Blue Devils verzweifeln einmal mehr an ihrer Offensivschwäche
Blue Devils verzweifeln einmal mehr an ihrer Offensivschwäche
DEL 2, 36. Spieltag
Bietigheim Steelers – Blue Devils Weiden 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)
Tore: 10. Min. Manuel Edfelder (Alex-Olivier Voyer, Tyler Ward, 5:4) 0:1, 10. Min. Racuk (Hochreuther) 1:1, 52. Min. Fischer 2:1, 59. Min. Eckl (Empty Net) 3:1. – Strafminuten: Steelers: 4, Blue Devils: 4. – Zuschauer: 2450. – Einmal mehr wurde in einer ausgeglichenen Partie das große Manko der Blue Devils überdeutlich: Die Offensive ist einfach zu harmlos, spielt sich zu wenige Chancen heraus und vergibt diese dann zuz allem Überfluss auch noch. Mit dieser weiteren Niederlage verliert Weiden immer mehr den Anschluss an die Pre-Play-Offplätze.
Die Blue Devils begannen mit Simon Wolf im Tor, mussten in dieser richtungsweisenden Partie weiterhin auf wichtige Spieler verzichten (Rubes!!). Dennoch dominierten sie in den ersten Minuten klar und hatte in den ersten vier Minuten schon vier Chancen. Bietigheim dagegen schoss in der 7. Minute erstmals aufs Tor, doch Wolf parierte. Völlig verdient ging die Truppe von Coach Sebastian Buchwieser im ersten Überzahlspiel in Führung. Voyer hatte Edfelder glänzend in Szene gesetzt und der ließ sich nicht zweimal bitten. Ärgerlich der schnelle Ausgleich nur 44 Sekunden später, als die Devils-Defensive Racuk „vergaß“. Ansonsten überzeugten die Gäste mit einem disziplinierten Forechecking, durch das sie die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen ließen.
Bescheidenes Niveau
Auch im zweiten Abschnitt sahen die Zuschauer ein völlig ausgeglichenes Spiel auf mäßigem Niveau mit wenigen Chancen. Was dennoch aufs Gehäuse kam, parierten die beiden sicheren Goalies Schmidt und Wolf souverän. Dafür lebte das Spiel von der Spannung, denn beide Mannschaften schenkten sich nichts, kämpften diszipliniert und ließen den gegnerischen Angreifern kaum Räume. Nur Noah Samanski hatte in der 39. Minute eine Riesenchance bei 5:4-Überzahl, scheiterte aber recht kläglich.
Jetzt gehts zur DEG
Auch das letzte Drittel brachte keine Wende zum Besseren. Beide Teams leisteten sich Stockfehler am Fließband, es gab kaum geordnete Offensivaktionen. Bietigheim allerdings wirkte jetzt etwas bissiger und zielstrebiger, während man den Devils einen gewissen Kräfteverschleiß anmerkte. Man kam kaum noch gefährlich ins Angriffsdrittel und bot spielerisch absolute Magerkost. Am Ende stand eine zwar verdiente, aber vermeidbare Niederlage, die das Team jetzt so richtig in Zugzwang bringt, will man der Abstiegszone noch entrinnen.
Am Dienstag geht es schon weiter mit dem 37. Spieltag, an dem die Blue Devils bei der wiedererstarkten Düsseldorfer EG Farbe bekennen müssen. Dass die Trauben dort sehr hoch hängen, mussten auch schon andere Mannschaften in der Rheinmetropole erleben. Aber wie heißt es so schön: „Weidner geben niemals auf!“ oder auch „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“




