Dr. Bernhardt
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Kreisstadt läutet die Energiewende ein

Neustadt/WN. Auf dem Dach der Neustädter Stadthalle ist die erste Neustädter „Bürgeranlage“ entstanden – ein PV-Anlage mit 578 Modulen, die regenerativen Strom erzeugt. Damit können 65 Haushalte mit einem Verbrauch von 3.500 kWh versorgt werden.

Kreisstadt läutet die Energiewende ein

Auf dem Dach der Stadthalle wurde eine „Bürgersolaranlage“ mit 578 Modulen errichtet. Foto: NATUR Energietechnik Dannhäußer Floß.

“Der Strom wird direkt ins Netz eingespeist und versorgt somit einen Teil des Energiebedarfs für die Stadt Neustadt“, sagt Dominik Dannhäußer, Geschäftsführer der Firma Natur Energietechnik aus Floß und Errichter dieser PV-Anlage. Das Dach der kommunalen Stadthalle in Neustadt eignet sich aufgrund der Neigung und Beschaffenheit bestens dafür.

ZENO mietet die Bürgeranlage

Mehr noch, es ist die erste Neustädter „Bürgeranlage“. Der Stadtrat hatte einer Partnerschaft mit der Bürgerenergiegenossenschaft ZENO eG zugestimmt und die Dachfläche für 20 Jahre an die Genossenschaft vermietet. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Energiewende und bietet Möglichkeit, durch das Zeichnen von Genossenschaftsanteilen eine Rendite zu bekommen.

Kreisstadt will energieautark werden

Natürlich war es dem Bürgermeister Sebastian Dippold, und den beiden ZENO-Repräsentanten, dem früheren Flosser Bürgermeister Günter Stich und Störnsteins Altbürgermeister Boris Damzog, ein Bedürfnis, bei der Verlegung der ersten Solarmodule mit dabei zu sein. „Ziel ist es, langfristig autark zu sein“, betonte der Rathauschef.

Die Montage der PV-Module auf dem Stadthallendach ist abgeschlossen, Anschluss und Inbetriebnahme werden voraussichtlich im August stattfinden. „Bürgeranlage“ heißt die Anlage deswegen, weil sich die Bürger an der Anlage mit beteiligen können. Mitglied kann man auf der ZENO-Website werden. Die „Bürgeranlage“ ist aber nicht das erste Projekt der Stadt in Sachen Energiewende.

Stromsparen bei der Wasserversorgung

Auch bei der Wasserversorgung der Neustädter Bürger soll der enorme Stromverbrauch stark gesenkt werden. Hier werde ebenfalls eine Solaranlage mit rund 50 kWp errichtet und Stromspeicher mit 20 kW Be- und Entladeleistung eingebaut. Tagsüber kann der Strom gespeichert werden, der dann bei Bedarf für die Pumpen in der Wasserversorgung wieder zur Verfügung steht. „Eine Investition, die sich schnell und bestens für die Bürger rechnet“, ist der Rathauschef überzeugt. Geplant ist darüber hinaus auch eine Solaranlage auf dem neuen Hochbehälter in der Windischeschenbacher Straße.

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