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Grünes Licht für Wissenschaftszentrum in Speinshart

Speinshart. Das geplante Wissenschaftszentrum in Speinshart macht konkrete Fortschritte. Die Gemeinde wird sich aber kräftig beteiligen müsssen.

Grünes Licht für Wissenschaftszentrum in Speinshart

Die Tore für eine blühende Zukunft des Klosters und der Gemeinde sind weit geöffnet. Foto: Robert Dotzauer

Wie Bürgermeister Albert Nickl in einer jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt gab, sehen die Aussichten für das Großprojekt vielversprechend aus. Wichtig für das Gelingen ist allerdings die aktive Unterstützung der Gemeinde, die einen Teil der Kosten übernehmen muss.

Finanzierung des Wissenschaftszentrums

Die Finanzierung des Wissenschaftszentrums ruht nicht allein auf den Schultern der Gemeinde. Sie entdeckte Mitfinanzierungsmöglichkeiten, die aus einem Sondertopf der Städtebauförderung stammen. Daher muss die Gemeinde den Förderbedarf an die Regierung der Oberpfalz melden. Diese Bedarfsmitteilung hat in Speinshart Rekordwerte erreicht, da die Kommune ebenso an der Planung und Realisierung eines Internationalen Begegnungs- und Wissenschaftszentrums für künstliche Intelligenz im Kloster Speinshart beteiligt sein möchte.

Nach Ansicht des Gemeinderates muss die Unterstützung des Klosterdorfes für das spektakuläre Projekt weit über eine symbolische Förderung hinausgehen. Dafür sind Zuwendungen aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm äußerst hilfreich. Aktuell schätzt die Gemeinde die Gesamtkosten für den städtebaulichen Teil des Projektes auf etwa 5 Millionen Euro.

Eigenanteil der Gemeinde

Die Erwartung besteht in einer Förderung von 80 Prozent der Gesamtsumme. Der Gemeinderat sieht mit Bürgermeister Albert Nickl optimistisch der Möglichkeit entgegen, weitere Zuschussgeber für die übrigen 20 Prozent zu finden. Dadurch könnte der Eigenanteil der Gemeinde auf 10 Prozent der förderfähigen Gesamtsumme von 5 Millionen Euro reduziert werden.

Für das kommende Jahr sieht die Meldung des Förderbedarfs an die Regierung der Oberpfalz eine Anfinanzierung von einer Million Euro vor. In den Jahren 2025 und 2026 rechnet die Gemeinde mit förderfähigen Ausgaben von jeweils 1,5 Millionen Euro. Für 2027 sind ebenfalls eine Million Euro eingeplant.

Positive Zukunftsaussichten

Mit Blick auf die Zusagen von Bund und Land zeigt sich Bürgermeister Albert Nickl zuversichtlich: “Es schaut gut aus.” Als nächsten Schritt sieht er die Gründung einer GmbH und die Festlegung einer Trägerschaft durch den Freistaat. Hierfür ist das Jahr 2024 als Planungszeitraum anvisiert. Bereits in den kommenden Monaten sollen jedoch wissenschaftliche Tagungen im künftigen KI-Zentrum stattfinden.

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Bürgermeister Albert Nickl appellierte an die Mitglieder der Ratsversammlung, den städtebaulichen Jahresantrag zu unterstützen, um den Weg für das Wissenschaftszentrum zu ebnen. Durch diese Entscheidung könnten städtebauliche Schwachstellen im kleinen Klosterhof behoben und die Revitalisierung des gesamten Klosterdorfs ermöglicht werden. Dies würde ein sichtbares Zeichen für die nachhaltige Existenz der Abtei setzen. Ohne weitere Diskussion stimmte das Gremium der sogenannten Bedarfsmitteilung 2024 einstimmig zu. Mit der großen Unterstützung aus der Gemeinde und den positiven Aussichten auf Bundes- und Landesebene scheint der Weg für eine florierende Zukunft des Klosters und der Gemeinde Speinshart weit offen zu sein.