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Dart-Ranglistenturnier in Weiden: drei Wettbewerbe, 65 Teilnehmer und ein Krimi-Finale

Weiden. Mit 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, spannenden Entscheidungen und starken sportlichen Leistungen ist die Steeldart Academy der SpVgg SV Weiden in die neue Ranglistensaison gestartet. Beim ersten Ranglistenturnier des Bezirks Oberpfalz standen erstmals in dieser Saison neben dem Herreneinzel auch ein Damen- und ein Jugendwettbewerb auf dem Programm.

Dart-Ranglistenturnier in Weiden: drei Wettbewerbe, 65 Teilnehmer und ein Krimi-Finale

Die Starter des Dart-Ranglistenturniers bei der SpVgg SV Weiden boten teils spektakulären Sport. Foto: Archiv David Rumler

Die Pfeile flogen, die Spannung stieg – und am Ende fiel die Entscheidung im Herrenfinale erst mit dem letzten Leg. Die Mehrzweckhalle Weiden war kürzlich Schauplatz des 1. Ranglistenturniers der Saison 2026/27 im Bezirk Oberpfalz des Bayerischen Dart-Verbands (BDV). Ausrichter war die Steeldart-Academy der SpVgg SV Weiden, die mit drei Wettbewerben und insgesamt 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen gelungenen Saisonauftakt auf die Beine stellte.

47 Spieler gingen im Herreneinzel an den Start, zehn Spielerinnen traten bei den Damen an. Dazu kamen acht Nachwuchsspieler, die sich im Jugendeinzel maßen. Dass alle drei Wettbewerbe ausgetragen werden konnten, war ein erfreuliches Zeichen für die Entwicklung des Dartsports in der Region.

Herren auf hohem Niveau

Im Herreneinzel bekamen die Zuschauer Darts auf hohem Niveau zu sehen. Kevin Neumann spielte sich souverän durch die K.-o.-Runde und ließ weder im Viertelfinale gegen Marcus Ettl noch im Halbfinale gegen Fabian Strobl ein Leg liegen. Beide Partien gewann er mit 4:0. Im Endspiel wartete Florian Gruber, der sich zuvor in einem engen Viertelfinale mit 4:3 gegen Sam König durchgesetzt und anschließend Philipp Bösl mit 4:0 bezwungen hatte. Das Finale hielt, was es versprach: Beide Spieler lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, das erst im entscheidenden Leg entschieden wurde. Neumann behielt die Nerven und machte mit einem 5:4 den Turniersieg perfekt.

Die beiden dritten Plätze gingen an Philipp Bösl und Fabian Strobl. Bösl hatte sich im Viertelfinale mit 4:3 gegen Benjamin Engler durchgesetzt, Strobl gewann gegen Yannick Dietl mit 4:2. Auch die Statistiken unterstrichen das hohe Niveau im Herrenfeld. Den besten Gesamt-Average des Tages erzielte Peter Schnupfhagn mit 73,25 Punkten, gefolgt von Turniersieger Neumann (71,39). Neumann glänzte zudem mit dem besten Average in den ersten neun Darts einer Aufnahme – dem sogenannten F-9-Average – von 86,45. Florian Gruber kam auf einen Gesamt-Average von 70,06.

Sam Königs 11-Darter

Bei den Maximaltreffern setzte sich Neumann mit fünf geworfenen 180ern an die Spitze. Je viermal gelang dieses Kunststück Peter Schnupfhagn, Florian Gruber, Fabian Strobl und Sam König. Gruber überzeugte außerdem mit 59 Aufnahmen über 100 Punkten und verbuchte damit die meisten Highscores des Tages.

Für das höchste Finish im Herrenwettbewerb sorgte Philipp Bösl mit einer 150. Auch seine Checkouts über 116 und 100 Punkte konnten sich sehen lassen. Das kürzeste Leg des gesamten Turniers gehörte dagegen Sam König: Mit einem 11-Darter lieferte er eines der sportlichen Highlights des Tages.

SSV Jahn – 3. Slot
SSV Jahn – 3. Slot
Der Nachwuchs lieferte sich packende Kämpfe. Mikl Eggers (links) und Peter Bösl (rechts) gratulierten Lukas Hofmann (1.), Lukas Ruppik (2.) sowie Julian Schmiedek und Raphael Ilsen (3.) Foto: privat
M. Eggers, M. Ettl, P. Bösl, K. Neumann, F. Strobl, F. Gruber, B. Engler, M. Dineiger | Foto: privat
Die besten Damen des Ranglistenturniers (von links) mit Mikl Eggers (links) und Igor Dineiger (rechts): Izabela Fliegner, Anabell Bär, Daniela Lanzl und Eva Schoreisz. Foto: privat

Annabell Bär behält im Finale die Nerven

Auch im Damenwettbewerb waren die Begegnungen häufig bis zum letzten Leg offen. Annabell Bär arbeitete sich mit einem 3:1 gegen Carolina Virlan im Viertelfinale und einem knappen 3:2 gegen Eva Schoreisz im Halbfinale ins Endspiel vor. Auf der anderen Seite des Turnierbaums zog Izabela Fliegner mit Siegen gegen Ingrid Goldhahn (3:0) und Daniela Lanzl (3:1) ins Finale ein. Dort entwickelte sich erneut ein enges Duell. Bär und Fliegner mussten über die volle Distanz von fünf Legs gehen, ehe die Siegerin feststand. Annabell bewies die stärkeren Nerven und gewann mit 3:2. Hinter der Zweiten Fliegner belegten Eva Schoreisz und Daniela Lanzl den dritten Platz.

