Reinhold Strobl aus der Oberpfalz zum SPD 60plus-Landesvize Bayern gewählt

Reinhold Strobl aus der Oberpfalz zum SPD 60plus-Landesvize Bayern gewählt
Gastbeitrag von: Reinhold Strobl
Wenn der Kanzler von der SPD „die gleiche Kompromissbereitschaft, wie sie von CDU und CSU verlangt werde“, erwarte, dann scheinen wir, so der Bundesvorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus, Lothar Binding, in einem Grußwort zur Landeskonferenz Bayern im Nürnberger Karl-Bröger-Haus, in einer falschen Welt angekommen zu sein. In 21 Beispielen zeigte er auf, welche Reformen die SPD bis heute – wie so oft schweren Herzens – mitgetragen hat und wie absurd die Behauptung ist, die SPD blockiere, bestimme den Kurs der Regierung und trete auf, als hätte sie die Wahl gewonnen. Die AG 60plus sei als Teil der gesamten SPD sehr wichtig. Sie sei ein Bindeglied zu gesellschaftlichen Gruppen und spüre unmittelbar auf der Straße, wenn sich beispielsweise ein Kanzler in einer Fehleinschätzung verrannt habe.
Landeskonferenz der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus in Nürnberg
Die Delegierten der SPD-Arbeitsgemeinschaft Bayern waren in Nürnberg zusammengekommen, um den Landesvorstand Bayern und die bayerischen Delegierten zur Bundeskonferenz neu zu wählen. Landesvorsitzender Heinz Oesterle konnte auf einen umfangreichen Tätigkeitsbericht zurückblicken. Erwähnt werden sollen hier die 30-Jahr-Feier, Klausurtagungen sowie zahlreiche Themen, mit denen sich die große SPD-Arbeitsgemeinschaft beschäftigte und Stellung bezog.
Die Themenschwerpunkte bei den Anträgen lagen naturgemäß bei der Rente, einer gerechten Steuerpolitik, der Daseinsvorsorge sowie der gesetzlichen Krankenversorgung und der Pflegeversicherung. So fordern die SPD-Senioren eine flächendeckende und gesicherte ärztliche Versorgung der Bevölkerung, eine Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung durch die Herausnahme versicherungsfremder Leistungen und die Schaffung von kommunalen Stützpunkten bei der Pflege. Zur gesetzlichen Rente wurde festgestellt, dass diese für die meisten Menschen in Deutschland die zentrale Säule der Alterssicherung sei. Für diese sei die gesetzliche Rente die einzige verlässliche Absicherung im Alter. Wenn der Bundeskanzler vor Bankern die gesetzliche Rente faktisch auf Grundsicherungsniveau zurückfahren wolle, sei das aus Sicht der SPD-Senioren ein gefährlicher Paradigmenwechsel.
Grußworte und prominente Gäste
Anerkennende Worte sprachen in ihren Grußworten neben Lothar Binding der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Holger Grieshammer, und MdL Doris Rauscher, die seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag, sowie der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Matthias Dornhuber. Besonders freuten sich die Delegierten auch über das Grußwort von MdB Heike Heubach und des stellvertretenden Bürgermeisters von Nürnberg, Nasser Ahmed, der mit einer emotionalen Rede zur Menschenwürde begeisterte.
Mit einem kleinen Geschenk und einer Würdigung für die erbrachte Arbeit verabschiedete Heinz Oesterle Jella Teuchner, Maria Manske, Hartmut Manske, Erika Faul und Peter Jakobi aus dem Vorstand. Bei den anstehenden Wahlen konnte Heinz Oesterle mit 100 Prozent Zustimmung ein Traumergebnis erzielen. Er hoffe, dies sei kein schlechtes Omen. Ihm zur Seite steht neu als stellvertretender Vorsitzender der AG 60plus Bayern der Bezirksvorsitzende der Oberpfalz, der frühere Abgeordnete Reinhold Strobl.
Wahlergebnisse
Vorsitzender: Heinz Oesterle
Stellvertretende Vorsitzende: Gertraud Faber, Lona Hagen und Reinhold Strobl aus der Oberpfalz.
Weitere Vorstandsmitglieder aus der Oberpfalz: Heinrich Rewitzer.
Delegierte aus der Oberpfalz zur Bundeskonferenz in Berlin: Strobl Reinhold, Hagn Lona, Rewitzer Heinrich, Luges Andrea, Peter Reinhard.
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