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Meier fordert Gemeinsamkeit beim CSU-Neujahrsempfang in Oberwildenau

Oberwildenau. Beim CSU-Neujahrsempfang warb Landrat Andreas Meier für gemeinsame Lösungen und Investitionen in Bildung und die Schwimmhalle in Neustadt/WN. Bürgermeister Hartl betonte Luhe-Wildenau mit rund 1.700 Arbeitsplätzen.

Meier fordert Gemeinsamkeit beim CSU-Neujahrsempfang in Oberwildenau

CSU-Ortsvorsitzender Roland Rauch mit den Gästen, auch Ehrengäste. Foto: Walter Beyerlein
Meier fordert Gemeinsamkeit beim CSU-Neujahrsempfang in Oberwildenau. Foto: Walter Beyerlein
Meier fordert Gemeinsamkeit beim CSU-Neujahrsempfang in Oberwildenau. Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
CSU-Ortsvorsitzender Roland Rauch mit den Gästen, auch Ehrengäste. Foto: Walter Beyerlein
Blaskapelle Oberwildenau unter Leitung von Bernhard Meiler. Foto: Walter Beyerlein

Der CSU-Ortsverband Oberwildenau lud am Sonntagvormittag zu einem traditionellen Neujahrsempfang ins Naabtalhaus ein. Landrat Andreas Meier sprach sich bei der Erfüllung anstehender Aufgaben für gemeinsame Lösungen aus und nannte dafür den aktuellen Kreistag. Bürgermeister Sebastian Hartl hob die Bedeutung des Gewerbestandortes Luhe-Wildenau hervor, was sich in den Gewerbesteuereinnahmen niederschlage.

Neujahrsempfang im Naabtalhaus: Dank für Engagement in den Gemeinden

Landrat Andreas Meier, immer wieder gern gesehener Redner beim CSU-Neujahrsempfang in Oberwildenau, dankte allen Menschen, die das Leben in den Städten, Märkten und Gemeinden des Landkreises lebenswert gestalten und erhalten. Dies sei in bewegten Zeiten wie aktuell ein wichtiger Faktor. Bestimmte Gruppierungen seien unterwegs, dieses Gemeinwesen auseinanderzutreiben, warnte der Landrat.

Als wichtig für den Landkreis – auch mit Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre – stünden kostenintensive Aufgaben an. Beispielhaft bezeichnete der Landrat die neue Schwimmhalle in Neustadt/WN, die in erster Linie unter Würdigung der Notwendigkeit des Schwimmunterrichts den Schülerinnen und Schülern zugutekomme. „Die Liste von Investitionen lässt sich lange fortsetzen“, betonte Meier und verwies dabei auch auf das vorrangige Ziel, in Bildung und Kinder zu investieren. „Was bei Kindern versäumt wird, ist hinterher doppelt und dreimal so teuer.“

Kommunalfinanzen: Investitionen dürfen nicht aufgeschoben werden

Mit Blick auf die Kommunalfinanzen im Allgemeinen stellte Landrat Andreas Meier die Mannigfaltigkeit der Kosten bei den Kommunen heraus und machte zugleich deutlich, dass sich notwendige Investitionen nicht über Jahre hinweg hinausschieben lassen. Das treffe vor allem im Bildungsbereich zu. „Der Freistaat Bayern ist den Kommunen gegenüber freundlich eingestellt“, so Meier, der dies mit dem Hinweis verband, dass die Bezirke vom Freistaat Bayern eine bessere Unterstützung erhielten.

Die Oberpfalz könne als einstiges „Armenhaus“ vergessen werden, was dem örtlichen Zusammenhalt und der Stärke der Region zu verdanken sei. Deutlich verwies Meier auf die bisherige Zusammenarbeit von CSU, Junger Liste und SPD im Kreistag, die seiner Ansicht nach auch so weitergeführt werden könnte. „Die erreichten Erfolge im Landkreis basieren auf dieser Gemeinsamkeit.“

Gemeinsamkeit statt einfacher Antworten

Der Appell des Landrats war eindeutig: Den Menschen müsse offen gesagt werden, dass nicht alles rosig sei und die Umsetzung von Aufgaben nur in Gemeinsamkeit – in den Gemeinden und Städten, aber auch in der Politik – gelingen könne. „Wir dürfen nicht denen nachrennen, die für komplexeste Themen und Fragestellungen nur einfache Antworten haben.“

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Bürgermeister Sebastian Hartl, bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 erneut Kandidat der CSU im Markt Luhe-Wildenau und der CWU, nannte den Neujahrsempfang den richtigen Anlass, innezuhalten, auf Erreichtes zurückzublicken und den Blick nach vorne auf kommende Aufgaben zu richten. Die bisherigen fünfeinhalb Jahre der laufenden Wahlperiode bezeichnete er als eine „Zeit intensiver Entwicklung“, die von allen mehr abverlangt habe, als es zu Beginn vorstellbar gewesen sei.

