Hubert Schicker im Echo-Interview (2): Machen, statt immer nur reden
Hubert Schicker im Echo-Interview (2): Machen, statt immer nur reden
In Teil 1 des Interviews mit Hubert Schicker zeigte sich der Landratskandidat der Freien Wähler überzeugt, den Rückstand von circa acht Prozent auf den amtierenden Landrat Roland Grillmeier (CSU) aufholen zu können. Im zweiten Teil erläutert der 47 Jahre alte Pechtnersreuther (Waldsassen), was die vordringlichen Aufgaben eines Landrats Schicker wären und wie er diese anpacken will.
Das Thema Gesundheit schlägt im Landkreis Tirschenreuth hohe Wellen. Was sind Ihre Lösungsvorschläge?
Schicker: Die Sicherstellung einer flächendeckenden und wohnortnahen Gesundheitsversorgung ist zweifelsohne unsere größte Herausforderung. Gesundheit darf keine Frage des Wohnorts sein. Der Zugang zu Hausärzten, Fachärzten und Krankenhäusern muss für alle Bürgerinnen und Bürger gewährleistet sein – ob in der Stadt oder auf dem Land.
Ich bin für ein MVZ unter der Trägerschaft der Kliniken Nordoberpfalz
Hubert Schicker
Meine Vorstellung ist ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) im Landkreis unter der Trägerschaft der Kliniken Nordoberpfalz. Die KNO kann sich um die Abwicklung und Koordinierung auch über die Landkreisgrenzen hinaus kümmern. Wir brauchen eine Notfallversorgung, die diesen Namen auch verdient, und eine flächendeckende Ärztelandschaft. Dann hätten wir auch wieder eine Gesundheitsversorgung, die der Bevölkerung mehr Sicherheit und Zuversicht gibt.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem langfristigen Erhalt und der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Klinikums Nordoberpfalz. Gleichzeitig setzen wir Freien Wähler uns für Maßnahmen ein, die junge Ärztinnen und Ärzte dazu ermutigen, sich im Landkreis niederzulassen. Auch den Ausbau der Telemedizin sehen wir als wichtige Chance, bestehende Versorgungslücken zu schließen.

Hubert Schicker im Echo-Interview (1): Ein Landratskandidat geht in die Offensive
Tirschenreuth. Hubert Schicker geht in die Offensive. Nachdem bekannt wurde, dass er mit seiner Firma Insolvenz anmelden musste, erklärt der Freie Wähler im ECHO-Interview, warum dies kein Grund ist, auf die Landratskandidatur zu verzichten.
Wie beabsichtigen Sie, die Wirtschaft im Landkreis voranzubringen?
Schicker: Unser Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern und neue Investitionen in die Region zu holen. Besonders wichtig ist uns dabei die Unterstützung kleiner und mittelständischer Betriebe, die das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden. Der Landkreis muss ein attraktiver Standort für Unternehmen bleiben – und noch attraktiver werden. Deshalb setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, den Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie gezielte Maßnahmen zur Sicherung und Rückholung von Fachkräften, die für das Studium oder aus beruflichen Gründen den Landkreis verlassen haben. Junge Menschen sollen durch eine stärkere Vernetzung von Schulen, Ausbildungsbetrieben und Hochschulen in der Region gehalten werden. Ebenso wollen wir die Gründerszene stärken und innovative Unternehmen gezielt fördern.
Wir sitzen zu viel in Arbeitskreisen und an runden Tischen. Hier müssen wir konkreter werden und der Wirtschaftsförderung, die im Übrigen ausgezeichnete Leute hat, zur Seite stehen, die wichtigen Themen anpacken und nicht nur drüber reden. Mein Anspruch ist ein Landratsamt, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger willkommen fühlen und wo ihre Anliegen schnell und unbürokratisch erledigt werden.
Niemand soll aufgrund seines Wohnorts von der Mobilität abgehängt sein
Hubert Schicker
Mobilität ist auf dem flachen Land immer eine Herausforderung. Welche Lösungen haben Sie?
Schicker: Wir brauchen eine moderne und flächendeckende Mobilität, die den Landkreis besser vernetzt und für alle Generationen lebenswerter macht. Wir setzen uns für ein
flächendeckendes und bedarfsgerechtes Netz im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein, das alle Teile des Landkreises miteinander verbindet. Niemand soll aufgrund seines Wohnorts von der Mobilität abgehängt sein. Entscheidend ist, dass der ÖPNV nicht nur für Berufspendler, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger attraktiv ist. Dazu gehören dichtere Taktungen, bessere Verbindungen und innovative Angebote wie Rufbusse oder digitale Mitfahrplattformen. Auch die Erreichbarkeit der Kliniken Weiden, Bayreuth und Marktredwitz muss durch ein modernes Mobilitätskonzept verbessert werden.
Was verstehen Sie unter einer „effizienten Verwaltung“?
Schicker: Ich möchte eine Verwaltung, die nicht als Hindernis, sondern als Unterstützung wahrgenommen wird. Unser Anspruch ist ein Landratsamt, in dem sich Menschen willkommen fühlen und ihre Anliegen schnell sowie unbürokratisch erledigen können. Deshalb setzen wir auf moderne Verwaltungsstrukturen, den Ausbau digitaler Angebote und mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Abläufe im Landratsamt sollen effizient und transparent sein – damit Zeit gespart und Nerven geschont werden. Unser Anspruch ist, dass jede und jeder im Landkreis spürt: Die Verwaltung ist für mich da.







