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Meier ehrt Jubilare und verabschiedet Beschäftigte in Neustadt

Neustadt/WN. Landrat Andreas Meier ehrte in der Schlosskapelle langjährige Bedienstete und würdigte 25-, 40- und 50-jährige Dienstjubiläen. Überrascht wurde er mit einer Laudatio zu seinen 25 Jahren im öffentlichen Dienst.

Neustadt/WN. Landrat Andreas Meier ehrte in der Schlosskapelle langjährige Bedienstete und würdigte 25-, 40- und 50-jährige Dienstjubiläen. Überrascht wurde er mit einer Laudatio zu seinen 25 Jahren im öffentlichen Dienst.
(Sitzend von links) Landrat Andreas Meier, Alfons Bauer, Herbert Pscheidt, Harald Groher. Stehend von links: Dr. Alfred Scheidler (Leiter Abt. 2), Josef Hammer, Stefan Hösl (Personalchef), Dr. Peter Fleischmann, Monika Helmstreit, Dagmar Thimm-Böhringer, Josef Kreis, Adelheit Meißner, Anton Scheidler, Wolfgang Koller, Dr. Thomas Holtmeier, Benjamin Fichtl, Magdalena Kroll (Schwerbehin- dertenvertretung), Claudia Prößl (Leiterin Abt. 1), Susanne Brückner (stv. Leiterin Abt. 6), Eva Weiß (Personalratsvorsitzende). Bild: Landratsamt Neustadt a.d. Waldnaab / Marcel Weidner

Meier ehrt Jubilare und verabschiedet Beschäftigte in Neustadt

Langjährige Erfahrung, großes Fachwissen und viele Jahrzehnte im öffentlichen Dienst standen im Mittelpunkt der Feierstunde am 21. Juli 2026. In der Schlosskapelle des Lobkowitzer Schlosses ehrte der Landkreis Neustadt/WN Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für 25, 40 und sogar 50 Dienstjahre. Zugleich wurden verdiente Kolleginnen und Kollegen aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Ehrungen im Landratsamt: Jubiläen und Verabschiedungen

Landrat Andreas Meier dankte den Geehrten für ihren langjährigen Einsatz und ihren Beitrag zur Entwicklung des Landratsamtes als moderne Dienstleistungsbehörde. Verwaltung sei in den vergangenen Jahrzehnten nicht einfacher geworden. Neue Vorschriften, komplexere Verfahren und steigende Erwartungen der Bevölkerung verlangten von den Beschäftigten viel Fachwissen, Geduld und Verantwortungsbewusstsein ab.

„Sie haben sich über viele Jahre durch einen immer dichter werdenden Paragrafendschungel gearbeitet, den Bürgerinnen und Bürgern komplizierte Regelungen verständlich erklärt und, wo immer es möglich war, praxisgerechte Lösungen gefunden“, betonte Meier. Dabei sei auch der Ton im Umgang mit Behörden spürbar rauer geworden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten berechtigten Anliegen offen begegnen, seien aber nicht der „Blitzableiter für jeden Ärger“.

Für die geleistete Arbeit sprach er allen Geehrten seine besondere Anerkennung aus. Den ausscheidenden Beschäftigten wünschte er für den neuen Lebensabschnitt viel Glück und vor allem Gesundheit.

50 Jahre Dienst: Auszeichnung für Josef Hammer

Die längste Dienstzeit konnte Josef Hammer vorweisen. Er wurde für 50 Jahre im öffentlichen Dienst geehrt und zugleich in den Ruhestand verabschiedet. Seit 1990 war er beim Landkreis beschäftigt, zunächst in der Kreisfinanzverwaltung und später im Verkehrswesen. Als Leiter des Arbeitsbereichs Fahrerlaubnisrecht und stellvertretender Sachgebietsleiter war er insbesondere bei schwierigen Fragen zur Fahreignung sowie im Fahrlehrer- und Fahrschulwesen ein erfahrener Ansprechpartner.

Für 40 Jahre im öffentlichen Dienst wurde Herbert Pscheidt geehrt, der zugleich aus dem aktiven Dienst ausschied. Seit 1985 war er beim Landkreis tätig und verbrachte den größten Teil seiner Laufbahn in der Kreisfinanzverwaltung. Dort war er unter anderem für die Abrechnung der landkreiseigenen Liegenschaften und zuletzt für die Anlagenbuchhaltung zuständig.

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Ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feierten Wolfgang Koller vom Hochbauamt, Benjamin Fichtl von der Straßenmeisterei Eschenbach, Adelheit Meißner aus dem Bereich Ausländerrecht und Personenstandswesen sowie Anton Scheidler aus der EDV.

Aufgaben und Stationen der Geehrten

Wolfgang Koller betreut seit vielen Jahren als Schulhausmeister das Gymnasium Eschenbach sowie weitere landkreiseigene Einrichtungen. Benjamin Fichtl begann seine Ausbildung zum Straßenwärter bei der Straßenmeisterei Eschenbach und trägt heute als Kolonnenführer und Winterdiensteinsatzleiter besondere Verantwortung.

