Viel Gesprächsstoff beim FWG-Bürgergespräch in Vorbach

Viel Gesprächsstoff beim FWG-Bürgergespräch in Vorbach
Um die 30 Interessierte waren in den Dorfwirt gekommen, um sich von den Kandidaten und Zielen der FWG ein Bild zu machen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Sebastian Pittner sowie einer kleinen Brotzeit äußerten sich zunächst die Bewerber fürs Gemeinderatsmandat zu den 14 Punkten im Wahlprogramm.
Pläne von Florian Plößner
Anschließend skizzierte Bürgermeisterkandidat Florian Plößner seine Pläne: Er ging ein auf Möglichkeiten, neuen Wohnraum zu schaffen – „auch für Menschen, die sich angesichts hoher Baupreise kein Eigenheim leisten können“, und brachte dabei ein kommunales Wohngebäude in Oberbibrach ins Spiel. Besonders wichtig sei ihm bei allen Vorhaben eine transparente Finanzpolitik: Wir müssen angesichts der zahlreichen Herausforderungen Prioritäten setzen und diese dann der Reihe nach abarbeiten. Und: „Wir müssen angesichts der wirtschaftlichen Lage in Zukunft sparsamer wirtschaften!“ Weiterhin dürfe es nicht mehr sein, dass Gemeinderäte von Bauvorhaben erst aus der Zeitung erfahren. „Größere Projekte sollten schon zuerst im Gremium bezüglich deren Notwendigkeit und Machbarkeit diskutiert werden und dann erst in der Öffentlichkeit. Man begebe sich sonst aus gemeindlicher Sicht in eine schlechte Verhandlungsposition.“ Um Neubürgern den Einstieg ins Gemeindeleben zu erleichtern, möchte er zudem ein Patensystem einführen.
Dorfladen sorgt für Diskussionen
Für viel Diskussionsbedarf sorgte anschließend der Vorbacher Dorfladen. „Kann man denn nichts gegen das seit Jahren bestehende hohe Defizit machen?“ wollte ein Gast wissen. „Wir machen seit sechs Jahren durch Anträge regelmäßig Vorschläge, um den Fehlbetrag im hohen fünfstelligen Bereich zu senken“, antwortete Gemeinderat Christian Friedrich. „Wir alle wollen den Dorfladen haben, aber es braucht ein Konzept, mit dem der Laden, der ja eine freiwillige Ausgabe der Gemeinde ist, auch in schlechten finanziellen Zeiten erhalten bleiben kann“, ergänzte Pittner: „Aber die letztliche Befugnis liegt halt nun einmal beim Bürgermeister und da hat sich leider nichts getan.“
Hochwasserschutz und Infrastruktur
Auf Nachfragen zum Stand des Hochwasserschutzes in Oberbibrach antwortete Plößner, dass es seit 2020 nicht wirklich vorangehe, weil sich Behörden gegenseitig blockieren. Darauf zu setzen, dass sich ein derartiges Ereignis so schnell nicht wiederholen könne, sei fahrlässig, wie Gemeinderat Dominik Eckert auf Nachfrage betonte: „Auch vor dem Dammbruch standen zahlreiche Gebäude und Straßen bereits unter Wasser.“
Des Weiteren gab es noch Fragen zur anstehenden Erneuerung der Bahnbrücke, im Zuge derer auf Anraten Norbert Speckners die Möglichkeit einer Gehwegverbreiterung geprüft werden solle. Wir möchten auch weiterhin eine starke Fraktion bilden, die wie in der letzten Periode auch in Zukunft viele ihrer Vorhaben umsetzen kann, richtete Martin Kräml einen Appell an die Anwesenden.
Die nächsten Termine sind dann am 5. Februar im Schützenhaus und am 10. Februar im MCO-Heim jeweils in Oberbibrach.


