Einstimmig kommunale Wärmeplanung in Waidhaus beschlossen

Einstimmig kommunale Wärmeplanung in Waidhaus beschlossen
Die Kommunale Wärmeplanung ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Ziel ist es, eine nachhaltige und effiziente Wärmeversorgung zu gewährleisten, die auf erneuerbaren Energien basiert. Auf Bundesebene ist das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz – WPG) bereits seit 1. Januar 2024 in Kraft und verpflichtet die Bundesländer, sicherzustellen, dass ihre Kommunen bis spätestens 2028 einen Wärmeplan erstellen.
Waidhaus startet Umsetzung der Wärmeplanung
Den Beschluss zur Umsetzung hatte der Marktgemeinderat laut Markus Bauriedl im Februar 2025 gefasst. „Ziel war zunächst die Aufnahme des Ist-Zustands“, sagte der Bürgermeister in der Sitzung am Montag, 23. März. „Jetzt geht es darum, Möglichkeiten zur Umsetzung aufzuzeigen.“
Martin Gonschorek vom Institut für Energietechnik IfE GmbH in Amberg sprach dabei von einem langfristigen strategischen Prozess und blickte auf die intensive Arbeit des Aktionskreises mit der Einbindung von Behörden, Energieversorgungsunternehmen und des Marktgemeinderats zurück. „Eine gesetzliche Verpflichtung zum Bau gibt es für die Kommune nicht“, wies der Ingenieur und Projektleiter darauf hin.
IfE-Experte erläutert Prozess und Verpflichtungen
Neben der Bestandsanalyse mit dem Verbund kommunaler Gebäude im Rahmen des Wärmenetzverlaufs stellte Gonschorek bei der Potenzialanalyse fest, „dass Geothermie wenig Sinn macht. Die Alternativen sind überschaubar.“ Als Möglichkeiten nannte er eine Wärmeplanung mit Holz. „Da ist Potenzial da“, sagte er. Das gilt seinen Worten zufolge durchaus auch für Biogas.
Mit seinem Hinweis auf die langfristige strategische Planung bis 2045 bezeichnete er „Waidhaus-Nordwest“, „Waidhaus-Ortskern“ und „Waidhaus-Südost“ als sogenannte „Fokusgebiete“ und kündigte Informationsveranstaltungen an. Außerdem konnte er sich die Gründung einer Betreibergesellschaft vorstellen. „Zu den Kosten kann ich derzeit leider nichts sagen“, hob er noch hervor. Am Ende stand der einstimmige Beschluss zur Kommunalen Wärmeplanung, der im Internet veröffentlicht wird.
Fokusgebiete in Waidhaus und mögliche Betreibergesellschaft
Formsache war das gemeindliche Einvernehmen für die Verlängerung der Geltungsdauer der Baugenehmigung um zwei Jahre zur Errichtung von zwei Dachgauben auf einem Grundstück in der Gemarkung Pfrentsch. Das galt auch für den Anbau eines Wintergartens an das bestehende Wohnhaus in der Gemarkung Waidhaus. „Die Erschließung ist gesichert“, war jeweils die Feststellung des Bürgermeisters.
„Am 9. Mai findet der ‚Tag der Städtebauförderung‘ statt“, kündigte Bauriedl an. Präsentiert werden bei einem „Tag der offenen Tür“ die Gebäude Hauptstraße 17 und Türkenstraße 1 mit Aktionen für Kinder und Erwachsene von 13 bis 17 Uhr. „Das Architekturbüro Schönberger wird die Projekte vorstellen“, sagte der Rathauschef. Die Kosten bezifferte er auf 2.700 Euro und nannte als Zuschuss des Freistaats Bayern 60 Prozent. Der Marktgemeinderat war damit einverstanden, sodass die Verwaltung den entsprechenden Antrag stellen wird.
Städtebauförderung in Waidhaus: Tag der offenen Tür am 9. Mai
Zustimmung gab es auch zum Abschluss einer privatrechtlichen Vereinbarung mit dem Naturparkland Oberpfälzer Wald e.V. für das Regionalbudget 2026. Laut Bauriedl geht es dabei um das Projekt „Anwesen mit Hausnamen – ein wertvolles Stück Heimatgeschichte“, bei dem der Heimatkundliche Arbeitskreis (HAK) fest mit eingebunden ist. „Die Aktion stößt auf große Resonanz“, stellte der Bürgermeister fest.