Adelheit Meißner war nach verschiedenen beruflichen Stationen im Landratsamt lange im Ausländerwesen tätig und bearbeitet heute Einbürgerungsverfahren. Anton Scheidler prägte über viele Jahre die IT-Infrastruktur des Landratsamtes und der landkreiseigenen Schulen.

In den Ruhestand und aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurden außerdem der frühere Kreiskämmerer Alfons Bauer, Dr. Peter Fleischmann aus dem Naturschutz, Harald Groher aus dem Bereich Flucht und Asyl, Monika Helmstreit aus der Betreuungsstelle, der frühere Kreisbrandinspektor Josef Kres, der langjährige Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Thomas Holtmeier sowie Kreisfachberaterin Dagmar Thimm-Böhringer.

Bild: Landratsamt Neustadt a. d. Waldnaab / Marcel Weidner

Verdienste der Ruheständler

Alfons Bauer hatte seine Laufbahn 1981 beim Landkreis begonnen. Nach Tätigkeiten in der Abfallwirtschaft und im Jugendamt übernahm er 2014 die Leitung der Kreisfinanzverwaltung. Während seiner Amtszeit als Kreiskämmerer konnten die Schulden des Landkreises deutlich reduziert und gleichzeitig wichtige Investitionen verwirklicht werden.

Dr. Peter Fleischmann brachte seine umfangreichen Arten- und Gebietskenntnisse in die Arbeit der unteren Naturschutzbehörde ein. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die naturschutzfachliche Begleitung großer Infrastrukturvorhaben wie Ostbayernring und SüdOstLink. Harald Groher betreute über viele Jahre die dezentralen Unterkünfte für Asylsuchende und war dort für viele Bewohner ein verlässlicher Ansprechpartner.

Monika Helmstreit war über mehrere Jahrzehnte in unterschiedlichen Bereichen des Landratsamtes tätig. Zuletzt arbeitete sie in der Betreuungsstelle, wo sie Menschen und Familien in oftmals schwierigen persönlichen Situationen unterstützte. Josef Kres prägte zunächst als Kreisbrandmeister und später als Kreisbrandinspektor das Feuerwehrwesen im Landkreis. Anschließend engagierte er sich viele Jahre in der Betreuung von Asylsuchenden und übernahm während des Beginns des Ukrainekriegs Verantwortung für eine Notunterkunft.

Dr. Thomas Holtmeier leitete seit 2008 das Gesundheitsamt. Neben seiner täglichen Arbeit im öffentlichen Gesundheitsdienst engagierte er sich in verschiedenen Fachgremien auf Landesebene. Besonders gewürdigt wurde sein außergewöhnlicher Einsatz während der Corona-Pandemie.

Dagmar Thimm-Böhringer war seit 2019 als Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege tätig. Mit Projekten wie dem „Blühenden Neustädter Schulhügel“, der Auszeichnung naturnaher Gärten und ihrer Arbeit für mehr Artenvielfalt setzte sie sichtbare Akzente im Landkreis.

Landrat Meier seit 25 Jahren im öffentlichen Dienst

Stellvertretend für alle Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter dankte Dr. Alfred Scheidler den Jubilaren für ihre langjährige und zuverlässige Arbeit und wünschte den Ruheständlern Gesundheit, Zufriedenheit und viele schöne Jahre im neuen Lebensabschnitt.

Für einen unerwarteten Rollenwechsel sorgte der Chefjurist des Landratsamtes: Normalerweise nimmt Landrat Andreas Meier selbst die Ehrungen vor – dieses Mal gehörte er jedoch ebenfalls zu den Jubilaren. In einer Laudatio würdigte Scheidler den Landrat für 25 Jahre im öffentlichen Dienst. Meier, der von der Ehrung im Vorfeld nichts wusste, zeigte sich sichtlich überrascht.

Scheidler erinnerte an Meiers Weg vom damals jüngsten hauptberuflichen Bürgermeister Bayerns in Windischeschenbach bis zum Amt des Landrats, das er seit 2014 ausübt. In dieser Zeit habe er zahlreiche Projekte in den Bereichen Bildung, Infrastruktur, Digitalisierung sowie Feuerwehr- und Katastrophenschutz angestoßen und begleitet. Mit seiner Bürgernähe, seinem Gestaltungswillen und seinem wertschätzenden Führungsstil habe er die Entwicklung des Landkreises und des Landratsamtes nachhaltig geprägt.

Im Namen des Personalrats dankte Eva Weiß den Jubilaren und den ausscheidenden Beschäftigten für ihren Einsatz zum Wohle des Landkreises. Sie lud die Ruheständler dazu ein, den Kontakt zu den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen nicht abreißen zu lassen und künftig auch am Pensionistentreffen teilzunehmen. Ebenfalls stellte die Personalratsvorsitzende die gute Zusammenarbeit mit dem Landrat heraus. Sie dankte Landrat Meier für den stets vertrauensvollen Austausch auf Augenhöhe und dafür, dass er für die Anliegen des Personalrats jederzeit ein offenes Ohr habe. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte sie ihm anschließend im Namen des Personalrats ein Geschenk.

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