VR Nopf
VR Nopf

CSU-Ortsverband veranstaltet Neujahresempfang

Pleystein. Der CSU-Ortsverband Pleystein lud am Donnerstagabend zum Neujahrsempfang ins Zottbachhaus ein.

CSU-Ortsverband veranstaltet Neujahresempfang

Bei den Reden der Ehrengäste hörten alle aufmerksam zu. Foto: Walter Beyerlein
Der Raum hatte für einige Anwesenden eine besondere Bedeutung. Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein

CSU-Ortsvorsitzender Rainer Rewitzer nannte die Bayerische Staatsregierung „das bürgerlich solide Gegenmodell zur Chaosampel in Berlin“. MdL Tobias Reiß forderte auf, die derzeitigen Proteste im landwirtschaftlichen Bereich ernst zu nehmen, weil dies auch eine Frage des Respekts sei und sich nicht nur auf Diesel und andere Besteuerungen beschränke. CSU-Ortsvorsitzender Rainer Rewitzer verband seinen Willkommensgruß mit einem kurzen Rückblick auf das Jahr 2023.

Besondere Aura

Er nannte dieses Jahr in seiner Eigenschaft als „Wahljahr“ eine Herausforderung für jeden Einzelnen der Christlich-Sozialen Union. Das Ergebnis der Wahl gebe Bayern eine Stabilität mit einer verlässlichen Koalition für die Zukunft. „Wir sind das bürgerlich solide Gegenmodell zur Chaosampel in Berlin“, sagte der Pleysteiner CSU-Ortsvorsitzende und bezeichnete die Arbeit der Abgeordneten Stephan Oetzinger und Tobias Reiß als sichtbaren Beweis. Wichtig in Bayern sei auch, dass die „Regierung arbeite und nicht streite“.

Im Anschluss an sein Statement hieß Rainer Rewitzer die zahlreichen Ehrengäste, neben den beiden bereits genannten Landtagsabgeordneten, auch die Leiter der Polizeidienststellen aus Vohenstrauß und Waidhaus, die Bürgermeisterkollegen aus Speinshart, Bechtsrieth und Moosbach sowie Altbürgermeister Josef Zilbauer und die Vertreter der örtlichen Feuerwehr willkommen. MdL Tobias Reiß, auch Erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags, räumte dem Zottbachhaus als Veranstaltungsort eine für ihn „besondere Aura“ ein. Er kenne das Zottbachhaus noch von einem „legendären Fischessen“ her aus seiner Zeit bei der Jungen Union.

Proteste in der Landwirtschaft

Für ihn sei Gustl Lang eine echte „Respektsperson“ gewesen. Deshalb sehe er es als Ehre, an diesen Ort zum Neujahrsempfang eingeladen worden zu sein. „Ein Leben für die Heimat“, dieses Prädikat habe Gustl Lang ausgemacht, was wiederum Vorbildcharakter habe. „Gustl Lang hat ein Gespür für die Leute gehabt“. Hier zitierte Tobias Reiß auch Edmund Stoiber mit seinem Ausspruch „den Leuten aufs Maul schauen, aber nicht nach dem Mund reden“.

Tobias Reiß sieht die Notwendigkeit des direkten Kontaktes zu den Menschen, der „durch nichts ersetzbar ist“. Eine klare Ansicht gab Tobias Reiß zum Wirtschaftsgebaren des Staates ab: Er könne nur das Geld ausgeben, das er habe, das aber vorher aus der Landwirtschaft und der Unternehmerschaft erarbeitet werden müsse. Der derzeitige Protest im Bereich der Landwirtschaft müsse ernst genommen werden, auch wenn in Berlin nicht verstanden werde, dass es um mehr gehe als nur um Agrardiesel oder andere Besteuerungen.

Hilfe für Kliniken AG

Damit verbunden sei auch die Frage des Respekts, den Gustl Lang immer wieder gerade mit Blick auf seine Heimat erwiesen habe. Damit leitete der Landtagsvizepräsident auf die „irrelevante“ Einstufung des ländlichen Raumes durch die Bundesregierung über, was sich im Besonderen in der Krankenhauspolitik zeige. Es stelle sich die Frage, wie in der Grenzregion mit der „Fehlanzeige Lauterbach“ eine Gesundheitsversorgung organisiert werden soll, die dem Menschen die Sicherheit gibt, bei einem Notfall bestens versorgt zu sein.

Zoigltermine
Zoigltermine

Hier blickt Tobias Reiß auf ein Fischessen im Jahr 2017 zurück, damals mit Landrat Simon Wittmann als Gastgeber, aus dem der Kernsatz weitergegeben wurde „die Region müsse eine verschworene Gemeinschaft sein“. Diese Aussage verband Tobias Reiß mit dem klaren Hinweis auf die Beteiligung des Landkreises Neustadt/WN im hohen Millionenbereich an der Kliniken AG, obwohl in diesem Landkreis kein Krankenhaus mehr betrieben werde.

Geld ist endlich

Es sei wichtig, dass wir in engem Schulterschluss an der Wissensregion weiterarbeiten, betonte Tobias Reiß, was wiederum zum Verbleib der Menschen in der Region beitragen könne. Reiß sprach auch die Behördenverlagerungen in die nördliche Oberpfalz an, wo 1.000 Menschen einen Arbeitsplatz finden. „Wir vertreten die Interessen in der Region, deshalb die Bitte an alle Kommunen ihre Wünsche uns zu schicken“.

Reiß vergisst aber auch nicht auf die Finanzen des Staates hinzuweisen. „Geld ist endlich, aber wir geben nicht mehr aus als wir einnehmen, auch wenn die Bundesregierung Luftschlösser mit Schattenhaushalten baut“. Andrea Lang überreichte Tobias Reiß als kleines Geschenk mit Erinnerungswert ein Weißbierglas mit dem Pleysteiner Wappen. Mit dem Bayern-Lied und der Nationalhymne, gespielt von der Stadtkapelle Pleystein unter Leitung von Markus Schulz, endete der offizielle Teil des Neujahresempfangs, dem sich lockere Gespräche unter den Gästen anschlossen.