Krankenhausreform: Kliniken in Amberg und Amberg-Sulzbach planen engere Zusammenarbeit

Krankenhausreform: Kliniken in Amberg und Amberg-Sulzbach planen engere Zusammenarbeit
Die Kliniken der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach wollen ihre Zusammenarbeit verstärken. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern und die bestehenden Krankenhausstandorte wirtschaftlich zu stabilisieren. Wie die beiden Kommunalunternehmen Klinikum St. Marien Amberg und Krankenhäuser Landkreis Amberg-Sulzbach in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären, laufen dazu seit August Gespräche auf Ebene der Klinikleitungen und Aufsichtsgremien.
Krankenhausreform erhöht den Handlungsdruck
Hintergrund ist die anstehende Krankenhausreform, die in den kommenden Jahren die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Leistungsangebote der Kliniken erheblich verändern wird. Hinzu kommt der seit Jahren bestehende Kostendruck, der sich nach Angaben der Kliniken durch das vor Kurzem in Kraft getretene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ab 2027 nochmals deutlich verschärfen wird.
Die Verantwortlichen der Krankenhäuser und ihrer kommunalen Träger stehen damit vor der Herausforderung, auf die veränderten Bedingungen zu reagieren. Gleichzeitig soll die etablierte, qualitativ hochwertige stationäre Gesundheitsversorgung mit ihrem umfassenden Angebot dauerhaft und wohnortnah erhalten bleiben.
Gemeinsame Konzepte für die Klinikstandorte
Seit August beraten die Verantwortlichen darüber, wie sich die Versorgungsstrukturen in der Region gemeinsam weiterentwickeln lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die medizinischen Angebote langfristig gesichert und die bestehenden Standorte wirtschaftlich stabilisiert werden können.
Die Strukturen sollen mittel- und langfristig so gestaltet werden, dass der Bevölkerung weiterhin ein möglichst umfassendes Leistungsangebot zur Verfügung steht. Dies betrifft sowohl die Grund- und Regelversorgung als auch die Schwerpunktversorgung.
Durch eine abgestimmte Strukturentwicklung soll zudem die Wirtschaftlichkeit der Kliniken nachhaltig verbessert werden. Damit sollen auch die kommunalen Träger dauerhaft finanziell entlastet werden.
Landrat und Oberbürgermeister zuversichtlich
Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Fritz zeigen sich zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten ein gemeinsames Konzept abgestimmt werden kann, mit dem diese Ziele erreicht werden können.
Oberste Priorität bleibt dabei die Stärkung und langfristige Sicherung der Patientenversorgung im Stadtgebiet Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach.
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