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Winterdienst und steigende Energiekosten: Viel zu besprechen bei Bürgerversammlung

Kohlberg. Viele Themen gab es bei der Bürgerversammlung in Kohlberg zu besprechen. Ob Zebrastreifen, Winterdienst oder die Unterscheidung von Gehsteig und Fußweg - das Spektrum der Fragen war breit gefächert.

Winterdienst und steigende Energiekosten: Viel zu besprechen bei Bürgerversammlung

Die Bürgerversammlung in Kohlberg war mehr als gut besucht. Foto: Hans Meißner
Gerhard List informiert die Anwesenden über aktuelles aus Kohlberg. Foto: Hans Meißner

Bei der Bürgerversammlung in Kohlberg gab es einige Punkte zu besprechen. So behindern parkende Autos in engen Siedlungsstraßen oftmals den Winterdienst. Viele andere Gemeinden haben dasselbe Problem. Nicht geräumte Straßen können aber zur Gefahr werden, deshalb folgte ein Aufruf zum ordnungsgemäßen Parken.

Kohlberger zeigen reges Interesse an der Gemeindepolitik

Die bereitgestellten Stühle im Rathaussaal reichten bei weitem nicht aus, es mussten mehrmals welche dazugestellt werden. Bürgermeister Gerhard List freute sich über den sehr zahlreichen Besuch, darunter auch sein Vorgänger Rudolf Götz und der Evangelische Pfarrer Marcio Trentini.

Einwohnerzahlen relativ konstant

Keine großartigen Bewegungen gab es nach Aussage des Bürgermeisters bezüglich der Einwohnerzahlen. Den fünf Geburten stehen zwar 13 Todesfälle gegenüber, es gab aber 39 Zuzüge und nur 30 Wegzüge. Beim Schuldenstand steht man unterhalb der landesweiten Verschuldung mit 537 Euro pro Einwohner in Kohlberg.

Der Dorferneuerungsabschnitt fünf ist abgeschlossen, es geht aber in 2023 weiter. Die ersten Erfolge der Maßnahme sind sichtbar und werden wahrgenommen. Nicht nur die Marktgemeinde profitiert von der Dorferneuerung, auch für Haus- und Grundstücksbesitzer sind Mittel vorhanden, Beratungen sind kostenlos, bei Interesse steht der Bürgermeister gerne zur Verfügung, so List. Nahezu fertiggestellt ist der Radweg in Richtung Hirschau. Mithilfe des Programmes “Stadt und Land” bekam man 80 Prozent Förderung. Auch einige Flurwege wurden wieder instand gesetzt.

Starkregenfälle bereiten immer noch Sorgen

Besonders bei Starkregenfällen kommt es immer wieder zu Überschwemmungen. Mit kleineren Maßnahmen konnten zwar schon Verbesserungen erreicht werden, der große Erfolg ist es aber noch nicht, so List. Nur gemeinsam kann man hier eine weitreichende Lösung erreichen, ist sich der Bürgermeister sicher.

Besonders dreist gingen Einbrecher beim Einbrauch in den gemeindlichen Bauhof vor. Alles, aber auch wirklich alles, wurde dabei gestohlen. „Zum Glück sind wir gut versichert und bekommen den Schaden ersetzt“, so List.

OTH Amberg-Weiden
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Bei der Bürgerversammlung haben die Bürger das Wort, so auch der Name. In Kohlberg ist dies nicht anders. Vom Zebrastreifen an der neuen Bushaltestelle bis zum Winterdienst – das Spektrum der Anfragen, Anliegen und Fragen war breit gefächert. Durch was zeichnet sich ein Gehsteig aus, oder ist es nur ein Fußweg oder gar nur ein Seitenstreifen der Straßen, Bürgermeister List hatte hier Aufklärungsarbeit zu leisten. Der Wunsch nach einer “Bürger-App” mit aktuellen Informationen stand auch ganz oben auf der Wunschliste der Anwesenden.

Steigende Energiekosten

Aufgrund steigender Energiekosten werden die Gebühren für Wasser und Abwasser ab dem 1. Januar 2023 angehoben. Zudem wird man einen Verbesserungsbeitrag erheben, der sehr sozial gestaltet werden soll.

Als das Raumprogramm für das Bürgerhaus gekürzt wurde, kam der Vorschlag auf, man könnte doch auch das Evangelische Gemeindehaus einbinden.

Die Röthenbacher wünschen sich von Herzen, so einige anwesende Röthenbacher, den Erhalt des Fußgängerüberweges über die Bahngleise.