Blue Devils verlieren auf der Strafbank das Oberpfalzderby
Blue Devils verlieren auf der Strafbank das Oberpfalzderby
Am Freitagabend empfingen die Blue Devils Weiden die Eisbären Regensburg zum Derby in der Hans-Schröpf-Arena. In der Aufstellung stand wieder Calvin Pokorny, während neben den Langzeitverletzten krank oder verletzt Felix Noack, Fabian Voit, Zach Tsekos und Paul Vinzens fehlten. Dadurch liefen die Oberpfälzer ohne gelernten Center auf. Im Tor begann Michael McNiven, als Backup meldete sich Conner McLoed.
Luca Gläser stürmte erneut an der Seite von Tyler Ward, und Manuel Edfelder rückte wieder in den Angriff. Sebastian Buchwieser gab die Marschroute aus: „Die Jungs sind heiß und wir sind bereit für das Derby“. Für die Gäste hütete Ex-Weidner Jonas Neffin das Gehäuse. Mit voller Truppe reisten die Eisbären an, weshalb die Favoritenrolle vor dem ersten Bully klar bei den Regensburgern lag.
Frühe Devils-Führung, später Eisbären-Ausgleich
In der Hans-Schröpf-Arena schwiegen zunächst beide Fanlager wegen der erhöhten Eintrittspreise. Dann jubelten die Blue-Devils-Anhänger aber früh, weil Alex-Olivier Voyer einen Schuss unhaltbar zur Führung für die Hausherren abfälschte. Regensburg brauchte etwas, um den Rückstand zu verdauen. Weiden bestimmte überraschend die ersten Minuten. Eine Strafzeit gegen Tom Schwarz brachte den Eisbären die erste Überzahl, nach nur acht Sekunden musste jedoch auch ein Regensburger in die Kühlbox. Weiden blieb die aktivere Mannschaft, beide Seiten tauschten erste „Freundlichkeiten“ aus. Gefährlich wirkten die Eisbären nur, wenn die Reihe um Corey Trivino auf dem Eis stand; hier griff Michael McNiven mehrfach entschlossen ein.
In einer zerfahrenen Phase behielten die Blue Devils die Übersicht und ließen die Domstädter kaum zu Angriffen kommen. Fünf Minuten vor der ersten Pause kassierte erneut ein Weidener eine Strafe, doch das Penaltykilling stand und McNiven zeigte sein Können. Kurz vor der Drittelpause glichen die Eisbären per Nachschuss dann aber doch aus. Unmittelbar danach besaßen die Blue Devils noch eine Chance zur erneuten Führung, beide Teams gingen beim Stand von 1:1 aber in die Kabinen.
Wieder früher Weidener Stich
Regensburgs Constantin Ontl hatte es im Pauseninterview noch gesagt: „Man muss wacher aus der Kabine kommen“, doch wieder stachen die Blue Devils früh, Tyler Ward nutzte einen schlimmen Fehler der Eisbären-Abwehr und traf. Weiden erspielte sich weiter große Möglichkeiten. Erst nach drei Minuten kamen die Gäste erstmals geordnet in die Zone der Nordoberpfälzer. Bei einer angezeigten Strafe setzten die Eisbären Regensburg mit dem sechsten Feldspieler nach und erzielten den erneuten Ausgleich. Anschließend nahmen die Regensburger Fahrt auf und sammelten Chancen für den nächsten Treffer.
Fortan bestimmten die Gäste das Geschehen und prüften Michael McNiven immer wieder gefährlich, während Weiden teils minutenlang im eigenen Drittel feststeckte. Konter der Blue Devils brachten zwar Entlastung, blieben aber Stückwerk. Allerdings entwickelte sich wie schon im Auftaktdrittel phasenweise eine zerfahrene Partie, in der beide Teams mehr kämpften als kombinierten. Weiden drückte in der Schlussphase des Abschnitts noch einmal an, Alex-Olivier Voyer vergab eine vielversprechende Möglichkeit. Am anderen Ende zeigte McNiven erneut sein Können.
Regensburg nutzt lange Überzahl – Neffin hält den Sieg fest
Gleich nach Wiederbeginn setzte Tyler Ward den ersten Schuss ab, doch Jonas Neffin parierte mit der Maske. Danach überstanden die Eisbären die ersten Minuten ohne Gegentor. Beide Teams agierten konzentrierter und vorsichtiger, weshalb in den ersten sechs Minuten wenig passierte. Ein unnötiges Foul von Tom Schwarz bescherte Regensburg ein fünfminütiges Powerplay, und kurz darauf gingen die Gäste aus der Domstadt in Führung. Trotz weiterlaufender Überzahl bot sich Weiden die Ausgleichschance, doch der Pfosten rettete für Neffin.
Nach dem Ablauf der Strafe wanderte erneut ein Weidener auf die Bank. Wie schon zuvor erspielten sich die Hausherren in Unterzahl die besseren Möglichkeiten und überstanden auch diese zwei Minuten. Kurz darauf folgte die nächste Strafe gegen Weiden, und Noah Samanski scheiterte mit einer Topchance an Neffin. 64 Sekunden vor dem Ende bekamen die Blue Devils noch einmal Überzahl, aber Regensburgs Keeper zeigte sein Können und sicherte den Auswärtssieg.
Blue Devils Weiden – Eisbären Regensburg 2:3 (1:1/1:1/0:1)
Tore:
1:0 A, Voyer (00:44), 1:1 D. Morley (18:37), 2:1 T. Ward (20:19), 2:2 D. Peter (23:18), 2:3 D. Morley (47:34)
Schüsse:
28 – 32
Strafen:
35 – 6
Zuschauer:
2560