Auch abseits der Platzierungen gab es bemerkenswerte Leistungen. Monika Dirmeier erzielte mit 44,40 den besten Gesamt-Average des Damenfeldes. Ihr kürzestes Leg beendete sie mit 19 Darts. Eva Schoreisz sammelte mit 13 Aufnahmen über 100 Punkten die meisten Highscores und erreichte mit 53,31 zugleich den besten F-9-Average. Der höchste Wurf des Wettbewerbs gelang Izabela Fliegner mit einer 140.

Nachwuchs überzeugt mit starken Zahlen

Besonders erfreulich war die Beteiligung im Jugendeinzel. Acht Nachwuchsspieler nutzten die Gelegenheit, sich beim startgeldfreien Wettbewerb zu messen und Turniererfahrung zu sammeln. Lukas Hofmann zog mit einem klaren 3:0 gegen Julian Schmiedek ins Finale ein. Lukas Ruppik musste im Halbfinale deutlich mehr kämpfen, setzte sich aber knapp mit 3:2 gegen Raphael Ilsen durch. Das Endspiel blieb ebenfalls bis zum Schluss offen: Hofmann gewann mit 3:2 gegen Ruppik und sicherte sich damit den Turniersieg. Die dritten Plätze belegten Schmiedek und Ilsen.

Hofmann überzeugte auch mit einem Average von 61,85 und einem 18-Darter, womit er die stärksten Werte des Jugendwettbewerbs schaffte. Bemerkenswert war zudem sein Auftritt im Herreneinzel: Dort kam er auf einen Average von 64,61 und erzielte damit den viertbesten Wert des gesamten Teilnehmerfeldes. Eine 180 sowie Highfinishes von 138 und 107 Punkten rundeten seine Leistung ab. Auch die anderen Nachwuchsspieler setzten Ausrufezeichen. Hofmann, Ruppik und Ilsen warfen jeweils eine 180. Ilsen erzielte mit 68,41 den besten F-9-Average des Jugendturniers. Ruppik gelang darüber hinaus ein beeindruckendes 160er-Finish – das höchste Checkout des gesamten Tages über alle drei Wettbewerbe hinweg.

Großes Lob für die Ausrichter

Gespielt wurde auf zwölf Boards, die allesamt mit Tablets ausgestattet waren. Die Anmeldung und die Turnierverwaltung liefen über das System Darthelfer. Dadurch waren Spielstände und Ergebnisse jederzeit transparent, während die Gruppenphase und die anschließenden K.-o.-Runden reibungslos abgewickelt werden konnten. Die Organisation lag in den Händen von Philipp Bösl und Simon Boll, die am Turniertag zusätzlich von Matthias Dineiger bei der Turnierleitung unterstützt wurden. Auch Mikl Eggers vom Bezirksvorstand verfolgte das Turnier bis zum Ende. Anschließend sprach er der Organisation Bestnoten aus und bedankte sich bei der Steeldart Academy für die vorbildliche Ausrichtung. Der Bezirk sei darauf angewiesen, dass Vereine bereit seien, Ranglistenturniere zu übernehmen.

Neben dem Sport kam auch das Drumherum gut an. Für Speisen und Getränke war gesorgt, das Catering erhielt von den Teilnehmern viel Lob. Auch die Mehrzweckhalle Weiden mit ihren zwölf Boards erwies sich als passende Spielstätte für den Ranglistenauftakt. Ein besonderer Dank der Ausrichter galt dem Sponsor Precise 180, der das Turnier mit neuen Boards unterstützte und damit zu den guten Spielbedingungen beitrug.

Gelungener Auftakt für die Saison 2026/27

Drei Wettbewerbe, 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, knappe Finalentscheidungen und zahlreiche starke Einzelwerte: Das erste Ranglistenturnier der Saison 2026/27 bot beste Voraussetzungen für die kommenden Wettbewerbe. Besonders das Herrenfinale zwischen Kevin Neumann und Florian Gruber sowie die beiden Entscheidungsspiele bei den Damen und in der Jugend sorgten für Spannung bis zum Schluss.

Mit der gelungenen Organisation und dem positiven Feedback aus dem Bezirk hat die Steeldart-Academy der SpVgg SV Weiden einen überzeugenden Auftakt hingelegt. Die nächsten Ranglistenturniere der Saison können kommen.