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Grafenwöhrs Stadtrat Gerhard Stümpfl tritt zurück

Grafenwöhr. Gerhard Stümpfl scheidet nach 33 Jahren aus dem Stadtrat aus. Bürgermeister und Vertreter aller Fraktion bedauern diesen Schritt. Mit ihm geht Wissen und Erfahrung im Gremium verloren.

Grafenwöhrs Stadtrat Gerhard Stümpfl tritt zurück

Bürgermeister Edgar Knobloch (links) bedauert mit Gerhard Stümpfl auch einen Freund aus dem Stadtrat verabschieden zu müssen. Foto: Stefan Neidl

Über 33 Jahre war Gerhard Stümpfl für die Freien Wähler Mitglied des Stadtrats in Grafenwöhr. Nun hat er aus gesundheitlichen Gründen ein Rücktrittsgesuch an die Stadt gestellt. „Zu meinem großen Bedauern“, wie Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) erklärt, „Du hast immer verdienstvoll zum Wohle der Stadt gehandelt.“ Dabei war Stümpfl stets bescheiden, „ich weiß, du magst es nicht gerne, wenn man über dich spricht, aber es gehört zum guten Stil“ und so zählte das Stadtoberhaupt einige Verdienste des scheidenden Stadtrats auf.

Verdienste für Stadt und Bürger

Stümpfl war im Rechnungsprüfungs- und Kulturausschuss, im Arbeitskreis für die Märkte, im Verwaltungsrat der Stadtwerke und „als dienstältester Stadtrat ist er weiterer Stellvertreter des Bürgermeisters“. Zur Vollständigkeit. An vielen Projekten der Stadt war Stümpfl beteiligt: der Start des Gründerzentrums, Straßen- und Brückenbaumaßnahmen, Bau des Sportparks, Sanierung der Kulturbühne am Schönberg und der Grund- und Mittelschule und natürlich die Modernisierung der Stadthalle: „Du kennst die Halle von Anfang an“, so Knobloch.

Kommunale Dankurkunde

Der Generalvertreter der Allianz mit eigener Agentur war schon Fraktionssprecher der Freien Wähler und Seniorenbeauftragter. Als großer Befürworter der Vereine war er auch großer Sponsor der Fußballjugend und hat das Geschehen in der Stadt mitgeprägt.

2008 hat ihm der Freistaat Bayern die Kommunale Dankurkunde für sein ehrenamtliches Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung verliehen. „Ich danke Dir als Mensch und Freund. Mit deiner ruhigen und ausgeglichenen Art warst du auch für den Zusammenhalt im Stadtrat mitverantwortlich“, erinnert sich der Bürgermeister.

Wertschätzung aller Fraktionen

„Du warst nie ein Mann großer Worte, aber immer ein angenehmer und loyaler Kollege, der nie in Parteigrenzen gedacht hat“, sagt CSU-Fraktionssprecher Gerald Morgenstern, er war einst 1990 gemeinsam mit Stümpfl in den Stadtrat eingezogen. Conny Spitaler (SPD) bedauerte, Stümpfl nicht lange als Stadtratskollegin begleitet zu haben.

Dennoch sprach sie ihm ihre Bewunderung für sein Herz in der Parteipolitik aus. Auch Thomas Schopf (FW) wusste, dass sein Fraktionskollege kein Freund großer Lobesreden ist: „Wir werden das intern nachholen. Mit deinem Ausscheiden geht viel Wissen und Erfahrung verloren.“

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Der Nachfolger steht bereit

Der 72-Jährige zeigte sich sichtlich gerührt. Edgar Knobloch wünschte ihm als Fischer „Petri Heil“ und viel Glück in seiner zweiten Heimat Gardasee. Der Stadtrat befürwortete einstimmig das Rücktrittsgesuch von Stümpfl. Listennachfolger ist Helmut Amschler. Der habe laut Thomas Schopf auch seine Bereitschaft zum Nachrücken erklärt.