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MSR Bertelshofer
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Naturfreunde erleben Kneipp und Kräuter in Waldsassen

Waldsassen. An Mariä Himmelfahrt erkundeten die Naturfreunde aus Weiden im Klostergarten der Abtei die Heilpflanzen nach Hildegard von Bingen und probierten Kneipp-Anwendungen. Danach ging es zur Straußenfarm Mitterhof.

Waldsassen. An Mariä Himmelfahrt erkundeten die Naturfreunde aus Weiden im Klostergarten der Abtei die Heilpflanzen nach Hildegard von Bingen und probierten Kneipp-Anwendungen. Danach ging es zur Straußenfarm Mitterhof.
Wasserbad von Sebastian Flaschel. Foto: Herbert Schmid

Naturfreunde erleben Kneipp und Kräuter in Waldsassen

Antike Weisheit für Gesundheit: „Mens sana in corpore sano“

Schon die alten Römer wussten, dass ein gesunder Leib und die Gemütsverfassung zusammengehören: „Mens sana in corpore sano“, so das verkürzte und meist falsch verstandene Zitat von Juvenal.

An zwei Beispielen aus dem Mittelalter und der Neuzeit erfuhren die Naturfreunde aus Weiden im Klostergarten in Waldsassen, dass die Fehlinterpretation wirkungskräftiger war als der ursprüngliche Appell. Eine zertifizierte Kräuterführerin erläuterte an einer Kräuterspirale und an vier Beeten, welche Empfehlungen bereits Hildegard von Bingen gab.

Für den Kopf helfen Veilchen und Brennnesseln, auch zur Stärkung des Abwehrsystems. Für Rumpf und Verdauung finden Eisenkraut und Distel Anwendung, im Bereich der Waden und Knöchel sind Dill und Schafgarbe hilfreich und an den Füßen sollen Schlüsselblume und Bertram heilsam sein.

Gruppe von Astrid Müller. Foto: Herbert Schmid

Kneipp-Lehre im Praxistest im Klostergarten Waldsassen

An anderer Stelle konnten Teile der fünf Säulen der Lehre von Sebastian Kneipp praktisch erprobt werden. Das Zusammenspiel von ausgeglichener Lebensführung, Bewegung, Heilkräutern, gesunder Ernährung und Wasseranwendungen stärkt die Selbstheilungskräfte. Dies zeigte ein Bad des Unterarms in kaltem Wasser, das Schmerzen lindern und bei Hitze Erleichterung schaffen kann.

Der Hinweis, dass mit wenig Aufwand und etwas Erfahrung Samen von Tomaten und anderen Pflanzen selbst nachgezogen werden können, regte bei der Gruppe intensive Diskussionen an. Naturfreunde bevorzugen eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen, statt den Verwertungsinteressen des Kapitals im Bereich der Agrarindustrie und Pharmaindustrie zu folgen, die die Steigerung ihrer Umsätze und die schnelle Gesundung von Arbeitskräften im Sinn haben, so der Vorsitzende Herbert Schmid.

Genuss auf der Straußenfarm Mitterhof bei Waldsassen

Im Anschluss wurden die Teilnehmenden durch handwerklich gefertigtes Eis und Kuchen auf der Straußenfarm Mitterhof belohnt, die ein ehemals der Abtei Waldsassen gehörender Vierseithof ist.

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