Viel Überredungskunst und ein Schock bei CSU-Neuwahlen
Viel Überredungskunst und ein Schock bei CSU-Neuwahlen
Zehn Mitglieder des insgesamt 16 Mitglieder starken Ortsverbandes waren zur Ortshauptversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Eine prozentuale Teilnahme von Mitgliedern, über die manch anderer Verein freudig wäre, wie aus der Runde zu vernehmen war.
Schock bei Neuwahlen
Der Bericht Herbert Lindners über die Tätigkeit des CSU-Ortsverbandes im Pleysteiner Ortsteil war kurz. Er erinnerte an das Ableben zweier langjähriger Mitglieder, an den Besuch von Delegierten- und Nominierungsversammlungen sowie an die Plakatierungen anlässlich vergangener und der jetzt aktuell bevorstehenden Wahl.
Pleysteins Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang leitete in gewohnter Weise die Neuwahlen mit den anwesenden zehn stimmberechtigten Mitgliedern. Doch dann der Schock: Herbert Lindner hatte das Ergebnis der Kommunalwahl noch nicht verdaut. Er beklagte sich, dass das Ergebnis und vor allem die Stimmen für die einzelnen Kandidaten, er selbst mit eingeschlossen, die vorher ausgegebene Grundrichtung über das „Zusammenhalten der Dörfer“ nicht habe erkennen lassen.
Ärger über Bestellung eines Ortssprechers
„Es sind keine Stimmen nach Burkhardsrieth zurückgekommen“, monierte Herbert Lindner. Ihm missfiel auch, dass sein Wunsch nach der Bestellung eines Ortssprechers, auch wenn dieses Ansinnen nur mündlich gegenüber Bürgermeister Rainer Rewitzer geäußert worden war, nicht erfüllt wurde. Zusammen mit dem Vorsitzenden lehnten auch Schriftführer Maximilian Wolf und Schatzmeister Markus Grötsch eine Wiederwahl ab.
Markus Grötsch nutzte die Ortshauptversammlung sich mit klaren Worten über die derzeitige Landwirtschaftspolitik des Bundes zu beklagen. „Wir sind am Limit“, meinte der Landwirt aus der Bodenmühle. Er habe mit der großen Politik abgeschlossen, meinte Grötsch resigniert. „Wenn ich nicht im Stall bin, bin ich im Büro wegen der immer mehr zunehmenden Bürokratie“. Grötsch nimmt auch die Preise unter die Lupe, die Landwirte für ihre Erzeugnisse und Jungtiere erhalten. „Wenn ein Bullenkalb weniger kostet als ein Stallhase ist das nicht mehr richtig“.
MdL Stephan Oetzinger und Zweiter Bürgermeisterin Andrea Lang blieb nur noch die Möglichkeit ein Gespräch mit MdB Albert Rupprecht anzubieten, um die genannten Probleme Richtung Berlin transportieren zu können.
Ortsverband nicht fallen lassen
CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger richtete den klaren Appell an die Mitglieder den Ortsverband „nicht fallen zu lassen“. Es sei als negativ anzusehen, wenn es in einem Ortsteil keine organisierten Parteien gebe, betonte der MdL.
Nach längerer Abfrage der anwesenden Mitglieder über die Bereitschaft ein Amt in der Vorstandschaft zu übernehmen, erklärte sich der ehemalige Stadtrat und auch einstige CSU-Ortsvorsitzende Anton Nistler zu einem Wiedereinstieg bereit. CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger und Andrea Lang hatten vorher mit Engelszungen die Notwendigkeit des Fortbestandes des CSU-Ortsverbandes hervorgehoben.
Mit Überredungskunst zum neuen Vorstand
Dazu wurden den Mitgliedern neben den Aufgaben eines Ortsvorsitzenden und die Postenübernahme von Schriftführer und Schatzmeister mit dem Angebot auf entsprechende Unterstützung schmackhaft gemacht. Wegen der Installation eines Ortssprechers machte Andrea Lang eine klare Ansage: Für diese Aufgabe muss sich jemand zur Verfügung stellen. Anton Nistler lehnte die Übernahme dieser Aufgabe ab.
Bereit aber war Anton Nistler das Amt des CSU-Ortsvorsitzenden zu übernehmen. Mit neun Ja-Stimmen bei einer Enthaltung wählten die Mitglieder Anton Nistler. Mit den gleichen Stimmergebnissen wurde Christian Riedl in seinem Amt als zweiter Vorsitzender bestätigt, Schriftführerin Gerlinde Krämer und Schatzmeister Stefan Völkl neu in ihre Bereiche gewählt. Als Beisitzer wurden Margit Riedl, Josef Riedl und Josef Schlögl gewählt. Herbert Lindner übernimmt mit Georg Meier die Aufgabe der Kassenprüfer.




