Jugendrat als Werkzeug der Demokratie in Tirschenreuth

Jugendrat als Werkzeug der Demokratie in Tirschenreuth
Am vergangenen Wochenende fand die diesjährige Jugendversammlung erstmals unter der Leitung des städtischen Jugendbeauftragten Sebastian Wittke statt. In seiner Eröffnungsrede betonte er, dass echte Jugendbeteiligung weit über das bloße Organisieren von Events hinausgeht. Mit dem Leitsatz „Demokratie heißt nicht nur Mitmachen, Demokratie heißt auch Mitwissen“ verdeutlichte er, dass junge Menschen nur dann wirksam mitwirken können, wenn sie über die politischen Entscheidungsprozesse in ihrer Stadt frühzeitig informiert werden.
Jugendrat als Werkzeug der kommunalen Beteiligung
Wittke verglich den Jugendrat mit einem essenziellen Werkzeug im kommunalen Werkzeugkasten, das aktiv genutzt und gepflegt werden müsse, um die Zukunft der Stadt aktiv mitzugestalten. Sein Ziel als Jugendbeauftragter sei es, Türen zu öffnen und sicherzustellen, dass die Stimmen der Jugend dort ankommen, wo die eigentlichen Entscheidungen getroffen werden. „Unser Jugendrat ist nach über zehn Jahren auch kein Experiment mehr. Er hat sich bewährt. Deshalb geht es für mich heute nicht mehr um die Frage, ob wir Jugendbeteiligung brauchen, sondern darum, wie wir dieses gute Werkzeug noch besser nutzen und weiterentwickeln können“, so der Jugendbeauftragte.
Ein lebendiger Rückblick auf die vergangene Arbeit des Jugendrats wurde durch die erste Sprecherin Linda Richtmann gegeben. Sie berichtete von den vielfältigen Tätigkeiten des Jugendrates, zu denen unter anderem die Osteraktion, das Jugendprogramm (Freiluftkino und Eisstockschießen) sowie die Gestaltung eines Tages am KulturSommer 2026 gehörten. Zu den künftigen Aktionen gehört wieder das Planspiel an den Schulen, das Demokratie und politische Entscheidungsfindung spielerisch näherbringen soll.
Demokratie und Mitbestimmung im Fokus
Auch der Zweite Bürgermeister, Sebastian Rosnitschek, fand in seinen Grußworten wichtige Worte in Bezug auf den Tag der Deutschen Einheit, den Veranstaltungstag der Jugendversammlung. Mitbestimmung und Demokratie sind historisch betrachtet keine Selbstverständlichkeit, die immer garantiert war. Er unterstrich, dass Freiheit und Demokratie lebendige Prozesse seien, die maßgeblich davon abhängen, dass sich die Menschen aktiv in das gesellschaftliche Leben einbringen – so wie der Tirschenreuther Jugendrat.
Nicolas Perrot sprach abschließend über die vielfältige Arbeit des Tirschenreuther Jugendrats. Perrot ist Mitglied der Vorstandschaft des Dachverbands Bayerischer Jugendvertretungen (DVBJ) und zeigte sich positiv überrascht über die starke und langjährige Leistung des Jugendgremiums in Tirschenreuth. Im Anschluss an die Grußworte konnten sich die Jugendlichen und die junggebliebenen Gäste in gemütlicher Runde austauschen und den Abend ausklingen lassen.
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