Hartls Zwischenbilanz und Auswirkungen der Krisen

Im Mai 2020 habe er einen „riesigen Berg“ an zu erledigenden Projekten und Maßnahmen vorgefunden, zugleich aber auch eine solide Finanzstruktur mit wenig Schulden. Hartl erinnerte an die Corona-Pandemie, die tiefgreifende Veränderungen im gesellschaftlichen Leben gebracht habe – organisatorisch wie menschlich. Steigende Energiepreise, hohe Baukosten, Inflation und planerische Unsicherheiten hätten viele kommunale Planungen verzögert, verteuert oder zu neuen Planungen geführt.

Insgesamt ziehe er jedoch eine positive Bilanz: „Wir haben unseren Markt aktiv gestaltet – verantwortungsvoll, zukunftsorientiert und mit Augenmaß.“ Ausführlich listete der Bürgermeister die wichtigsten Projekte auf und nannte dabei die massiven Investitionen in die Grundschule Luhe-Wildenau sowie in die beiden Kinderhäuser.

Daseinsvorsorge und Brandschutz im Fokus

Auch die freiwilligen Leistungen des Marktes an die Vereine hob Hartl hervor. Ergänzend machte er deutlich, dass der Brandschutz eine immer größere Rolle einnehme. Gleiches gelte für die kommunale Daseinsvorsorge, insbesondere im Bereich der Wasserleitungs- und Abwasserinfrastruktur. Trotz aller Investitionen erkenne man weiterhin einen erheblichen Sanierungsstau. „Nicht alles geht auf einmal, manches dauert länger als geplant“, so der Bürgermeister.

Besonderes Augenmerk lege der Markt auf die Stärkung des Gewerbestandortes Luhe-Wildenau mit aktuell rund 1.700 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, was sich positiv in den Gewerbesteuereinnahmen niederschlage. Mit Blick auf die Zeit nach dem 8. März 2026 und den dann ab 1. Mai tätigen neuen Marktgemeinderat kündigte Hartl große Herausforderungen bei engen finanziellen Spielräumen an.

Breite Zustimmung im Marktgemeinderat

Die Arbeit im derzeitigen Marktgemeinderat sei fraktions- und ortsteilübergreifend gewesen, sodass rund 90 Prozent der Beschlüsse einstimmig gefasst wurden. Dieses Miteinander bezeichnete Hartl als „Gewinn für unseren Markt“. Unter dem Motto „gemeinsam besser handeln“ zeige er sich zuversichtlich, auch kommende Herausforderungen meistern zu können.

CSU-Ortsvorsitzender Roland Rauch bezeichnete in seiner Begrüßung die Kommunalpolitik als „Mutter der Demokratie“, die ganz entscheidend vom ehrenamtlichen Einsatz lebe. Beispielhaft nannte er die drei Ortsfeuerwehren sowie die zahlreichen weiteren Vereine im Markt Luhe-Wildenau, insbesondere den SC Luhe-Wildenau, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert.

Politische Prominenz und Ausblick auf die Wahl

56 Tage vor der Wahl kündigte Rauch Landrat Andreas Meier und Bürgermeister Sebastian Hartl als Verantwortungsträger an, die beide bestrebt seien, gemeinsam Lösungen zu finden. Neben den beiden Festrednern waren auch MdB Albert Rupprecht, MdL Stephan Oetzinger, stellvertretende Landrätin Andrea Lang sowie zahlreiche weitere Kommunalpolitiker anwesend, die bei der Wahl am 8. März um ein Mandat kämpfen. Wie es zu einer Wahl gehöre, stellte Rauch zudem die Kandidatinnen und Kandidaten namentlich vor und bat um Unterstützung auf dem Stimmzettel – auch für Landrat Andreas Meier.