Trotz Pächterwechsel: Im Waldhaus Pfaben geht es nahtlos weiter
Trotz Pächterwechsel: Im Waldhaus Pfaben geht es nahtlos weiter
Nachdem die bisherigen Pächter Stephanie und Christopher Stehbach ihr Pachtverhältnis zum 1. September beendet haben, hat die Stadt Erbendorf als Eigentümerin der idyllisch am Wildgehege gelegenen Gaststätte schnell reagiert und die Verpachtung neu ausgeschrieben.
Neue Pächter bis Mitte Oktober
Insbesondere die berufliche Doppelbelastung hätte das Paar zu dem Schritt bewogen. Für das Waldhaus soll die Geschichte jedoch weitergehen. „Wir haben vier Bewerber und werden die Pacht wohl bis Anfang/Mitte Oktober neu vergeben“, sagt Bürgermeister Bernhard Schmidt. Bis dahin beabsichtigt die Stadt, den Betrieb übergangsweise aufrechtzuerhalten. Derzeit kümmert sich Jenny Pregler um die Bewirtung, während städtische Mitarbeiter noch kleinere Arbeiten im Waldhaus erledigen.
Für Schmidt steht fest, dass das beliebte Ausflugsziel erhalten bleiben muss. „Wir müssen doch was tun, damit im südlichen Steinwald zumindest noch ein Wirtshaus offen ist“, sagt der Bürgermeister. Deshalb sorgt die Stadt dafür, dass das Waldhaus auch an diesem Wochenende geöffnet hat. „Es wurde herrliches Wetter vorhergesagt und da wollen wir natürlich dafür sorgen, dass man im Steinwald einkehren kann.“
Gute Nachricht für Wanderer und Radfahrer
Das ist für viele Wanderer, Radfahrer und Ausflügler eine gute Nachricht. Denn die Gaststätte am Wildgehege ist längst mehr als nur eine Einkehrmöglichkeit. Sie ist ein fester Bestandteil des Ausflugsziels rund um Pfaben und den Steinwald. Von den einst vier Gaststätten in und um Pfaben war zuletzt nur noch das Waldhaus – wenn auch lediglich am Wochenende – als gastronomische Anlaufstelle übrig geblieben. Umso größer war die Enttäuschung bei manchem Ausflügler, wenn nach der Wanderung oder Radtour die Türen verschlossen blieben.

Wo Wanderer und Ausflügler enttäuscht von dannen ziehen müssen
Pfaben. Jahrzehntelang war es ein beliebter Anziehungspunkt, heute ist es eine Bauruine: das Steinwaldhaus. Es steht symptomatisch für den Niedergang der Gastronomie im Steinwald.
Ganzjährig ein attraktives Ziel
Auch wenn das Waldhaus nur am Wochenende und an Feiertagen geöffnet ist, lohnt sich der Weg dorthin. Das Areal bleibt ein attraktives Ziel für Wanderer und Familien. Gleich neben dem ehemaligen Forsthaus liegt das große Rotwildgehege, das ganzjährig frei zugänglich ist. Ein Spielplatz lädt die jüngsten Besucher zum Toben ein. Wer seine Brotzeit selbst mitbringt, findet rund um das Waldhaus passende Sitzmöglichkeiten für eine Rast. Im Obergeschoss des ehemaligen Forsthauses befindet sich zudem eine gemeinsame Informationsstelle von Bayerischen Staatsforsten, Naturpark Steinwald und GEOPARK Bayern-Böhmen. Dort gibt es Wissenswertes über Wald, Wild, Geologie und die Natur der Region zu entdecken.
Mit dem Auto kann man nicht zum Waldhaus fahren. Wer zu Fuß oder mit dem Rad von Pfaben startet, kann es über den Waldhistorischen Lehrpfad und vorbei am Saubadfelsen nach rund 2,5 Kilometern Fußweg erreichen. Der Weg führt durch den Steinwald und macht den Ausflug schon unterwegs zu einem kleinen Naturerlebnis.



