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Blue Devils Weiden vergeben leichtfertig den ersten Matchball

Weiden. Dank einer völlig unnötigen 5:6-Niederlage in Spiel 3 gegen den ESV Kaufbeuren müssen die Blue Devils am Donnerstag nachsitzen. Dann haben sie im Allgäu den nächsten Matchpunkt, den sie am Dienstag so leichtfertig vergaben.

Blue Devils Weiden vergeben leichtfertig den ersten Matchball

An den Fans der Blue Devils lag es nicht. Sie zeigten eine beeindruckende Choreografie und feuerten ihr Team bis zum Ende unentwegt an. Foto: Christian Kaminsky
Goldhelm Tyler Ward war der beste Weidener an diesem Abend. Foto: Christian Kaminsky
Foto: Christian Kaminsky
Hier jubelten sie noch, die Devils, nach dem 1:0 durch Paul Vinzens. Foto: Christian Kaminsky

DEL2-Play-downs, Runde 2, Spiel 3

Blue Devils Weiden – ESV Kaufbeuren 5:6 (4:1, 0:3, 1:2)

Tore: 5. Min. Paul Vinzens (Tyler Ward) 1:0, 8. Min. Joe Cassetti 1:1, 9. Min. Tyler Ward (Noah Samanski 2:1, 11. Min. Alex Olivier Voyer (Cedric Schiemenz, Tommy Muck) 3:1, 14. Min. Tyler Ward (Fabian Ribnitzky, Noah Samanski) 4:1, 25. Min. Vinzenz Schlenker 4:2, 34. Min. Tychonick 4:3, 35. Min. Tychonik 4:4, 45. Min. Blomqvist 4:5, 50. Min. Turnball 4:6, 52. Min. Ward (Samanski, Muck) 5:6. – Strafminuten: Weiden: 13; Kaufbeuren: 21 + 20 Spieldauer Appendino + 20 Spieldauer Oswald. – Zuschauer: 2560. – Welch unnötige Niederlage der Blue Devils in einem verrückten Spiel. Trotz 4:1-Führung und einer scheinbar völlig entnervten Gästemannschaft schenkten die Gastgeber wegen eines katastrophalen zweiten Durchgangs den Matchball leichtfertig her. Damit müssen die Devils am Donnerstag zu Spiel Nummer 4 ins Allgäu reisen.

https://sporteurope.tv/del2/del2-playdowns-esv-kaufbeuren-vs-blue-devils-weiden-spiel-2-highlights

Furiose Devils im ersten Drittel

Was war das für ein erstes Drittel: Nach zwei Minuten nervösem Abtasten auf beiden Seiten legten die hoch motivierten und sehr fokussierten Gastgeber einen Zahn zu und gingen folgerichtig in Führung. Aus dem berühmten Nichts fiel der Ausgleich, als Cassetti Devils-Goalie Michael McNiven mit einem haltbaren Schuss aus spitzem Winkel überraschte. Davon ließen sich die VBlue Evils überhaupt nicht beeindrucken und nur eine Minute später besorgte die in den Play-offs mit Abstand stärkste Weidener Reihe die erneute Führung. Der immer besser werdende und auch am Dienstag kaum zu bremsende Tyler Ward nutzte einen Abpraller zum 2:1. Damit aber nicht genug: Die von ihren Fans enthusiastisch angefeuerten Gastgeber blieben am Drücker und Voyer beförderte mit einem erneuten Abpraller des unglücklichen Gästegoalies Rihards Babulis zum 3:1 über die Linie. Endgültig zum Tollhaus verwandelte Tyler Ward die Halle mit seinem klug herausgespielten Tor zum 4:1. In der 12. Minute hatte Ward auch noch Pech mit einem Lattenknaller. Da hatten die Gäste schon ihren entnervten Torwart (für Barbulis kam Daniel Fießinger) gewechselt.

Gegen Ende des ersten Abschnitts brannten einigen Kaufbeurer Spielern die Sicherungen durch: Zunächst provozierte 2-Meter-Hühne Rio Kaiser einen Faustkampf mit Tom Schwarz und wenige Minuten später ließ sich Appendino zu einem Ellbogencheck gegen den Kopf von Schiemenz hinreißen. Das brachte dem Gästeakteur eine 5+Spieldauerstrafe. Den einzigen Vorwurf, den man den Blue Devils machen muss, ist der, dass sie die zweiminütige doppelte Überzahl und die anschließenden drei Minuten im 5:4 ganz schwach ausspielten.

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Behäbig, leichtfertig, ohne Gegenwehr

Was sich gegen Ende des ersten Abschnitts schon irgendwie angedeutet hatte, verdichtete sich nach der Pause. Die Gastgeber agierten jetzt behäbig, leichtfertig und produzierten viele unnötige Scheibenverluste. Dazu stand man in der Abwehr viel zu weit weg von den Gegenspielern. Und das nutzten die tot geglaubten Gäste, kamen zurück und wie: Innerhalb von zwei Minuten verkürzten die nicht wiederzuerkennenden Kaufbeurer auf 3:4 und nach 35 Minuten besorgte der starke Tychonick sogar für den nie erwarteten, aber jetzt vollkommen verdienten Ausgleich. Die Gastgeber wirkten völlig konsterniert, verunsichert und brachten kaum noch einen vernünftigen Angriff zustande. In dieser Phase musste den Fans vor dem letzten Drittel Angst und Bange werden um ihr Team, das in diesen 20 Minuten alle Tugenden vergessen ließ.

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Im letzten Abschnitt hatten sich die Hausherren wieder etwas gefangen, doch zum begeisternden Spiel des ersten Abschnitts fanden sie nie zurück. Die Gäste präsentierten sich weiterhin wacher und viel gefährlicher als die gehemmt wirkenden Devils. Vor allem der überragende Joe Cassetti machte im Zusammenspiel mit Tychonick und Turnball mit seinen Gegenspielern was er wollte, und war an allen sechs Gästetreffern beteiligt. Mitentscheidend war auch der Torhüterwechsel der Gäste; Goalie Daniel Fießinger brachte viel Ruhe rein und zog den Weidener Angreifern den Zahn. So waren mit Turnballs Tor zum 4:6 schon fast alle Messen gelesen, auch wenn Ward mit seinem dritten Treffer an diesem Abend noch mal für etwas Spannung sorgte. Auch im Überzahlspiel waren die Gastgeber viel zu harmlos, gewannen zudem kaum ein Bully und mussten sich am Ende verdient geschlagen geben.

Spedition Wagner
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