Tausende feiern in Eschenbach beim Gaudiwurm 2026
Tausende feiern in Eschenbach beim Gaudiwurm 2026
Spaß, Fröhlichkeit und Zuversicht sind in den Tiefen einer unruhigen Zeit ein hohes Gut. Mit dieser Einstellung triumphierte am Samstagnachmittag in Eschenbach die Narretei. Einmal mehr bewiesen ein temperamentvolles Narrenvolk und die Eschenbacher Faschingsgesellschaft als Ausrichter des Eschenbacher Gaudiwurms, dass sie Fasching können.
Narrenvolk und Faschingsgesellschaft begeistern
Ein Gaudiwurm der Extraklasse mit 51 Themenwagen und Gruppen mit angemeldeten 1.029 Akteuren ließ sich auch in der Rußweiherstadt nicht aufhalten. Wenn sich die außerirdischen Wesen nach Eschenbach aufmachen und umgekehrt Weltraumfieber vorherrscht, der Stadtrat zum Entenrennen ruft, der Kindergarten die ewige Baustelle beklagt, die Waldfeen des Obst- und Gartenbauvereins unter Bäumen träumen, der Kleintierzuchtverein Grönland beansprucht, die SPD bereit zum Entern ist, die Creißn-Feierwehr Freibier vom Fass ausschenkt und die Mannsbilder der „Litertafel“ vom Themenwagen das „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ herunterschmettern, dann ist Frohsinn garantiert.
Tausende Besucher feiern – Prinzenpaare und Musik als Highlights
Zirka 5.000 Besucher, jung und alt, darunter viele kunterbunt maskierte Narren, hatten gute Laune mitgebracht, um mit viel Herz und Humor die einfallsreich gestalteten Themenwagen zu beklatschen, sich mit den prachtvoll kostümierten Fußgruppen zu verbünden und die prächtig gewandeten Garden mit ihren Tanzeinlagen zu bestaunen. Mehr als ein Kilometer Zuglänge, das bedeutete Heiterkeit und Lebensfreude ohne Ende. Zu den besonderen Farbtupfern zählten neben den feurigen Garden die Prinzenpaare aus Auerbach, Eschenbach, Hammerles, Kirchenthumbach, Pegnitz und Waldeck. Musikalisch bestimmten den Gaudiwurm drei Blaskapellen und die Gruppe Samba Secco.
Schlag auf Schlag folgten Augen- und Ohrenschmaus fast ohne Ende, während die Stimmungsmacher und Moderatoren Liesel und Reinhard die Zuschauermassen zu dreifach donnernden Helaus auf die vorbeiziehenden Gruppen animierten. Was vielen Schaulustigen an den Straßenrändern auffiel: Nur spärlich thematisierte der Gaudiwurm die „Sünden“ der Politik. Mit Blick auf die Kommunalwahlen hätte es viel Stoff zum Zoff und zum Derblecken gegeben, befand mancher Besucher.
Stadträte als gelbe Enten
Die Stadträte waren als Enten gekommen: „Ob im Rathaus oder auf der Rennstrecke – wir geben immer unser Bestes. Und 2026 lassen wir die Enten richtig durchstarten“, so Bürgermeister Marcus Gradl.
Ein Fest auch für die staunenden Kids. Zu Stimmung, Stimmung, Stimmung regnete es jede Menge Süßes. Michael König, Vorsitzender der Eschenbacher Faschingsgesellschaft (EFG), schätzte das von der Faschingsgesellschaft mit Unterstützung der Stadt zur Verfügung gestellte hochwertige Wurfmaterial auf zirka 800 Kilogramm.
Wer sich als Faschingsnarr bewährt, lebt auch als Mensch nicht ganz verkehrt.
Eschenbachs Bürgermeister Marcus Gradl
Freudestrahlend dankte Präsident Harald Wohlrab beim Marsch in Richtung SC-Sportgelände den Mitwirkenden und dem närrischen Publikum gleichermaßen für ein Spektakel mit überregionalem Format. Vielleicht orientieren sich Akteure und Besucher auch am treffenden Bonmot des Bürgermeisters: „Wer sich als Faschingsnarr bewährt, lebt auch als Mensch nicht ganz verkehrt.“ Zum Ausklang lud der SCE zu einer „After-Faschingszug-Party“.














