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Beitritt zu Nachbarschaftshilfe in Luhe-Wildenau beschlossen

Luhe-Wildenau. In nur 40 Minuten beschloss der Markt den Beitritt zu „Generationen Hand in Hand“ und benannte die neue Straße „Zum Galgenberg“. Der sandige Tiefbrunnen bei Neudorf verzögert das Projekt, Fremdwasser bleibt nötig.

Luhe-Wildenau. In nur 40 Minuten beschloss der Markt den Beitritt zu „Generationen Hand in Hand“ und benannte die neue Straße „Zum Galgenberg“. Der sandige Tiefbrunnen bei Neudorf verzögert das Projekt, Fremdwasser bleibt nötig.
Foto: Archiv OberpfalzECHO

Beitritt zu Nachbarschaftshilfe in Luhe-Wildenau beschlossen

Nur vierzig Minuten dauerte der öffentliche Teil der Marktgemeinderatssitzung. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass das Ratsinformationssystem für die Ratsmitglieder eine optimale Vorbereitung ermöglicht, wie Bürgermeister Sebastian Hartl im Anschluss an diesen Sitzungsteil meinte. Auch Erfreuliches für die Seniorinnen und Senioren der Marktgemeinde wurde beschlossen: Der Markt Luhe-Wildenau tritt der Organisation „Generationen Hand in Hand“ bei. Doch ein Problem musste in der Sitzung ebenfalls angesprochen werden: Der neue Tiefbrunnen bei Neudorf bedarf noch einer umfangreichen „Entsandung“, sodass sich der geplante Zeitpunkt für die Fertigstellung weiter verzögern wird.

Bekanntgaben des Bürgermeisters

In seinen Bekanntgaben eingangs der Marktgemeinderatssitzung erinnerte Bürgermeister Sebastian Hartl an die vor Kurzem stattgefundene Verabschiedung langjähriger ausgeschiedener Marktgemeinderatsmitglieder. „Es war ein rundum gelungener Abend.“ Die Zeitspanne der Zugehörigkeit der Marktgemeinderatsmitglieder zu diesem Gremium und somit die Ausübung des kommunalen Ehrenamtes reichte von drei bis 36 Jahren.

Ehrung für Lebensretter am Badeweiher

Dann zeigte Bürgermeister Sebastian Hartl ein Bild von der Ehrung des Bürgers Adam Szumilas, der am Badeweiher bei Weiherhammer einem in Not geratenen Menschen mit seinem Stand-up-Paddle zu Hilfe eilte und ihn ans rettende Ufer brachte. Regierungspräsident Walter Jonaus überreichte dem Lebensretter eine Dankesurkunde.

Zum Bauantrag „Umbau und Erweiterung eines Einfamilienhauses um einen Anbau auf der bestehenden Grenzgarage auf dem Grundstück Flurnummer 1391/5, Gemarkung Luhe“, listete das Marktoberhaupt zunächst die Reihe von Abweichungen und Befreiungen von den dort maßgeblichen Festsetzungen des Bebauungsplans „Koppelberg“ auf. Ergänzend dazu verwies der Bürgermeister auf die Besprechung in der kürzlichen Bauausschusssitzung. Das Marktoberhaupt zeigte auf der Leinwand das geplante Projekt. Zugleich klärte das Marktoberhaupt, dass alle Nachbarschaftsunterschriften vorliegen. Somit brauchte der Marktgemeinderat dieses Projekt nur noch zur Kenntnis zu nehmen und erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen einschließlich aller notwendigen Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans.

Bauvorhaben in Luhe und Neudorf

Für das Bauvorhaben „Ersatzneubau eines Wohnhauses mit Garage auf dem Grundstück Flurnummer 1179, Gemarkung Neudorf“ war bereits anlässlich einer positiv entschiedenen Bauvoranfrage das Einvernehmen erteilt worden. Da das Baugrundstück nicht im Geltungsbereich eines rechtskräftigen Bebauungsplans liegt und aus dem Gremium keine Wortmeldungen kamen, folgten die Ratsmitglieder dem Beschlussvorschlag von Bürgermeister Sebastian Hartl einstimmig.

Der nächste Bauantrag betraf den Ersatzneubau eines Wohnhauses im Ortsteil Gelpertsricht. Über eine entsprechende Bauvoranfrage war vom Marktgemeinderat bereits positiv entschieden worden. Ein Bebauungsplan für diesen Ortsteil ist nicht ausgewiesen. Einstimmig erteilte der Marktgemeinderat das Einverständnis.

Winkler Bräu Amberg
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Hackschnitzelheizung für Luhe geplant

Bereits im Bauausschuss angesprochen wurden der Einbau einer Hackschnitzelheizung in ein bestehendes Nebengebäude, die Erweiterung um einen Hackschnitzelbunker und die Erweiterung um eine Hackschnitzellagerhalle auf dem Grundstück Flurnummer 69 bzw. 72/2 in der Gemarkung im Ortsteil Luhe. Auf der Leinwand zeigte Bürgermeister Hartl die Lage des Grundstücks, die in der Ortsmitte Luhes liegt. Die Größe der Hackschnitzelheizung samt den Anlagen ist nach den Worten des Marktoberhauptes so ausgelegt, dass auch weitere Anwesen in Luhe mit Wärme versorgt werden könnten. „Der eingereichte Plan enthält alle möglichen Eventualitäten“, betonte der Bürgermeister im Hinblick auf die Berücksichtigung sämtlicher möglicher Entwicklungsstufen. Der Marktgemeinderat erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zu dem Vorhaben.

