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Die Blue Devils bringen ein gutes Spiel nicht ins Ziel

Weiden. Die Chancenverwertung war wieder einmal das Manko bei den Weidenern, die alles gaben, aber im Landshuter Keeper ihren Meister fanden.

Die Blue Devils bringen ein gutes Spiel nicht ins Ziel

Auch Fabian Ribnitzky konnte Jonas Langmann nicht überwinden. Foto: Christian Kaminsky

Nach fünf Niederlagen am Stück reisten die Blue Devils Weiden nach Niederbayern zum EV Landshut, der seinerseits ebenfalls eine Durststrecke erwischt hatten. Dabei stand den Oberpfälzern das volle Line-up zur Verfügung, denn Fabian Voit und Neal Samanski standen wieder zur Verfügung. Zugleich stellte das Weidener Trainerteam um Jürgen Rumrich die Reihen um: Zach Tsekos rückte in die erste Formation, Alex-Olivier Voyer startete in Reihe zwei. Der letzte Auswärtssieg mit voller Punkteausbeute datierte aus Landshut (3:2). Im Tor stand nach langer Zeit wieder Simon Wolf, Felix Noack fungierte als Backup.

Rumrich sah einen harten Kampf auf sein Team zukommen – und da hieß es dagegenhalten und einfach spielen. Um die minimale Chance auf die Pre-Playoffs zu wahren, musste Weiden in Landshut dreifach punkten. Auf der Gegenseite führte Uwe Krupp einen EVL mit grundsätzlich starker Offensive um Tor Immo und Trevor Gooch durchs Duell.

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Intensiver Auftakt mit Großchancen auf beiden Seiten

Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Jiri Ehrenberger starteten EV Landshut und die Blue Devils Weiden mit hohem Tempo. Bereits nach 100 Sekunden nutzten die Weidener ihr erstes Powerplay nicht. Danach zeigte Simon Wolf im Weidener Tor mehrfach starke Reaktionen, die Partie nahm spürbar an Intensität zu. Viele, fair geführte Zweikämpfe an den Banden prägten die Phase. Noah Samanski besaß anschließend die bis dahin größte Möglichkeit, verfehlte jedoch die Führung.

Weiden kassierte kurz darauf eine Strafe, der EVL als bestes Powerplay der Liga machte mächtig Betrieb vor Wolf, brachte den Puck aber nicht unter. Zum Drittelende suchten die Gastgeber noch konsequenter den Abschluss, während Wolf bei verdeckter Sicht standhaft blieb. Zach Tsekos tauchte frei auf, doch Jonas Langmann parierte. Auch Cedric Schiemenz fand seinen Meister im Landshuter Goalie. Mit der Sirene musste dann noch Maximilian Kolb in die Kühlbox.

Weidener Druck, Landshuter Führung

Unterzahl prägte den Weidener Start ins Mitteldrittel, doch der EV Landshut nutzte das Powerplay nicht. Danach setzten die Oberpfälzer Jonas Langmann im EVL-Gehäuse unter Druck. Als erneut ein Weidener auf die Strafbank musste, brachte ein abgefälschter Schuss von der Blauen Linie die Landshuter Führung. Im Anschluss fuhren die Blue Devils wütende Angriffe, doch Langmann hielt den Kasten sauber. Nach dem Powerbreak zeigte Simon Wolf sein Können und hielt Weiden im Spiel. Gleichzeitig parierte Jonas Langmann mit starken Reflexen gegen gefährliche Abschlüsse.

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Im folgenden Powerplay erspielten sich die Blue Devils große Möglichkeiten, doch die Chancenverwertung blieb das Manko. Weiter drückten die Oberpfälzer, vergaben jedoch auch Hochkaräter. Über weite Strecken wirkten die Oberpfälzer als besseres Team und kreierten Chancen für mehrere Treffer, scheiterten jedoch immer wieder an Langmann oder am eigenen Unvermögen. In der Drittelpause fasste Alex-Olivier Voyer die Lage so zusammen: „Es ist nur ein Tor Rückstand, wir müssen nur die einfachen Sachen machen, Verkehr vor dem Tor erzeugen, denn wir brauchen die punkte dringend.“

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Langmanns Jubiläum und Weidens Anrennen

Gleich nach Wiederbeginn hatte Weidens beste Reihe an diesem Abend um Neal und Noah Samanski sowie Paul Vinzens die erste Chance, doch Jonas Langmann hielt. Auch Simon Wolf glänzte, beide Teams erhöhten den Druck. Danach agierte der EV Landshut konzentrierter als im Mitteldrittel. So bestimmten die Gastgeber zunächst das Geschehen, Weiden fehlte spürbar die Luft.

Nach einer weiteren Parade von Wolf kassierte Tommy Muck eine Strafzeit. Neal Samanski besaß hier in Unterzahl die Ausgleichschance, verzog aber frei vor Langmann. In den letzten sechs Minuten verwaltete der EVL, Weiden kam kaum vors Tor. Die Oberpfälzer warfen dennoch alles rein. Zwei Minuten vor Schluss scheiterten Alex-Olivier Voyer und Luca Gläser. 90 Sekunden vor dem Ende zog Jürgen Rumrich Simon Wolf zugunsten eines sechsten Feldspielers. Schließlich blieb es beim 1:0, und Langmann feierte seinen ersten Shutout in dieser Saison im 500. DEL2-Spiel.

EV Landshut – Blue Devils Weiden 0:0 (0:0/1:0/0:0)

Tore:

1:0 J. Mayenschein (25:23),

Schüsse:

28 – 36

Strafen:

6 – 10

Zuschauer:

4040