Attraktion im Waldnaabtal: Wasserrad bei der Blockhütte erneuert
Attraktion im Waldnaabtal: Wasserrad bei der Blockhütte erneuert
Das Wasserrad dreht sich wieder: Bei der Blockhütte im idyllischen Waldnaabtal ist ein Stück Geschichte wieder zum Leben erwacht. Nach intensiver Vorbereitung und mit handwerklicher Präzision wurde das neue Schöpfrad aus massivem Eichenholz installiert. Damit knüpft das Projekt an eine lange Tradition an, die tief in der Region nahe Tannenlohe verwurzelt ist.
Wasserrad als Gemeinschaftsprojekt
Hinter der Revitalisierung steckt eine enge Zusammenarbeit mehrerer Partner. Der Rotary Club Stiftland, der Markt Falkenberg und die Ortsgruppe des Oberpfälzer Waldvereins Falkenberg e. V. haben das Projekt gemeinsam vorangetrieben. Unterstützung kam zudem vom Rotary Club Weiden sowie vom Distrikt 1880. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 40.000 Euro.
Die Idee für das neue Wasserrad geht auf Zimmerermeister Toni Schatzberger zurück. Bereits während seiner Zeit als Präsident des Rotary Club Stiftland brachte er das Vorhaben ins Gespräch. Der aktuelle Präsident Herbert Männl griff die Initiative wieder auf und führte sie konsequent weiter.
Präzisionsarbeit am Schöpfrad
Die Umsetzung verlangte viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Gemeinsam mit seinem Sohn Antonio sowie den Mitarbeitern der Zimmerei Schatzberger fertigte Toni Schatzberger das neue Schöpfrad. Schließlich hievten sie nun die Konstruktion millimetergenau auf das Fundament aus dem Jahr 1977. Dieser Moment markierte den Höhepunkt einer zweijährigen Planungsphase.
In dieser Zeit standen Vermessungen, Genehmigungsverfahren und die eigentliche Fertigung im Mittelpunkt. Auch die Abstimmung mit Behörden und Partnern erforderte Geduld. Dennoch verlief alles reibungslos, sodass das neue Wasserrad jetzt zuverlässig seinen Dienst aufnehmen kann.
Tradition und Nutzen im Einklang
Früher gab es entlang der Waldnaab mindestens drei solcher Schöpfräder. Sie dienten dazu, landwirtschaftliche Flächen zu bewässern und Teiche zu speisen. Heute erinnert nur noch das Wasserrad an der Blockhütte an diese Zeit. Genau deshalb hat das Projekt eine besondere Bedeutung für die Region.
Das erneuerte Rad wird künftig wieder Wasser in einen nahegelegenen ehemaligen Teich leiten. Dieser ist derzeit ausgetrocknet. Ziel ist es, den ursprünglichen Zustand der Landschaft wiederherzustellen. Sobald genügend Wasser vorhanden ist, sollen Graskarpfen eingesetzt werden. Die Befüllung des Teichs kann bis zu einem Jahr dauern. Denn nur wenn die Waldnaab genügend Wasser führt, entnehmen die Schöpfkästen am Rad Wasser und leiten es durch ausgehöhlte Baumstämme zum Fischteich.
Das erneuerte Wasserrad als kulturelles Symbol
Das Wasserrad gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen der nördlichen Oberpfalz. Viele Besucher verbinden persönliche Erinnerungen mit diesem Ort.
Christian Schönberger vom Rotary Club Stiftland bringt es auf den Punkt: „Das Wasserrad und die Blockhütte gehören zusammen und sind eine große naturnahe Attraktion in dieser einmaligen Landschaft.“ Dieses Zusammenspiel aus Natur und Kultur macht den besonderen Reiz aus.
Auch Herbert Männl betont die Bedeutung der Zusammenarbeit. Er freute sich besonders, dass die Weidener Rotarier mit Präsident Robert Stahl die Verwirklichung tatkräftig unterstützten.
Richtspruch zur gelungenen Installation
Zur Einweihung wurde traditionell ein Richtspruch von Zimmerermeister Toni Schatzberger vorgetragen. Dieser würdigte die Bedeutung des neuen Wasserrads. Darin wird das Rad als Symbol für Handwerk, Natur und Beständigkeit beschrieben. Es erinnert an die frühere Nutzung und blickt zugleich optimistisch in die Zukunft.
Der Schlusssatz fasst die Botschaft in Reimform zusammen:
Hoch das Glas, mit kräftigem Klang –
damit sich das Rad dreht ein Leben lang.
Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektive
Das neue Wasserrad besteht aus robustem Eichenholz. Im Vergleich zur alten Konstruktion verspricht dies eine deutlich längere Lebensdauer. Während das frühere Rad etwa 20 Jahre den Naturgewalten standhielt, setzen die Initiatoren nun auf mehr Beständigkeit.
Begleitet wird das Projekt von den Bayerischen Staatsforsten. Sie bringen ihre fachliche Expertise ein und unterstützen die nachhaltige Umsetzung. Dadurch wird sichergestellt, dass das Wasserrad Waldnaabtal langfristig erhalten bleibt.
Auch die Gemeinde Falkenberg spielt eine wichtige Rolle. Sie übernimmt die Trägerschaft und sorgt für die organisatorische Umsetzung. Bürgermeister Matthias Grundler bedankte sich bei allen Initiatoren und Ausführenden.
Am Sonntag Eröffnung mit Festgottesdienst
Am Sonntag, den 10. Mai 2026 ist die große Eröffnung für Wanderer und Familien geplant. Dazu findet ein feierlicher Festgottesdienst mit Segnung des Wasserrades um 10.00 Uhr statt. Anschließend gibt es Frühschoppen, Mittagessen und Biergartenbetrieb.
Der Rotary Club Stiftland serviert am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Dazu spielen die „Heusterz Musikanten“ aus „Dirscharaad“ (Tirschenreut).








