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Blue Devils verlieren trotz starker Phasen – Nauheim trifft spät zum 2:3

Weiden. Trotz zahlreicher Ausfälle und personeller Umstellungen boten die Blue Devils Weiden dem EC Bad Nauheim einen intensiven, bis zur Schlussminute offenen Schlagabtausch. Die Rückkehr von Calvin Pokorny und Nick Jermain sorgte zwar für Entlastung, doch am Ende reichte es trotz großem Einsatz nicht zu Punkten.

Blue Devils verlieren trotz starker Phasen – Nauheim trifft spät zum 2:3

Foto: Christian Kaminsky

Blue Devils Weiden – EC Bad Nauheim 2:3 (1:0/0:2/1:1)

Auch an diesem Wochenende haben die Blue Devils wieder einige Ausfälle zu verkraften. Tyler Ward, Zach Tsekos und Luis Marusch standen weiterhin nicht zur Verfügung. Dafür kehrte Verteidiger Calvin Pokorny zurück, der sich beim Aufwärmen gegen Kassel verletzt hatte. Außerdem meldete sich Nick Jermain nach langer Pause zurück. Felix Krüger unterstützt die Blue Devils wieder in der Defensive. Auf der Torwartposition gab es ebenfalls einen Wechsel: Simon Wolf agierte bereits am Dienstag als Backup beim DEL-Club EHC München – eine direkte Folge der Verletzung von Münchens Nationaltorhüter Mathias Niederberger. Für die Blue Devils bedeutet das, dass Wolf voraussichtlich über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung steht. Neuer Backup-Goalie war Conner McLoed.

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Weiden nutzt doppeltes Powerplay zur Führung

Bad Nauheim setzte nach 60 Sekunden das erste Zeichen: Fischer prüfte Noack, kurz darauf verpasste Rubes nach Zuspiel hinter Kuhns Tor knapp das 1:0. Die Roten Teufel blieben aktiv, doch Weiden verhinderte gefährliche Abschlüsse. In Minute sechs zog Rubes von links ab, später scheiterte Muck per Schuss von der Blauen – Kuhn ließ prallen. Auch ein Angriff über Vinzens verpuffte, während Weiden zunehmend das Chancenplus sammelte.

Nach dem Powerbreak erhöhten die Blue Devils den Druck: Pokorny fand Schiemenz, Noah Samanskis Schlagschuss ging direkt auf Kuhn.

Unmittelbar danach kassierte Andrej Bires wegen Stockschlags zwei Minuten, kurz darauf folgte Taylor Vause– über eine Minute doppelte Überzahl für Weiden. Die nutzten die Oberpfälzer eiskalt: Luca Gläser traf im Powerplay nach Vorarbeit von Muck und Voit zum 1:0. So ging es mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Nauheim dreht auf – Führung im Mittelabschnitt

Das zweite Drittel begann im selben Tempo wie der erste Abschnitt. In der 22. Minute legte Rubes auf Gläser ab, dessen Schuss hauchdünn am Tor von Kuhn vorbeiging. Bad Nauheim antwortete sofort, Noack kann entschärfen. Kurz darauf schickte Muck die Scheibe lang, Rubes startete durch – ein Nauheimer klärte im letzten Moment.

In der 25. Minute fiel der Ausgleich: Im Getümmel vor Noack stocherte Bires den Puck über die Linie. Weiden antwortete mit Abschlüssen von Muck und Ribnitzky, doch Kuhn blieb stabil.

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

In Minute 31 lag der Puck frei vor Kuhn, Schiemenz zog sofort ab. Kurz darauf musste Pruden wegen Stockschlags runter. Im Powerplay kombinierten Voit und Samanski gefährlich, doch Kuhn rettete stark und so überstand Nauheim auch diese Unterzahl.

Direkt danach wurden die Gäste zielstrebiger und gingen in der 34. Minute mit 1:2 in Führung. Beflügelt erhöhten sie den Druck. Für Aufregung sorgte Bad Nauheims Torhüter Gerald Kuhn, der in einem Gerangel vor seinem Kasten gegen den gerade erst zurückgekehrten Nick Jermain austeilte. Der Weidener Stürmer blieb nach der Aktion liegen und musste direkt in die Kabine. Kuhn erhielt wegen Unsportlichkeit lediglich zwei Minuten – eine vergleichsweise milde Strafe. Weiden drängte im anschließenden Powerplay auf den Ausgleich, scheiterte aber an Nauheims kompakter Defensive. Insgesamt präsentierten sich die Hessen nun deutlich wacher, härter und effektiver als noch im ersten Drittel.

Schlussdrittel: Weiden drückt – Nauheim sticht spät zu

Weiden begann auch den Schlussabschnitt offensiv, traf jedoch auf eine stabil stehende Nauheimer Defensive. Kurz darauf mussten die Blue Devils in Unterzahl ran: Neal Samanski bekam zwei Minuten. Die Oberpfälzer verteidigten stark, Samanski kehrte aufs Eis zurück – und wenig später parierte Kuhn eine Riesenchance von Rubes. Weiden blieb am Drücker, doch Nauheim und sein starker Schlussmann blockten alles weg.

In der 52. Minute musste dann Vause wegen Haken runter. Weiden nutzte das Powerplay konsequent: Auf Zuspiel von Noah Samanski traf Cedric Schiemenz zum 2:2. Danach machten sich die Blue Devils im Drittel der Hessen fest, blieben aber ohne weiteren Treffer.

Zwei Minuten vor Schluss kam der späte Stich: Nauheim konterte eiskalt, Hickmott traf zum 2:3. Weiden nahm den Goalie vom Eis– doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Am Ende gewann Bad Nauheim die Partie mit 2:3.

DEL2, 19. Spieltag

Blue Devils Weiden – EC Bad Nauheim 2:3 (1:0/0:2/1:1)

Tore: 1:0 Luca Gläser (13:38), 1:1 Taylor Vause (24:23), 1:2 Parker Bowles (33:24), 2:2 Cedric Schiemenz (53:15), 2:3 Jordan Hickmott (57:29)

Strafminuten: 4 – 12

Torschüsse: 41 – 33

Zuschauer: 2.124

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