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Landkreis Neustadt/WN erhält hohe Förderung zur Sanierung von Altlasten

Altenstadt/Neustadt/WN. Seit Jahrzehnten fristen die Industriebrachen in Neustadt und Altenstadt ein trauriges Dasein und die damals zur Herstellung des Bleikristalls notwendigen, hochgiftigen Chemikalien auf diesen Flächen sind ein drängendes Problem für die Menschen und die Umwelt.

Landkreis Neustadt/WN erhält hohe Förderung zur Sanierung von Altlasten

Neustadts Bürgermeister Sebastian Dippold ist froh, dass jetzt der Freistaat für die Altlastenentsorgung in der Kreisstadt viel Geld in die Hand nimmt. Foto: Theo Kurtz

Die Beschäftigten im Sachgebiet Bodenschutz und staatliches Abfallrecht im Landratsamt betreiben daher seit vielen Jahren die langwierigen Maßnahmen zur Altlastensanierung voran – eine wahre Marathonaufgabe. Gerade die Standorte „Trischler & Winterhalder“ in Neustadt und „Beyer“ sowie „Hofbauer“ in Altenstadt sind besonders herausfordernd, da die ehemaligen Eigentümer insolvent sind und sämtliche zur Gefahrenabwehr notwendigen Arbeiten an den Bleikristallruinen in Ersatzvornahme vorgenommen und aus Mitteln des Landkreises finanziert werden müssen.

Entsprechende Anträge gestellt

Im Sommer hat das Landratsamt Neustadt/WN daher bezüglich “Beyer” einen weiteren Antrag bei der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB) auf Aufnahme der Standorte in die Liste der fachlich vordringlichsten Vorhaben nach dem Finanzausgleichsgesetz gestellt. “Tritschler & Hofbauer” wurden bereits 2021 beantragt und 2022 in die Liste der fachlich vordringlichsten Vorhaben aufgenommen.

Die Zusage liegt vor

Nun liegt die Zusage für Beyer vor. Alle drei Standorte in Altenstadt und Neustadt werden mit insgesamt 17,3 Millionen Euro aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Nach derzeitigem Planungsstand kann man mit folgenden Beträgen kalkulieren:

  • 2023: 3,95 Mio. Euro
  • 2024: 9,35 Mio. Euro
  • 2025: 4,0 Mio. Euro

Mit den Zuschüssen kann die lange, kleinteilige Arbeit zur Sanierung der Industrieruinen fortgesetzt werden und auch umfangreichere Maßnahmen können in die Umsetzung gehen.

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