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Woodstock gegen Rechts gedenkt Opfern des rechten Anschlags in München

Weiden. Die Aktivist/innen von "Woodstock gegen Rechts" hatten am 22. Juli zum gemeinsamen Gedenken an den 6. Jahrestag des rechten Terroranschlags im Olympia-Einkaufszentrum in München aufgerufen.

Woodstock gegen Rechts gedenkt Opfern des rechten Anschlags in München

Die Aktivist/innen von “Woodstock gegen Rechts” hatten am 22. Juli zu einem gemeinsamen Gedenken und Erinnern an den sechsten Jahrestag des rechten Terroranschlags im Olympia-Einkaufszentrum in München aufgerufen. Foto: Nina Krehl
Mit den Konterfeis der Getöteten erinnerte man an den rechten Terroranschlag vor sechs Jahren in München. Foto: Nina Krehl

Bei dem Anschlag wurde 2016 beim Olympia-Einkaufszentrum München (OEZ) insgesamt neun Menschen bei einem rechten, rassistischen und antiziganistischen Anschlag ermordet. Die Gedenkveranstaltung auf dem Macerata-Platz war trotz hoher Temperaturen gut besucht. Viele Besucher hielten inne und verfolgten die zahlreichen Redebeiträge oder informierten sich an den Infotafeln. Gekommen waren viele solidarische Menschen, aber auch anderer Gruppierungen wie dem Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte (OBTM), dem Rio Raum Weiden und den Jusos.

Vorträge und Reden

Neben Vorträgen der Aktivist/innen von “Woodstock gegen Rechts” beteiligten sich auch die
stellvertretende Juso-Vorsitzende Antonia Kurz sowie der zufällig in Weiden anwesende Bundestagsabgeordnete der Partei die Linke, Ates Gürpinar, mit Redebeiträgen. Thematisiert wurden neben dem Opfergedenken, die Radikalisierung des Täters über das Internet, dessen rechtsextreme Verbindungen sowie die Entpolitisierung der Tat durch die Einstufung als Amoklauf und der dreijährige Kampf der Hinterbliebenen und Überlebenden, bis die Tat als rechter, rassistischer Terror staatlich anerkannt wurde.

Aufklärung und Aufarbeitung

Deutlich wurde, dass der Terror am OEZ kein Einzelfall sei, sondern in einer Reihe mit den rechtsextremen Anschlägen in Halle und Hanau sowie dem rechts motivierten Mord an Walter Lübcke und den Anschlägen der neonazistischen Terrorvereinigung NSU zu sehen sei. Die Gesellschaft dürfe nicht die Augen verschließen, sondern müsse rechtsextremen Strömungen wo es geht solidarisch entgegenwirken und Aufklärung und Aufarbeitung vorantreiben, um gemeinsam den rechten Terror zu stoppen.

Gebet für die Opfer

In einer um 17:51 Uhr (Tatzeit) gehaltenen Schweigeminute wurde den Opfern Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabina S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ würdevoll gedacht.

Abschließend sprach der Imam des deutschsprachigen Muslimkreises Weiden, Maher Khedr,
zu den Teilnehmern. Nach trauernden und verbindenden Worten beendete Khedrs Gebet für die Opfer die Veranstaltung.

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