Grünen-Politikerinnen diskutieren Energiewende bei Natur-Energietechnik in Floß

Grünen-Politikerinnen diskutieren Energiewende bei Natur-Energietechnik in Floß
In Floß hat das inhabergeführte Familienunternehmen Natur-Energietechnik hochrangige Gäste empfangen: Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, und Laura Weber, MdL, informierten sich vor Ort über praxisnahe Lösungen der Energiewende. Im Fokus standen die regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien, der Solarpark in Floß sowie politische und bürokratische Hürden beim weiteren Ausbau.
Regionale Wertschöpfung und Solarpark
Geschäftsführer Erich Dannhäußer stellte den Besucherinnen die Bandbreite der Unternehmensaktivitäten vor – von Wasserkraft und Automatisierung über Photovoltaik und Stromspeicher bis zu intelligentem Energiemanagement und E-Mobilität. Gemeinsam besuchten die Gäste den Solarpark in Floß. Schulze sagte: „Jede Solaranlage macht Bayern unabhängiger von Energieimporten.“ Und sie ergänzte: „Genau deshalb sprechen wir bei erneuerbaren Energien von Freiheitsenergien.“
Natur-Energietechnik präsentierte weitere Vorhaben aus der Region und darüber hinaus. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Trading-Batteriespeicher zur intelligenten Netzstabilisierung, Kleinkraftwerke für Klärwasser und Wasserkraftanlagen mit innovativem Fahrplanmanagement. Zudem entstehen autarke Mehrparteienhäuser, die Wasserkraft, Aquathermie, Photovoltaik und Speicher koppeln, sowie Agri-Photovoltaik-Projekte, etwa nahe Kallmünz, bei denen Landwirtschaft und klimafreundliche Stromerzeugung parallel laufen.
Wasserkraft und EEG-Debatte
Dannhäußer nutzte den Termin, um die geplante EEG-Novelle im Bereich Wasserkraft zu kritisieren. Der aktuelle Entwurf sieht den Wegfall der garantierten Einspeisevergütung für kleinere Erneuerbare-Energien-Anlagen vor, was nach seiner Einschätzung mehr als die Hälfte der rund 7300 Wasserkraftanlagen in Deutschland betreffen könnte. Er unterstrich: „Kleine Wasserkraftwerke sind dezentral organisiert, reduzieren den Bedarf an teurem Netzausbau und erhöhen gleichzeitig die Versorgungssicherheit.“
Auch bei Genehmigungen und Verfahren drängt das Unternehmen auf Verbesserungen. Nach wie vor hängen Entscheidungen stark von einzelnen Behörden ab, was Projekte verzögert. Schulze griff diese Punkte auf und forderte eine klare Priorisierung: „Erneuerbare Energien sind nicht das Projekt einer Partei, sondern eines Landes.“
Windkraft in der Nordoberpfalz
Weber, Mitglied im Landtagsausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz und als Energieingenieurin mit dem Unternehmen verbunden, beschrieb die speziellen Herausforderungen beim Ausbau der Erneuerbaren in der Nordoberpfalz. Beim Ausbau der Windkraft sieht sie weiterhin große Hürden, verwies aber auch auf positive Beispiele: „In Mittelfranken kommt die Windkraft bereits im Geldbeutel der Leute an.“ Sie erwartet ähnliche Effekte auch für die Nordoberpfalz.
Natur-Energietechnik will den eingeschlagenen Weg fortsetzen und sich weiter für eine sichere, dezentrale und bürgernahe Energiewende einsetzen.
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