Städtebauförderung 2027: Marktplatz 13

In der Bedarfsmitteilung 2027 für die Städtebauförderung nimmt die Sanierung und der Umbau des gemeindlichen Gebäudes Marktplatz 13 in Luhe unbestritten Platz eins ein. „Es ist unser Leuchtturmprojekt.“ „Jedes Jahr um diese Zeit müssen wir die voraussichtlich notwendigen Mittel bei der Regierung der Oberpfalz beantragen.“ Die Auflistung der Bedarfsmittel reicht wohl bis zum Jahr 2030, aktuell maßgeblich sei aber die Mittelanforderung für das Jahr 2027. Für das Projekt Marktplatz 13 mit hoher Priorität seien rund zwei Millionen Euro als förderfähig aus Sicht des Marktes. Hier verwies der Bürgermeister auf die zwingende Notwendigkeit, die Eigenmittel im Haushaltsplan 2027 ausweisen zu müssen.

Für das Vorhaben Marktplatz 13 setzen sich die Mittelanforderungen analog der jeweiligen Projekte auch in den Jahren 2028 (800.000 Euro) und 2029 (800.000 Euro) fort. Weitere Mittelanforderungen betreffen die Entschädigungen für Sanierungsträger und städtebauliche Berater, für deren Kosten 30.000 Euro als Bedarf gemeldet werden. 50.000 Euro meldet der Markt Luhe-Wildenau als mögliche Aufwendungen für das kommunale Förderprogramm an. Diese Gelder fließen Hauseigentümern im Sanierungsgebiet bei Berücksichtigung der Gestaltungsfibel zu, wenn sie ihr Haus in diesem Sinne sanieren und gestalten. Für den Abbruch des Gebäudes in Luhe, Kirchenstraße 1, werden für das Programmjahr 2027 23.000 Euro angemeldet.

Neue Straße „Zum Galgenberg“

Der Ortsteil Luhe bekommt eine neue Straße mit dem Namen „Zum Galgenberg“. Diese Straße führt von der Glaubenwieser Straße zum derzeit im Bau befindlichen Wasserhochbehälter. Die Straße hat eine Länge von 170 Metern. Somit wird es möglich, auch dem Hochbehälter für die Wasserversorgung eine Hausnummer zu geben. Bürgermeister Sebastian Hartl sah in der Namensgebung eine Notwendigkeit, weil wegen des Baus des Hochbehälters von beteiligten Firmen oder auch von Versorgungsunternehmen immer wieder nach einer Hausnummer nachgefragt wird. „Da genügt nicht die Flurnummer, die Firmen brauchen eine Hausnummer.“ Einstimmig akzeptierte der Marktgemeinderat die vorgeschlagene Namensgebung, die laut dem Bürgermeister über das Vermessungsamt letztlich, auch wenn der Zeitpunkt noch nicht bekannt ist, über einen Routenplaner abgerufen werden kann.

Nachbarschaftshilfe: Beitritt zu „Generationen Hand in Hand“

Seit geraumer Zeit besteht der Wunsch im Markt Luhe-Wildenau, eine Nachbarschaftshilfe anzubieten. Dafür hat die Verwaltung Informationen eingeholt und Gespräche mit den in Betracht kommenden Organisationen geführt. Während dieser Vorbereitungen ist der Markt Luhe-Wildenau davon abgekommen, eine eigenständige Nachbarschaftshilfe anzustreben; vielmehr ergibt sich der Wunsch nach einem Anschluss an eine bestehende Organisation. Deshalb wird sich der Markt Luhe-Wildenau der Organisation „Generationen Hand in Hand“ anschließen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 60 Cent pro Einwohner beträgt rund 2.000 Euro pro Jahr und ist deutlich geringer als bei einem eigenen Projekt, beschrieb Bürgermeister Sebastian Hartl die jetzige Vorgehensweise. Die Seniorenbeauftragten des Marktes Luhe-Wildenau sollen in den weiteren Aufbau eingebunden werden.

Bürgermeister Sebastian Hartl ließ anklingen, dass Ehrenbürgerin Isolde Gewargis bereits signalisiert hat, die erste Beitragszahlung zu übernehmen. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat den Beitritt zu „Generationen Hand in Hand“. Ausdrücklich betonte der Bürgermeister, dass „Generationen Hand in Hand“ bei der Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern in keinem Fall eine Konkurrenz zu Handwerksbetrieben sein wird.

Projektstand: Hochbehälter und Tiefbrunnen

Bürgermeister Sebastian Hartl berichtete, dass es bei den Projekten Hochbehälter und Glaubenwieser Straße gut vorangeht. Beim Projekt Tiefbrunnen, über den ein Großteil der Bevölkerung des Marktes Luhe-Wildenau mit Trinkwasser versorgt wird, gibt es nach den Worten des Bürgermeisters ein Problem, das sich „Entsandung“ nennt und die Fertigstellung des Projekts aus dem zeitlichen Rahmen wirft. Dieser Begriff beschreibt, dass in dem neuen Brunnen noch zu viel Sand vorhanden ist, wodurch jahreszeitlich bedingt auch die Fertigstellung des Pumpenhauses in diesem Jahr nicht mehr möglich sein wird. Die Arbeiten können dann erst wieder nach der Frostperiode im neuen Jahr fortgesetzt werden.

Das bedeutet für den Markt, den im Mai 2026 begonnenen Fremdwasserbezug über die Steinwaldgruppe fortzuführen. „Dieser Fremdwasserbezug wird sich im Haushalt 2027 entsprechend niederschlagen“, kündigte Bürgermeister Hartl bereits jetzt an. Aktuell wurden für das Projekt bislang 70.000 Euro ausgegeben. Das ständige Pumpen bedeutet laut Bürgermeister auch eine Erhöhung der Stromkosten. Als eigentliches Hauptproblem sieht Bürgermeister Hartl den Trinkwasserbezug über die Steinwaldgruppe.

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