Einsturzgefährdete Stützmauer an der Synagoge in Floß gefährdet den Verkehr

Einsturzgefährdete Stützmauer an der Synagoge in Floß gefährdet den Verkehr
Mit offenen Augen gehen viele Besucher bei den Besichtigungen und Führungen in die Synagoge auf dem Judenberg. Was auffällt, ist die seit Jahren schadhafte und teils einsturzgefährdete Stützmauer in der Bergstraße, direkt an der Synagoge, an der Abzweigung zur Judengasse. Die Mauerschäden werden immer größer und damit verbunden auch die Gefahr für den Straßenverkehr, hauptsächlich für den Fußgängerverkehr. Träger der Straßenbaulast ist die Kommune.
Interesse an der Synagoge ungebrochen
Besuche und Führungen in der Synagoge nehmen nicht ab, vielmehr gibt es weiterhin einen guten Zuspruch durch Gäste und Besucher, die von der Plößberger Straße zum jüdischen Gotteshaus zu Fuß kommen. Sie zeigen Interesse am jüdischen Kultus und an der über 300-jährigen Geschichte der früheren jüdischen Gemeinde, die bis zum Jahr 1942 bestand.
Bürgermeister Robert Lindner kennt die Situation. Versuche, öffentliche Mittel für dieses kleine Bauprojekt zu erhalten, blieben bisher ohne Erfolg. Auch mit dem Eigentümer der Synagoge, dem Landesverband der israelitischen Kulturgemeinden in Bayern, Sitz München, wurde Verbindung aufgenommen. Das Gemeindeoberhaupt bedauert es außerordentlich, dass bisher alle Anstrengungen einer Finanzierung mit öffentlichen Mitteln keine Chance hatten. Der Bürgermeister steht offen zu diesem Problem und meint, dass man nicht mehr länger warten könne.
Reparatur in diesem Jahr unwahrscheinlich
Ob es allerdings noch in diesem Haushaltsjahr möglich sein wird, die dringende Instandsetzung durchzuführen, müsse eher infrage gestellt werden. Der Bürgermeister ist sich aber sicher, dass spätestens im Frühjahr 2027 die Instandhaltungsarbeiten aufgenommen werden. Ein Aufwand, der durch die aufzubringende Eigenleistung des Marktes auch im Haushalt zu Buche schlägt.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Verkehrsbehinderung in der Bergstraße durch die Fassadenverkleidung eines Anwesens festgestellt. Seit Jahren bestehen die Verhältnisse, die teilweise eine Vollsperrung des Straßenteilstücks von der Plößberger Straße bis zur Synagoge verursachen. Auch zwei Parkplätze können in diesem Straßenbereich nicht benutzt werden – Erschwernisse, die sich im dichten Straßenverkehr sehr negativ auswirken. Die Bevölkerung, hauptsächlich die Verkehrsteilnehmer, würde es begrüßen, wenn diese seit Jahren bestehenden Behinderungen zeitnah behoben werden.
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