Kliniken Nordoberpfalz: Sie pflegen. Sie forschen. Sie verändern den Klinikalltag.
![[Advertorial] Weiden. Was machen eigentlich Pflegewissenschaftlerinnen? Vier junge Frauen aus dem Klinikum Weiden geben Antworten – und zeigen, warum moderne Pflege längst weit mehr ist als Blutdruck messen und Verbände wechseln.](https://oberpfalzecho.de/cache/images/a8dc7083-IMG_4507-scaled-1100.jpeg)
Kliniken Nordoberpfalz: Sie pflegen. Sie forschen. Sie verändern den Klinikalltag.
Als Barbara Völkl erzählt, dass sie neben ihrem Vollzeitjob auf der Intensivstation noch berufsbegleitend studiert hat, klingt das beinahe selbstverständlich. Wochenenden an der Hochschule, unter der Woche Schichtdienst, Lernen, Hausarbeiten – und trotzdem nie die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. „Doch“, sagt sie. „Auf jeden Fall.“
Denn die 28-Jährige gehört zu einer Berufsgruppe, die in Deutschland noch kaum bekannt ist: Pflegewissenschaftlerinnen. Zusammen mit Tanja Nenning, Amelia Haderer und Cara Brown bildet sie seit gut einem Jahr das pflegewissenschaftliche Team der Kliniken Nordoberpfalz. Vier Frauen, vier unterschiedliche Lebenswege – aber ein gemeinsames Ziel: wissenschaftliche Erkenntnisse dorthin bringen, wo sie am Ende zählen. Ans Krankenbett.
Zwischen Hörsaal und Intensivstation
Wer „Wissenschaft“ hört, denkt an Labore, Professoren oder Universitäten. Mit der Realität der vier Frauen hat das wenig zu tun. Sie verbringen den Großteil ihrer Arbeitszeit ganz normal auf ihren Stationen. Barbara Völkl arbeitet auf der Erwachsenen-Intensivstation, Tanja Nenning auf der Kinderintensivstation, Amelia Haderer in der Dialyse, Cara Brown in der Gynäkologie,
An manchen Tagen im Monat wechseln sie ins Büro. Dann diskutieren sie Studien, lesen internationale Leitlinien, entwickeln Standards oder planen Schulungen. Dienstags treffen sie sich regelmäßig zum Austausch. Ihre Aufgabe klingt zunächst abstrakt. Tatsächlich betrifft sie jeden Patienten.
„Es gibt ständig neue wissenschaftliche Erkenntnisse“, erklärt Amelia Haderer. Aber nur weil irgendwo eine Studie veröffentlicht wird, heißt das noch lange nicht, dass sie automatisch in der Pflege ankommt. Genau diese Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen die vier Frauen. Oder einfacher gesagt: Die Pflegewissenschaftlerinnen sorgen dafür, dass moderne Erkenntnisse nicht im Aktenordner verschwinden, sondern im Klinikalltag gelebt werden.
Wissenschaft muss praktisch werden
Ein gutes Beispiel ist das letzte große Projekt: Infusionsmanagement. Auf den ersten Blick wirkt das Thema unspektakulär. Tatsächlich geht es um einen Bereich, mit dem täglich hunderte Patienten in Berührung kommen. Welcher Zugang eignet sich für welche Medikamente? Wie werden Infusionen hygienisch angeschlossen? Wann muss ein Verband gewechselt werden? Welche aktuellen Empfehlungen gelten?
Die vier Pflegewissenschaftlerinnen haben dazu einen hausweiten Standard entwickelt. Dafür sichteten sie wissenschaftliche Literatur, werteten Leitlinien aus, stimmten sich mit Hygienefachkräften, Ärzten und den verschiedenen Fachabteilungen ab und erarbeiteten schließlich ein umfangreiches Konzept.
Doch damit endet ihre Arbeit nicht. Jetzt beginnt der vielleicht schwierigste Teil: Die neuen Standards müssen im gesamten Krankenhaus ankommen. Deshalb organisieren sie Schulungen, beantworten Fragen auf den Stationen und begleiten die Umsetzung.
Jeder bringt seine eigene Stärke ein
Ob Ernährung, Mundpflege oder Neugeborene – inzwischen verantwortet jede der vier Pflegewissenschaftlerinnen eigene Projekte. Barbara Völkl beschäftigt sich mit dem Erkennen von Mangelernährung bei Patienten. Amelia Haderer arbeitet derzeit an einem Standard zur Mundpflege und Empfehlungen zu Aromatherapie – ein Wunsch, der aus den Stationen selbst kam, insbesondere aus der Palliativpflege.
Cara Brown entwickelt einen einheitlichen Standard für Bonding, also den frühen Hautkontakt zwischen Eltern und Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt. Tanja Nenning arbeitet am Traineeprogramm für frisch examinierte Pflegefachkräfte mit und ist an der Entwicklung eines Schutzkonzeptes für die Kliniken beteiligt. So unterschiedlich die Projekte sind – sie haben alle dasselbe Ziel: Pflege kontinuierlich besser zu machen.
