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Verabschiedung von Elke Hör in Floß nach 45 Jahren Dienst

Floß. Elke Hör wird nach 45 Jahren im Kindergarten Unterm Regenbogen geehrt. Pfarrer, Diakonieverein und Kinder danken in der Pfarrkirche St. Johannes Baptista mit Liedern, Gebeten und warmen Worten.

Floß. Elke Hör wird nach 45 Jahren im Kindergarten Unterm Regenbogen geehrt. Pfarrer, Diakonieverein und Kinder danken in der Pfarrkirche St. Johannes Baptista mit Liedern, Gebeten und warmen Worten.
Bilder: Fred Lehner

Verabschiedung von Elke Hör in Floß nach 45 Jahren Dienst

Elke Hör: 45 Jahre im Dienst des Kindes

Langjähriger Einsatz bei der Evangelischen Gemeindediakonie Floß

„Der Verein befolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke durch Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege, insbesondere durch die Unterhaltung einer Gemeindediakonissenstation, der Kinderpflege im Sinne der Inneren Mission und durch den Unterhalt eines Kindergartens.“ Diese Satzungsbestimmungen wurden vor über 126 Jahren durch den damaligen evangelischen Pfarrer und späteren Dekan Adolf Bauer bei der Gründung des Vereins „Evangelische Gemeindediakonie e. V. Floß“ einstimmig beschlossen. Erhalten geblieben ist die Kinderpflege mit Unterhalt eines Kindergartens, während die Gemeindediakonissenstation aufgelöst werden musste. Ähnlich verhielt es sich mit der Armenpflege und deren Unterstützung.

Heute ist der neu erweiterte und sanierte Kindergarten „Unterm Regenbogen“ aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Leben des Marktes nicht mehr wegzudenken. Kinder können, in dieser Erziehungsstätte untergebracht, eine zeitgemäße Form christlicher Diakonie erleben. Träger des Kindergartens ist der Diakonieverein.

Kindergarten Unterm Regenbogen prägt das Gemeindeleben

Eine Besonderheit: Wie keine zweite Erzieherin kann Elke Hör auf eine nunmehr 45-jährige Arbeit im Kindergarten der Gemeindediakonie zurückblicken. Ihre souveräne, vorbildliche Arbeit, ihre beispielhafte Kollegialität und jederzeitige Unterstützung sowie ihr vorzügliches Verständnis sind herausragende Tugenden, die dem Kind und der Einrichtung des Kindergartens sehr zugute kommen. Dieses Engagement macht den Kindern viel Freude und Mut. Sie ist eine Berufskollegin und Erzieherin, die in den 45 Jahren alle Höhen und Tiefen des Kindergartens erfahren und sich durch ihr liebevolles und hingebungsvolles Verhalten größte Verdienste im Dienst des Kindes erworben hat.

Lob, Dank und Anerkennung waren es, die Elke Hör im Rahmen eines Festaktes in der Pfarrkirche St. Johannes Baptista durch Pfarrer Wilfried Römischer, die Gemeindediakonie und das Team der Erzieherinnen des Kindergartens erfahren durfte. Den Glanz der Gratulanten bildeten die Kinder, die mit Lied und Gebet aufwarteten und der Feierstunde ihren Stempel aufdrückten.

Bilder: Fred Lehner
Von links: Elke Hör,Vorsitzender Manfred Venzl und Pfarrer Wilfried Römischer. Bilder: Fred Lehner
Lob, Dank und Anerkennung wurden Elke Hör bei ihrer Verabschiedung zuteil. Bilder: Fred Lehner

Festakt in St. Johannes Baptista mit Liedern und Segen

Lang war der Zapfenstreich vom Kindergarten in das Gotteshaus, wo alles festlich geschmückt war. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Kantor Andreas Kunz. Nach dem Glockengeläut und dem Wort der Begrüßung durch Pfarrer Römischer versammelten sich die Kinder im großen Altarraum, in dem auch Elke Hör unter dem Regenbogen Platz genommen hatte. Dann ertönte das Lied „Singen unter dem Regenbogen“, während der Pfarrer mit Gebet und der Predigt „Wir sagen Servus und Gott segne dich“ aufwartete.

SSV Jahn
SSV Jahn

Im Gebet des Dankes sprach der Pfarrer Gottes Treue, Vergebung und Frieden unterm Regenbogen an. Darauf sangen die Kinder „Ich schenk dir einen Regenbogen“. Den Fürbitten und dem Vaterunser folgte der Segen durch das Team des Kindergartens mit den beiden Leiterinnen Kristina Schaller und Heidi Hippmann. Das Segenslied „Gott sei vor dir“ rundete die eindrucksvolle Fest- und Feierstunde ab.

Dank- und Abschiedsworte für eine Erzieherin mit Herz

Für den Träger des Kindergartens, der Evangelischen Gemeindediakonie, überbrachte Vorsitzender Manfred Venzl die Dankesworte an Elke Hör, einer Erzieherin mit Herz, Verstand und gelassener Ruhe, die den Kindergarten mitgeprägt hat. „Hier habe die Chemie gestimmt“, hielt Venzl gerne fest. Ein Abschiedspräsent war Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für einen großartigen Dienst. Das unterstrich für den Elternbeirat die Sprecherin Angela Feiler, und schließlich wussten Kristina Schaller, Heidi Hippmann und Michaela Riebl als Kolleginnen in Gedichtform viel zu erzählen. Heidi Hippmann glänzte mit ihren Anekdoten, und auch hier blieben die Präsente nicht aus. Es drängte Elke Hör förmlich, für diesen Festakt ein Dankeschön zu sagen. Die sichtlich gerührte Erzieherin sprach davon, dass sie vor 45 Jahren einen Lottogewinn machte und im Flosser Kindergarten eine Berufsstellung erhielt. „Ich war gerne in Floß und fühle mich jetzt wie im Urlaub.“ Ihr Dankeschön erfasste alle. Das war alles noch nicht vorbei. Im Kindergarten gab es einen Sektempfang und freundliche Gespräche, die noch lange anhielten.