahresende ein langjähriges Programm, doch viele seiner Inhalte, Ideen und Werte werden weitergetragen. Gleichzeitig beginnen für die Krippenkinder neue Wege. Sowohl das Sprach-Restaurant mit seiner neuen „Pächterin“ als auch die zukünftigen Kindergartenkinder zeigen: Veränderungen bedeuten nicht nur Abschied, sondern bieten immer auch Raum für Begegnungen, Entwicklung und einen neuen Anfang.
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