Akademisch – aber mit beiden Beinen in der Praxis
Alle vier Frauen sind ausgebildete Pflegefachkräfte und haben zusätzlich studiert. Barbara Völkl ging diesen Weg über die Ausbildung in der Akademie NEW Life in Neustadt/WN, den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen und schließlich den Bachelorstudiengang für Intensiv- und Anästhesiepflege in Regensburg. Cara Brown absolvierte Studium und Ausbildung parallel. Tanja Nenning entschied sich für ein duales Studium. Amelia Haderer studierte zunächst Pflege und Gesundheitsfürsorge, bevor sie ihre Ausbildung absolvierte.
Gerade diese unterschiedlichen Wege sehen sie heute als Stärke. Denn Pflegewissenschaft bedeutet nicht, den Kontakt zu den Patienten aufzugeben. Im Gegenteil. Alle vier arbeiten weiterhin regelmäßig auf ihren Stationen. Dadurch erleben sie täglich selbst, welche Ideen funktionieren – und welche eben nicht.
„Der Ansatz ist oft gut. Aber die Praxis wird vergessen.“
Wenn das Gespräch auf die Gesundheitspolitik kommt, werden die vier nachdenklich. Amelia Haderer wünscht sich vor allem eines: mehr Praxisnähe. Viele Vorgaben seien grundsätzlich sinnvoll. In der Realität führten sie jedoch häufig zu noch mehr Bürokratie.
Als Beispiel nennt sie Warnsysteme zur Früherkennung einer Sepsis. Die Idee dahinter sei richtig. Doch wenn Computerprogramme etwa beim niedrigen Blutdruck von älteren Patienten Alarm schlagen, obwohl die Werte für die Betroffenen völlig normal seien, müssten Pflegekräfte immer neue Kontrollen durchführen. „Der Ansatz ist gut“, sagt sie. „Aber manchmal wird zu wenig darüber nachgedacht, wie sich das später tatsächlich umsetzen lässt.“ Gerade in Zeiten des Personalmangels koste jede zusätzliche Dokumentation wertvolle Zeit. Zeit, die eigentlich den Patienten gehören sollte.
„Nicht der Beruf macht müde – sondern der Druck.“
Ein weiteres Thema bewegt die Pflegewissenschaftlerinnen besonders: die hohe Fluktuation. Viele junge Pflegekräfte verließen ihren Beruf nicht, weil ihnen die Arbeit keinen Spaß mehr mache. Sondern weil die Belastung irgendwann zu groß werde. Haderer erinnert sich an Nachtdienste, in denen sie allein für rund 30 Patienten verantwortlich war. Viele davon hochbetagt, pflegebedürftig, mehrfach pro Nacht umlagerungsbedürftig. Dazu Medikamente richten, Kontrollen durchführen, Notfälle versorgen.
„Ich bin überzeugt, dass die meisten ihren Beruf mögen“, sagt sie. „Aber viele halten diesen Druck irgendwann einfach nicht mehr aus.“ Deshalb brauche Pflege vor allem eines: ausreichend Personal. Das sei keine Frage einzelner Krankenhäuser, sondern eine politische Aufgabe.
Warum bleiben sie trotzdem?
Trotz aller Herausforderungen wirkt während des Gesprächs keine der vier resigniert. Im Gegenteil. Als gefragt wird, warum sie geblieben sind, kommt die Antwort ohne langes Überlegen. „Weil der Beruf unglaublich erfüllend ist.“ Es seien die Begegnungen mit Menschen. Die Gespräche. Die Möglichkeit, Patienten oft über Tage oder Wochen zu begleiten.
Pflege hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Sie ist komplexer geworden. Patienten werden älter, Krankheitsbilder anspruchsvoller, medizinische Möglichkeiten vielfältiger. Mit dieser Entwicklung wächst auch der Anspruch an die Pflege. Pflegewissenschaftlerinnen sorgen dafür, dass neue Erkenntnisse tatsächlich bei den Menschen ankommen. Genau dafür arbeiten die vier Frauen der Kliniken Nordoberpfalz jeden Tag – im Büro ebenso wie am Patientenbett.

Ohne sie geht es nicht: Internationale Pflegefachkräfte sichern Zukunft der Kliniken Nordoberpfalz
[Advertorial] Weiden. „Ohne internationale Pflegekräfte geht es nicht.“ Pflegedirektorin Angela Dzyck formuliert es ohne Umschweife. 22 Pflegefachkräfte aus fünf Ländern bereiten sich derzeit an den Kliniken Nordoberpfalz auf ihre berufliche Anerkennung in Deutschland vor. Sie bringen jahrelange Berufserfahrung mit – und werden für die Versorgung in der Region dringend gebraucht.




