Neuer Anlauf für Bergwirtschaft am Mariahilfberg in Amberg

Neuer Anlauf für Bergwirtschaft am Mariahilfberg in Amberg
Die Bergwirtschaft am Mariahilfberg gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Ambergs – und steht seit Juli 2020 leer. Nach fast sieben Jahren Planung, zuletzt unterbrochen durch einen Projektstopp im Oktober 2024, zeichnet sich nun ein möglicher Weg nach vorne ab, so der Amberger Stimmkreisabgeordnete Dr. Harald Schwartz in einer Pressemitteilung.
Projektstopp, Kostenexplosion und demokratisches Votum
Der Amberger Unternehmer Michael Fellner hatte das Vorhaben im Herbst 2024 auf Eis gelegt: drastisch gestiegene Baukosten, ein schwieriges Zinsumfeld und wiederholte Umplanungen aufgrund öffentlich-rechtlicher Anforderungen hatten das Projekt wirtschaftlich an seine Grenzen gebracht. Beim Bürgerentscheid 2022 hatten rund 58 Prozent der Amberger Bürgerinnen und Bürger für seine Pläne votiert – das Vorhaben hat damit eine starke demokratische Legitimation. Schwartz dazu: „Die Bergwirtschaft ist ein Stück Amberger Identität. Aber ein Denkmal, das leer steht und verfällt, ist kein geschütztes Denkmal – es ist ein sterbendes. Wir müssen dafür sorgen, dass dieses Leuchtturmprojekt nicht erneut an der Summe aller Auflagen scheitert, bevor der erste Stein gesetzt ist.“
Der Amberger Stimmkreisabgeordnete Dr. Harald Schwartz hat das Thema seither aktiv auf Landesebene verfolgt. Nach einem von ihm Mitte Juni organisierten hochrangigen Gespräch mit Prof. Mathias Pfeil (Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege), Dr. Susanne Fischer (Abteilungsleiterin BLfD), MdL Robert Brannekämper (Vorsitzender des Bayerischen Landesdenkmalrats), Oberbürgermeister Michael Fritz, FW-MdL Bernhard Heinisch, dem Investor Michael Fellner sowie seinem Architekten Georg Zunner hatte Dr. Schwartz zwischenzeitlich verschiedene Gespräche mit Bauminister Christian Bernreiter und dem Bauministerium.
Sanierungsgebiet am Mariahilfberg: Signal aus dem Bauministerium
Das Ergebnis: Bauminister Bernreiter hat signalisiert, dass die Ausweisung eines Sanierungsgebiets am Mariahilfberg möglich ist. Ein solches Instrument eröffnet erhebliche Vorteile – sowohl finanziell, etwa durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten und den Einsatz von Städtebauförderungsmitteln, als auch planungsrechtlich, da die Stadt dadurch gezielter steuern und Rahmenbedingungen für eine Revitalisierung aktiv gestalten kann. „Mit dem Signal aus dem Bauministerium haben wir jetzt ein konkretes Instrument in der Hand, das die ökonomischen Rahmenbedingungen für dieses Projekt grundlegend verbessern kann. Ich werde auch weiterhin unterstützen, wo ich kann, damit die Bergwirtschaft endlich wieder zu dem wird, was sie für Amberg sein soll: ein lebendiger Ort mit Zukunft“, so Dr. Schwartz.
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