Mahnwache erinnert an Fukushima und appelliert für eine Zukunft ohne Atomkraft
Mahnwache erinnert an Fukushima und appelliert für eine Zukunft ohne Atomkraft
Fünfzehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima hat die Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen am Mittwochvormittag mit einer Mahnwache auf dem Pfarrplatz an die Folgen der Atomenergie erinnert. Von 10 bis 12 Uhr standen Mitglieder der Initiative gemeinsam mit Unterstützern, unter anderem aus der IPPNW-Gruppe Weiden, mit einem Infostand in der Innenstadt.
Zerstörerische Folgen nach einem Reaktorunfall
Die Aktion stand unter dem Motto „Fukushima mahnt – für eine Zukunft ohne Atomkraft“. Günther Sparrer, der seit vielen Jahren in der Anti-Atom-Bewegung engagiert ist, erinnerte daran, dass Atomkraft immer mit großen Risiken verbunden sei. „Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, welche zerstörerischen Folgen ein Reaktorunfall haben kann“, sagte er. Zudem gebe es bis heute weltweit keine endgültig sichere Lösung für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle.
Wirtschaftliche Aspekte
Sparrer verwies auch auf wirtschaftliche Aspekte. Atomenergie sei nie wirklich günstig gewesen. „Sie wird seit Jahrzehnten massiv staatlich subventioniert.“ Atomkraft sei nie für die kommerzielle Stromerzeugung gedacht gewesen, sondern habe ursprünglich der Entwicklung von Atomwaffen gedient, zitierte er den Wirtschaftswissenschaftler Christian von Hirschhausen.
Auf Wind- und Solarenergie setzen
Der Bau neuer Reaktoren dauere sehr lange und binde enorme finanzielle Mittel. Aus Sicht der Teilnehmer könne die Antwort auf die Klimakrise daher nur im konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien liegen. Wind- und Solarenergie seien schneller verfügbar, deutlich günstiger und machten unabhängiger von Rohstoffimporten. Die Mahnwache sollte deshalb nicht nur erinnern, sondern auch ein Signal für eine nachhaltige Energiezukunft setzen.


