Blue Devils müssen sich trotz starker Leistung mit einem mageren Pünktchen zufrieden geben
Blue Devils müssen sich trotz starker Leistung mit einem mageren Pünktchen zufrieden geben
DEL 2, 31. Spieltag
Ravensburg Towerstars — Blue Devils Weiden 3:2 n. V. (1:1, 0:0, 1:1, 1:0)
Tore: 5. Min. Ahlroth 1:0, 12. Min. Alex-Olivier Voyer (Zach Tsekos) 1:1, 46. Min. Rassel 2:1, 49. Min. Tyler Ward (Voyer) 2:2, 64. Min. Karlsson 3:2. – Strafminuten: Ravensburg: 6; Weiden 4. – Zuschauer: 3055.
Eine ganz bittere Niederlage kassierten die Blue Devils, die wie erwartet neben dem Langzeitverletzten Tomas Rubes auch auf die angeschlagenen Calvin Pokorny und Vlad Filin sowie den erkrankten Noah Samanski verzichten mussten. Die Truppe von Coach Sebastian Buchwieser bot den favorisierten und zuletzt fünfmal in Folge siegreichen Gastgebern jederzeit Paroli, scheiterte aber einmal mehr an der mangelhaften Chancenverwertung. Und wenn du „Sch… am Fuß hast, hast du Sch… am Fuß“, wie ein bekannter Fußballer einmal philosophierte. In der Verlängerung mussten sich die Gäste unglücklich geschlagen geben. Mehr als ein Trostpflaster konnte der Zusatzpunkt angesichts der vorherigen starken Leistung aber nicht sein.
Simon Wolfs Monstersaves
Ungeachtet der jüngsten Niederlagenserie spielten die Blue Devils im ersten Drittel richtig stark auf, erspielten sich zahlreiche Chancen und standen auch defensiv sehr sicher. Ausnahme die 5. Minute, als Ahlroth Devils-Goalie Simon Wolf mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Doch Weiden zeigte sich unbeeindruckt und ausgerechnet der Ex-Ravensburger Voyer nutzte das zweite Powerplay zum hochverdienten Ausgleich. Pech hatte der stets für Unruhe beim Heimteam sorgende Tyler Ward, als er nach 15 Minuten am Pfosten scheiterte. Danach musste Simon Wolf zwei Monsterparaden auspacken, um das Remis in die Pause zu retten. Auch auf der anderen Seite erwies sich Towerstars-Goalie Sharipov als Meister seines Fachs.
Überlegene Blue Devils
Der zweite Abschnitt stand klar im Zeichen der starken Blue Devils. Die überzeugten durch große Disziplin, Kampfkraft und ein bärenstarkes Forechecking. Nach wenigen Sekunden vergab Fabian Voit eine Hundertprozentige, als er alleine vor dem Tor die Scheibe nur ans Außennetz setzte. Beherzt und druckvoll übernahm Weiden die Spielkontrolle, erspielte sich viele Möglichkeiten, scheiterte aber immer wieder am starken Sharipov. Die Zuschauer sahen eine abwechslungsreiche Partie, weil auch Ravensburg immer wieder schnelle Angriffe inszenierte. Ebenso wie die Gäste verzweifelten aber auch die Towerstars mehrmals am reaktionsschnellen Wolf. Gab es im ersten Drittel noch fünf Strafzeiten, kamen beide Teams jetzt ohne eine Strafminute aus.
Herrliche Kombination zum Ausgleich
Im letzten Abschnitt wurden die Gastgeber stärker und drängten die Devils zurück. Aber wie schon zuvor scheiterten sie immer wieder an Wolf, der aber in der 46. Minute fast zum tragischen Helden wurde. Er ließ einen eigentlich harmlosen Schuss zu Ravensburgs Topscorer Rassel prallen und er ließ sich nicht zweimal bitten: 2:1 für die Gastgeber. Doch wer dachte, das sei die Entscheidung, sah sich getäuscht. Die Blue Devils steckten nicht auf und kamen nach einer herrlichen Kombination über Zach Tsekos und Voyer durch Tyler Ward zum verdienten Ausgleich.
In der Verlängerung hatten Tommy Muck und Fabian Ribnitzky die Entscheidung auf dem Schläger, vergaben aber. Wie es besser geht, zeigte Ravensburg. Karlsson besorgte durch einen überlegten Schuss die Entscheidung.
Am Sonntag gegen Schlusslicht Kaufbeuren muss der Knoten endlich aufgehen, will man die immer kleiner werdende Chance auf die Playoffs wahren.




