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Trotz schwieriger Zeiten für Neubauten: Weiherhammer plant für die Zukunft

Weiherhammer. Trotz knapper Kassen blickt die Gemeinde nach vorn: Bürgermeister Julian Kraus präsentierte bei der Bürgerversammlung Projekte von Bauland bis Alia-Projekt und will Abwanderung junger Familien stoppen.

Weiherhammer. Trotz knapper Kassen blickt die Gemeinde nach vorn: Bürgermeister Julian Kraus präsentierte bei der Bürgerversammlung Projekte von Bauland bis Alia-Projekt und will Abwanderung junger Familien stoppen.
Im Schützenheim präsentierte Bürgermeister Julian Kraus einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde. Begleitet wurde er von GL Christian Wirth, Bauamtsleiter Michael Klein, Kämmerin Tanja Bittner und Ordnungsamtsleiter Johannes Raum. Foto: Siggi Bock

Trotz schwieriger Zeiten für Neubauten: Weiherhammer plant für die Zukunft

Baulandbeschaffung in Weiherhammer und Kaltenbrunn, Fertigstellung des Alia-Projekts (Kindergarten, Pfarrheim, Bürgerzentrum) sowie der Außenanlagen an der neuen Kita St. Martin in Kaltenbrunn nannte Bürgermeister Julian Kraus als zu vollendende Maßnahmen für 2027. Thematisiert wurden auch die Planungen für weitere Gewerbeflächen („Wir haben noch 6,2 Hektar“) sowie für die Dorferneuerung in Kaltenbrunn. Im weiteren Verlauf spielten die Finanzen eine wichtige Rolle.

Bürgerversammlung: Zufriedenheit und Frage zur Wärmeplanung

Der 90-minütige Rück- und Ausblick des Gemeindeoberhaupts sorgte offensichtlich für Zufriedenheit. Schriftliche Anträge lagen nicht vor. Lediglich eine Anfrage kam von den rund 50 anwesenden Bürgern. „Gibt es Investoren zur kommunalen Wärmeplanung?“, wollte Andreas Stock wissen. „Wir versuchen das Beste, können aber nichts versprechen“, erwiderte Bürgermeister Kraus.

Einwohnerzahlen und demografische Entwicklung

Nach dem Totengedenken, besonders an Altbürgermeister Georg Härning, gab Kraus den aktuellen Einwohnerstand bekannt. Von den 3.923 entfallen auf Weiherhammer 2.661, Kaltenbrunn 918, Dürnast 184, Trippach 160. Mehr Sterbefälle als Geburten begründete der Gemeindechef mit der Tatsache, dass die Menschen einfach älter werden.

Vom Streifzug über abgeschlossene Maßnahmen in 2026 wechselte Kraus zum Sachstand für das Baugebiet „Am Bildbaum 8“. „Dies sollten wir umsetzen, denn es ist eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinde“, bekräftigte der Bürgermeister. Deshalb sei geplant, den Kaufvertrag 2027 und den Erschließungsabschluss 2028 unter Dach und Fach zu bringen. Kraus erläuterte den Sachstand des Alia-Projekts, wofür der Gemeindeanteil 10 Millionen Euro beträgt. Rund die Hälfte wurde bis zum 31. Oktober aufgewendet. An Förderungen und Zuweisungen erwarte man 5.610.900 Euro.

Abwasser, Schule und Straßen: Geplante Maßnahmen

Leicht steigen werden die Abwasserbeiträge. Für den Ringschluss „Lohbachwinkel“ falle 2027 pro Haushalt ein Verbesserungsbeitrag an. Die Hoheit hat hier der Wasserzweckverband Mantel-Weiherhammer. In der Grundschule sei der Obergeschossflur an der Reihe. Weitere geplante Maßnahmen: Deckschichterneuerungen, Bordstein- und Gehsteigverbesserungen.

Noch aufnahmefähig seien alle drei Kitas in Weiherhammer und Kaltenbrunn. Von den zusammen 1,75 Millionen Euro Kosten habe die Gemeinde 850.000 Euro zu tragen. Träger und Gemeinde beschäftigt die Reform des Bayerischen Kinder- und Bildungsgesetzes. Ab Januar komme es zum Wegfall der 100 Euro pro Kind für die Eltern als Zuschuss der Kindergartengebühren. „Die finanzielle Situation lässt die Übernahme nicht zu; wir hätten es uns anders gewünscht“, bemerkte Kraus.

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Finanzen: Schulden, Kredite und Förderungen

Zur Finanzlage erklärte der Bürgermeister: „Die Rücklagen sind aufgebraucht. Der aktuelle Schuldenstand beträgt 3.889.000 Euro, pro Kopf 991,33 Euro. Genehmigte und nicht abgerufene Kredite stehen derzeit bei 3.500.000 Euro. Wir dürfen nicht auf Kosten der Zukunft leben, aber auch nicht aus Angst vor Schulden aufhören, in die Zukunft unserer Gemeinde zu investieren. Die Kunst wird sein, beides miteinander in Einklang zu bringen“, unterstrich Kraus.

Zu sprechen kam der Bürgermeister auch auf weitere Anliegen. Dabei richtete er einen Appell an die Weiherhammerer wegen wilder Müllablagerungen an den Containern, die von Gemeindearbeitern mit viel Zeitaufwand entsorgt werden müssten. Deshalb will man den Sachverhalt verfolgen und gegebenenfalls Kameras installieren. Die Geschwindigkeitsmessungen ergeben dort, wo gemessen wurde, keine großen Auffälligkeiten.

Engagement, Bücherei und Hallenbad

„Ohne Euch wäre das nicht denkbar“, wandte sich Kraus an Büchereileiterin Tanja Wagner und ihr Team, das ein Plus von 1.100 Ausleihen verzeichnet. Dank und Beifall galt ebenso Bademeister Martin Spitzer und seinem Team, das im Hallenbad bis dato nahezu 20.000 Besucher zählte. „Es ist so viel wert, dass wir die Nachbarschaftshilfe haben“, sagte Kraus. Er lud für 25. November, 15 Uhr, zum Präventionskabarett „Ned mit mir“ ins BHS-Innovisions-Center ein.

Seinem umfassend großen Dank fügte Bürgermeister Kraus hinzu: „Ohne Ehrenamt wären wir schon lange verloren.“ Auf die Bürgermeistersprechstunde verweisend: „Konstruktive Kritik nehmen wir gerne entgegen.“

Begleitung im Schützenheim

Im Schützenheim präsentierte Bürgermeister Julian Kraus einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde. Begleitet wurde er von GL Christian Wirth, Bauamtsleiter Michael Klein, Kämmerin Tanja Bittner und Ordnungsamtsleiter Johannes Raum.

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