Frust von der Seele geschossen – Weiden zerlegt Stadeln mit 6:0
Frust von der Seele geschossen – Weiden zerlegt Stadeln mit 6:0
Gegen den FSV Stadeln zeigte die Mannschaft vor 633 Zuschauern eine starke zweite Halbzeit und setzte ein deutliches Zeichen nach der enttäuschenden Niederlage zuletzt gegen den Tabellenletzten Großschwarzenlohe.
„Das war ein echter Frustöffner“
„Das war ein echter Frustöffner nach dem enormen Druck, der nach der Niederlage zuletzt auf meiner Mannschaft lastete“, sagte Weidens Trainer Michael Riester nach der Partie sichtlich erleichtert. „Wir müssen nun die Euphorie aus diesem 6:0-Heimsieg am Dienstag gegen Bamberg mitnehmen.“
Bartl verhindert frühen Rückstand
Die Anfangsphase gehörte allerdings den Gästen. Gleich zweimal musste Weidens neuer Keeper Justin Bartl sein Können zeigen und bewahrte seine Mannschaft mit zwei starken Paraden vor einem möglichen 0:2-Rückstand. Auf den Rängen machte sich unter den Fans bereits Unruhe breit.
Jahi Sylejmani ließ den Knoten platzen
In einer intensiven und engagierten Partie auf beiden Seiten übernahm Weiden nach rund 20 Minuten zunehmend die Kontrolle. Dennoch sah Stadeln-Coach Manfred Deday sein Team bis kurz vor der Pause im Vorteil: „Wir sind beim Führungstreffer der Weidener nicht konsequent dazwischengegangen und haben es verpasst, in den ersten 45 Minuten deutlich zu führen.“Kurz vor dem Halbzeitpfiff schlug dann die Stunde von Jahi Sylejmani. Nachdem Patryk Bytomski zunächst am Stadler Keeper gescheitert war, reagierte Sylejmani am schnellsten und staubte in der 42. Minute zum 1:0 ab. Der Jubel im Stadion war frenetisch – spürbar, dass bei den Hausherren der Knoten geplatzt war.
Sylejmani und Lang drehen auf
Nach dem Seitenwechsel erwischte Weiden den besseren Start. Stadeln blieb zwar in seinen Aktionen gefährlich, doch erneut war es Sylejmani, der zuschlug: In der 62. Minute verwertete er eine Vorlage von Lukas Schaller eiskalt zum 2:0.
Für Stadeln war das der Knackpunkt. Deday zeigte sich danach fassungslos:
„Dann bekommst du so dumm das 2:0 und danach habe ich meine Mannschaft nicht mehr wiedererkannt. Sich so aufzugeben, ist für mich unverständlich. Ich bin mega enttäuscht.“
Weiden nutzte die Verunsicherung der Gäste gnadenlos aus und zündete ein regelrechtes Offensivfeuerwerk. Niklas Lang traf doppelt (68./82.), Sylejmani schnürte in der 74. Minute seinen Dreierpack zum zwischenzeitlichen 4:0. Die Fans feierten ihre Mannschaft ausgelassen – ein lange vermisstes Gefühl am Wasserwerk. Den Schlusspunkt setzte der gerade nur wenige Minuten eingewechselte Moritz Hügel in der 88 Minute mit seinem Treffer zum 6:0 Endstand.
Blick nach vorne auf den kommenden Dienstag
Am Ende stand ein überzeugendes 6:0, das Selbstvertrauen für die kommende Aufgabe geben soll. „Ich hätte gerne die drei Tore von heute im letzten Spiel gehabt. Aber wir haben Stadeln heute absolut verdient in dieser Höhe geschlagen“, meinte Riester. Auch Doppelpacker Lang blickt bereits nach vorne: „Am Dienstag um 18:30 Uhr machen wir genauso weiter. Wir werden das Selbstbewusstsein gegen Bamberg mitnehmen.“ Und Dreifachtorschütze Sylejmani brachte die Stimmung im Team auf den Punkt:
„Nun nehmen wir die Motivation mit – und gegen Bamberg machen wir genauso weiter.







